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Kampf gegen Hochpreisinsel Schweiz: Chronologie der Ereignisse

2008 kostete ein Euro noch über 1.60 Fr., von September 2011 bis Januar 2015 lag der Kurs dank der Intervention der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bei rund 1.20 Franken, am 15. Januar 2015 hat die SNB den Mindestkurs aufgehoben, der Schweizer Franken hat damit gegenüber dem Euro an Wert gewonnen. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) engagiert sich seit Jahren für eine Weitergabe der Wechselkursgewinne und eine Zerschlagung der Hochpreisinsel Schweiz. Erfahren Sie mehr dazu in der nachfolgenden chronologischen Auflistung der Ereignisse:

13. Juni 2016: SKS kündigt Volksinitiative für faire Preise an

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat mit diversen Mitstreitern die Planung einer Volksinitiative gegen die Hochpreisinsel Schweiz an die Hand genommen. Besonders im Fokus stehen dabei überteuerte Importgüter: Identische Zeitschriften und auch Kosmetikprodukte kosten in der Schweiz zum Beispiel durchschnittlich rund 70% mehr als in Deutschland. Mittels einer Volksinitiative soll dieser ungerechtfertigte „Zuschlag Schweiz“ beseitigt werden. Die Unterschriftensammlung startet voraussichtlich im Herbst 2016. Weitere Informationen.

29. Juni 2015: Auch Nationalratskommission stimmt Vorstoss von Hans Altherr zu

Nach der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) hat auch die Schwesterkommission des Nationalrates (WAK-N) dem Vorstoss von Alt-Ständerat Hans Altherr zugestimmt. Neu sollen auch Unternehmen, die relativ marktmächtig sind, von der Wettbewerbskommission belangt werden können, wenn sie diese Marktstellung missbrauchen, um zum Beispiel überhöhte Preise durchzusetzen. Der Ball liegt nun wieder bei der WAK-S, die einen konkreten Gesetzesvorschlag verfassen muss.

27. Januar 2015: Ständeratskommission will gegen überhöhte Importpreise vorgehen

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) hat am 27. Januar 2015 einem Vorstoss von Ständerat Hans Altherr zugestimmt, der ein strengeres Kartellgesetz vorsieht: Neu sollen auch Unternehmen, die relativ marktmächtig sind, von der Wettbewerbskommission belangt werden können, wenn sie diese Marktstellung missbrauchen, um zum Beispiel überhöhte Preise durchzusetzen. Weitere Informationen.

15. Januar 2015: Schweizerische Nationalbank hebt Euro-Mindestkurs auf

Überraschend hebt die Schweizerische Nationalbank die Euro-Untergrenze von 1.20 Franken auf. Der Kurs sackt ab, so dass zeitweise 1 Schweizer Franken mehr Wert ist als 1 Euro. Die SKS fordert, dass die Währungsgewinne in Form von tieferen Preisen an die Konsumenten weitergegeben werden.

17. September 2014: Nationalrat versenkt Kartellgesetzrevision definitiv

Die wichtigste Möglichkeit, die Portemonnaies der Konsumentinnen und Konsumenten und auch die Budgets vieler Gewerbler von den hohen Preisen der Importgüter zu entlasten, ist damit leider definitiv vergeben. Die Hochpreisinsel Schweiz wird damit ein weiteres Mal zementiert.

5. Juni 2014: Ständerat hält an Beschluss fest

Der Ständerat hat entschieden, an einer Änderung des Kartellgesetzes festzuhalten. Das Geschäft geht nun wieder zurück an den Nationalrat, dieser wollte bei der Abstimmung in der Frühlingssession gar nicht erst auf die Vorlage eintreten.

28. März 2014: WAK-S hält an Eintreten fest

Die Kommission des Ständerates hat heute mit 8 zu 4 Stimmen beantragt, an seinem Eintretensbeschluss zum Kartellgesetz festzuhalten und betont den vorhandenen Gesetzgebungsbedarf, auch wenn er noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der Vorlage sieht. Aus Verfahrensgründen musste sich der Rat auf die Eintretensfrage beschränken.

6. März 2014: Nationalrat unternimmt nichts gegen Hochpreisinsel Schweiz

Der Nationalrat hat es heute abgelehnt, auf eine Änderung des Kartellgesetzes einzutreten. Der vom Ständerat vorgeschlagene Artikel 7a hätte Schweizer Unternehmen ermöglicht, Waren und Dienstleistungen direkt im Ausland zu beziehen, anstatt über den Alleinimporteur in der Schweiz, der in der Regel deutlich höhere Preise verlangt. Der Nationalrat hat somit die Chance verpasst, etwas gegen die Hochpreisinsel Schweiz zu unternehmen und die gezielte Kaufkraftabschöpfung durch international tätige Konzerne zu reduzieren.

5. Dezember 2013: Überteuerte Markenartikel: WEKO stellt Vorabklärung ein

Das Sekretariat der WEKO teilt mit, dass keine Untersuchungen bezüglich “Weitergabe von Währungsvorteilen” gestartet würden. Der angegebene Grund: Es hätten nicht genügend Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen gefunden werden können. Die Situation ist intransparent und die Händler und Lieferanten schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Es zeigt sich erneut, dass gegen die zu hohen Preise von Importprodukten auch die Wettbewerbsbehörde machtlos ist und daher ein strengeres Kartellgesetz nötig ist.

8. Oktober 2013: Wirtschaftskommission will kein strengeres Kartellgesetz

 Die Mehrheit der nationalrätlichen Wirtschaftskommission toleriert die überhöhten Preise der Importprodukte in der Schweiz: Leider lehnt sie die dringend notwendige Verschärfung des Kartellgesetzes ab. Umstritten ist vor allem das Teilkartellverbot, mit welchem die Abschaffung der Erheblichkeitsprüfung angestrebt wird. Damit müsste die WEKO nicht mehr beweisen, dass eine Absprache den Wettbewerb „erheblich behindert“.

21. März 2013: Ständerat stimmt für ein griffiges Kartellgesetz

Der Ständerat stimmt für eine Bestimmung, die der WEKO erlaubt, gegen ausländische Unternehmen vorzugehen, die Schweizer Händler diskriminieren. Fünf Wettbewerbsabsprachen, die als besonders schädlich gelten, sollen verboten werden. Die WEKO soll nicht mehr nachweisen müssen, dass die Absprachen den Wettbewerb auch tatsächlich erheblich behindern.

30. Oktober 2012: Start für preisbarometer.ch

Das Preisvergleichsportal preisbarometer.ch geht online. Die Webseite wurde von der SKS in Zusammenarbeit mit den drei anderen Konsumentenorganisationen ACSI, FRC und KF sowie dem Eidgenössischen Büro für Konsumentenfragen lanciert.

20. September 2012: Preisüberwacher publiziert Bericht zur Hochpreisinsel

Der Preisüberwacher legt seine Analyse „Frankenstärke und Preise“ vor, in der die Themen Hochpreisinsel und Weitergabe der Wechselkursgewinne behandelt werden.

4. Mai 2012: Debatte zwischen Gewerbeverband und SKS in der Arena

In der Sendung „Arena“ des Schweizer Fernsehens debattiert SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo mit Gewerbeverbandvertreter Rolf Büttiker über die Themen Einkaufstourismus, Hochpreisinsel und Kartellgesetzrevision. Mehr.

13. März 2012: Glutenfreie Produkte sind in der Schweiz zu teuer

Glutenfreie Produkte sind in der Schweiz massiv teurer als im benachbarten Ausland. Die SKS bietet Zöliakie-Betroffenen mit einem aktuellen Preisvergleich, den Stellungnahmen der Anbieter zu den hohen Preisen sowie einer Einkaufshilfe nützliche Informationen für den Alltag.

25. Februar 2012: Coop will Einkaufstourismus hemmen

Coop-Chef Joos Sutter schlägt vor, dass die Freigrenze beim Einkauf im Ausland von 300 Fr. auf 100 Fr. gesenkt wird. Das würde bedeuten: Wer künftig Waren im Wert von über 100 Franken einführt, müsste diese am Zoll deklarieren und Schweizer Mehrwertsteuer bezahlen. Für die SKS ist klar: Ausser mehr Bürokratie bringt eine solche Massnahme nichts. Mehr.

22. Februar 2012: Bundesrat präsentiert Entwurf für ein neues Kartellgesetz

Der Bundesrat präsentiert einen Entwurf, wie das Kartellgesetz geändert werden soll: Künftig müssten die Wettbewerbsbehörden nicht mehr nachweisen müssen, dass unzulässige Abreden (Kartelle) sich auch tatsächlich wettbewerbshemmend auswirken. Die SKS begrüsst grundsätzlich die Vorschläge des Bundesrates, ist jedoch der Auffassung, dass diese Massnahmen nicht genügen, um das Problem der „Hochpreisinsel Schweiz“ zu lösen. Mehr.

27. Dezember 2011: Migros wirft L’Oréal-Produkte aus dem Sortiment

Migros kann sich mit L’Oréal nicht auf tiefere Einkaufspreise einigen und kippt deshalb die Produkte des französischen Kosmetikkonzerns aus dem Sortiment.

21. Dezember 2011: Nationalrat will Preissenkungen bei Importgütern

Der Nationalrat hat im Rahmen der ausserordentlichen Session „Starker Franken: Bedrohung für den Werkplatz“ zwei wegweisende Beschlüsse zugunsten der Konsumentinnen und Konsumenten gefasst: Die Annahme der von SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo eingereichten Motion 11.3984 ist ein erster wichtiger Schritt im Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz. Die Vorlage hat zum Ziel, dass Schweizer Konsumenten und Unternehmen beim Import von Produktionsmitteln und Konsumgütern nicht mehr überhöhte Preise bezahlen müssen.

Ebenfalls angenommen hat der Nationalrat einen Kredit über 500‘000 Franken, damit die Konsumenten gezielt über die Weitergabe von Währungsgewinnen informiert werden können.

Leider abgelehnt wurden hingegen die Motionen 11.3985 und 11.3986, die mehr Kompetenzen für die Konsumentenschutz-Organisationen und den Preisüberwacher vorgesehen hätten. Mehr.

29. November 2011: Weshalb sind bei uns Markenprodukte so viel teurer?

In der Sendung „Kassensturz“ wird gezeigt, weshalb Markenprodukte in der Schweiz teilweise massiv teurer sind als im benachbarten Ausland. SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo zeigt auf, welche Massnahmen es braucht, um dieses Problem zu lösen.

16. November 2011: Bundesrat will Verschärfung des Kartellgesetzes

Der Bundesrat präsentiert eine umfassende Reform des Kartellgesetzes: Vorgesehen ist unter anderem, dass künftig auch Konsumenten vor Gericht klagen können. Zudem müssen die Wettbewerbsbehörden künftig nicht mehr nachweisen müssen, dass unzulässige Abreden (Kartelle) sich auch tatsächlich wettbewerbshemmend auswirken. Die SKS begrüsst grundsätzlich die Vorschläge des Bundesrates, ist jedoch der Auffassung, dass diese Massnahmen nicht genügen, um das Problem der „Hochpreisinsel Schweiz“ zu lösen. Mehr.

9. November 2011: SECO-Studie bestätigt ungenügende Weitergabe von Währungsgewinnen

Was die SKS seit langem anprangert, ist nun durch eine Studie des SECO bestätigt worden: Trotz des starken Franken werden Importprodukte kaum günstiger – die Währungsgewinne bleiben bei den Herstellern und den Schweizer Anbietern hängen.

1./2. November 2011: Einkaufen im Ausland – gut oder schlecht?

Ist es gut oder schlecht, wenn Schweizer im Ausland einkaufen? Soll die Zollfreigrenze von derzeit 300 Franken herabgesetzt werden? Über diese Fragen diskutieren Ständerat Hannes Germann und SKS-Präsidentin und Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo in der Sendung „Kassensturz“.

Landwirtschafsprodukte wie Fleisch und Milch sind im grenznahen Ausland oft deutlich günstiger als in der Schweiz. Weshalb ist das so? Sehen Sie dazu den Beitrag in der Sendung „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens vom 2. November 2011.

27. Oktober 2011: WEKO eröffnet mehrere Verfahren und Vorabklärungen

Aufgrund von Meldungen, die seit August 2011 eingegangen sind, eröffnet die WEKO zwei neue Verfahren im Zusammenhang mit der Nichtweitergabe von Währungsvorteilen. Betroffen sind die Jura Elektroapparate AG und die Care on Skin GmbH. Zudem laufen unter anderem Vorabklärungen im Bereich Elektrogeräte, Elektrovelos und Balkonverglasungen. Auch in den darauffolgenden Wochen will die WEKO weitere Verfahren eröffnen.

22. Oktober 2011: Autobranche: Direktimporteure bieten bis zu 40% Rabatt

Wegen dem tiefen Eurokurs werden beim Autokauf massive Rabatte angeboten. Die meisten offiziellen Importeure bieten Reduktionen von 20-25%, Direktimporteure sogar bis zu 40%. Da der Eurokurs – und entsprechend die Autopreise – aufgrund des Wechselkursziels der Nationalbank wohl nicht mehr weiter sinken werden, schlagen viele Käufer jetzt zu. Im Vergleich zum September des Vorjahres wurden im September 2011 rund 20% mehr Autos verkauft.

30. September 2011: Birrer-Heimo beantragt Kartellgesetzrevision

SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo reicht im Nationalrat drei Vorstösse im Kampf gegen überteuerte Importprodukte ein. Einerseits soll durch eine Kartellgesetzrevision erreicht werden, dass Schweizer Unternehmen für Importprodukte nicht mehr bezahlen müssen als ausländische Firmen. Andererseits sollen die Befugnisse des Preisüberwachers und der Konsumenten-Organisationen gestärkt werden.

Motion 11.3984: Kartellgesetzrevision

Motion 11.3985: Stärkung der Konsumenten-Organisationen

Motion 11.3986: Änderung des Preisüberwachungsgesetzes

19. September 2011: Preissenkungen in der Reisebranche

Nun reagiert auch die Reisebranche. Für die kommende Wintersaison senken die Reiseanbieter TUI Suisse, Hotelplan Suisse und Kuoni ihre Preise um 15 – 20%.

19. September  2011: SKS-Präsidentin fordert Bundesrat zum Handeln auf

In einer Parlamentarischen Anfrage will SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo vom Bundesrat wissen, ob dieser der Wettbewerbskommission (Weko) Aufträge zur Untersuchung von vermuteten Wettbewerbsbeschränkungen erteilen wird. Dazu antwortet Bundesrat Schneider-Ammann, bei der Weko seien bereits fünf Untersuchungen und weitere Vorabklärungen am laufen. Er sei zudem zuversichtlich, dass er die Weko Ende Oktober mit zwei weiteren Untersuchungen beauftragen könne.

18. September 2011: Hinweise auf mögliche Wettbewerbsbeschränkungen

Nur einzelne Anbieter reagieren auf die Forderung vom 26.8. in der die SKS Preissenkungen im Bereich von Kleidern, Schuhen, Sportartikeln, Zeitschriften und Unterhaltungselektronik fordert. Die Stellungnahme der Sportartikel-Kette Athleticum lässt vermuten, dass Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen könnten.

6. September 2011: Die Nationalbank legt Wechselkursziel von Fr. 1.20 fest

Die Nationalbank reagiert auf die andauernde Frankenstärke und setzt ein Wechselkursziel von Fr. 1.20 zum Euro fest. Eine solche Massnahme ist im Vorfeld von Politik und Wirtschaft mehrmals gefordert worden. Entsprechend sind die Reaktionen mehrheitlich positiv. Die Massnahme zeigt auch Wirkung: Innert Kürze wertet sich der Franken auf 1.20 ab.

6. September 2011: Die Autobranche ist in Bewegung

Inzwischen gibt es kaum noch eine Automarke, die keine Euro-Rabatte anbietet. Dabei handelt es sich um verschiedenste Preissenkungen und Boni in allen denkbaren Variationen. Im September bieten unter anderem die Marken Mercedes, Volkswagen, Škoda, Fiat, Audi, Seat, Citroën, Ford, Peugeot, BMW und Renault solche Sonderangebote an. Diese machen Preisreduktionen von 1900.- bis 24000.- Franken aus.

5. September 2011: Neue Preissenkungen und Auslistungen bei Coop

Coop senkt die Preise von gegen 1600 Markenartikeln. Diese werden um rund 9% günstiger. Betroffen sind wiederum Coop Supermärkte, Coop Bau+Hobby und Coop Warenhäuser. Weil Verhandlungen mit Procter & Gamble nicht Erfolgreich waren, nimmt Coop zudem eine neue Auslistung vor und entfernt weitere 35 Artikel aus dem Sortiment.

30. August 2011: SKS entkräftet das Argument der hohen Schweizer Löhne 

In beinahe jeder Stellungnahme zu den hohen Preisen in der Schweiz argumentieren Schweizer Anbieter mit ihren angeblich massiv höheren Lohnkosten im Vergleich zum umliegenden Ausland. In ihrem Blog erklärt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS, dass dieses Argument falsch ist. Dies zeigt ausgerechnet eine Studie, die im Auftrag von Migros, Coop, Denner, Valora, Manor und Charles Vögele erstellt wurde.

29. August 2011: Weitere Preissenkungen bei Migros und Coop

Coop senkt die Preise von mehr als 1500 Markenartikeln um durchschnittlich 10%. Betroffen sind neben Supermarktartikeln auch Artikel aus den Sortimenten von Coop Bau+Hobby und Coop Warenhaus.  Auch die Migros reagiert. Sie senkt die Preise von 600 Markenartikeln um durchschnittlich über 10%.

26. August 2011: Die SKS fordert weitere Anbieter zum Handeln auf

Eine neue Preiserhebung der SKS zeigt: Auch wenn manche Detailhändler inzwischen reagiert und Preise gesenkt haben – in anderen Branchen gibt es noch immer massive Preisunterschiede zwischen der Schweiz und dem Ausland. Insbesondere Kleider, Schuhe, Sportartikel, Unterhaltungselektronik und Zeitschriften sind in der Schweiz massiv überteuert. Die SKS fordert in einem Brief an die betroffenen Anbieter und Branchenorganisationen eine Stellungnahme und Preissenkungen von mindestens 20% bis Mitte September.

20. August 2011: Coop nimmt weitere Preissenkungen vor

Aufgrund von Verhandlungserfolgen senkt Coop die Preise von weiteren 700 Markenartikeln um bis zu 20%. Auch die zuvor ausgelisteten Produkte von Uncle Ben’s werden zu 10% tieferen Preisen wieder im Sortiment aufgenommen.

17. August 2011: Bundesrat will Verschärfung des Kartellgesetzes

Der Bundesrat teilt an einer Medienkonferenz mit: „Um den Wettbewerb in der Schweiz zu stärken, will der Bundesrat eine Kartellgesetzrevision in die Wege leiten, welche horizontale Preis-, Mengen- und Gebietsabreden sowie vertikale Preisbindungen und Gebietsabschottungen per Gesetz wirkungsvoller unterbindet. Für die intensivierte Durchsetzung des Kartellgesetzes in seiner heutigen Form erhält die Wettbewerbskommission WEKO während zwei Jahren vier zusätzliche Stellen. Das gleiche gilt für die Preisüberwachung (…)“. Die SKS begrüsst diese Massnahmen und drängt in einer Stellungnahme auf eine rasche Umsetzung.

16. August 2011: Schlagabtausch im „Club“ des Schweizer Fernsehens

In der Sendung „Club“ des Schweizer Fernsehens diskutiert Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS, mit Vertretern des Detailhandels, der WEKO und den Markenartikelherstellern über die Weitergabe von Währungsgewinnen.

Ganze Sendung

16. August 2011: Migros kündigt Preisreduktionen auf 500 Artikeln an

Nach Coop kündigt auch die Migros Massnahmen an: 500 Markenartikel sollen bis zu 20% günstiger werden.

14. August 2011: Coop wirft überteurte Produkte aus dem Sortiment

Nun reagiert auch Coop: Weil Ferrero, Mars und L’Oréal die Wechselkursgewinne für sich behalten wollen, kippt der Detailhändler 95 Produkte dieser Hersteller aus dem Sortiment.

12. August 2011: Denner und Spar senken Preise

Der runde Tisch zeigt Wirkung: Sowohl Denner und Spar senken die Preise für einige Produkte.

10. August 2011: SKS verkauft Produkte zu Europreisen

Die SKS machts vor und gibt die Wechselkursgewinne weiter: An ihrem Stand auf dem Bahnhofplatz in Bern können die Passanten zu Preisen einkaufen, wie sie in Deutschland oder Frankreich üblich sind. Ein gutes Geschäft: Viele Produkte kosten nicht einmal halb so viel wie in der Schweiz.

Medienbericht 1

Medienbericht 2

8. August 2011: Runder Tisch wird einberufen

Bundesrat Johann Schneider-Amman sieht ebenfalls Handlungsbedarf und beruft den von der SKS geforderten runden Tisch ein. Mehr Informationen dazu finden Sie im Beitrag des Schweizer Fernsehens.

22. Juli 2011: Konsumenten melden 1000 überteuerte Produkte

Als die SKS die Konsumenten dazu aufruft, überteurte Produkte zu melden, gehen innert kurzer Zeit rund 750 Meldungen mit ca. 1000 Beispielen ein.

14. Juli 2011: SKS fordert runden Tisch

Der Eurokurs ist mittlerweile unter 1.20 Fr. gefallen. Trotzdem werden die Wechselkursgewinne kaum an die Konsumenten weitergegeben. Die SKS fordert Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf, einen runden Tisch einzuberufen, um dieses Problem endlich zu lösen.

Frühling 2011: Adobe im Visier des Konsumentenschutzes

Die SKS deckt auf, dass Adobe seine Software (Photoshop, Acrobat) in der Schweiz teilweise mehr als doppelt so teuer verkauft, wie in den USA.

Herbst 2010: SKS macht weiter Druck auf Detailhändler

Auch im Herbst 2010 sinkt der Eurokurs immer weiter. Die SKS interveniert noch einmal bei den Detailhändlern. Ende Dezember 2010 senken Migros und Coop die Preise für einen grossen Teil ihres Sortiments.

September 2010: SKS verhandelt mit Autoimporteuren

Auto-Schweiz vertritt die Interessen der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure. Als die SKS eine Weitergabe des tiefen Eurokurses an die Schweizer Neuwagenkäufer verlangt, flüchtet man sich in Ausreden, wie zum Beispiel: „Tiefere Preise für Neuwagen gefährden den Absatz von Occasionsfahrzeugen.“

September 2010: Auf Druck der SKS senken die SBB die Billettpreise

Obwohl der Euro im Sommer 2010 ungefähr 1.30 Franken kostet, verrechnen die SBB beim Kauf von Zugfahrten in den Euroraum einen Kurs von 1.56. Der Grund: Die SBB passen den Wechselkurs nur einmal pro Jahr an. Erst nach der Intervention der SKS lenken die Bähnler ein: Seither wird der Wechselkurs immerhin vier Mal pro Jahr angepasst.

Mai 2010: SKS fordert Preissenkungen im Detailhandel

Die SKS wendet sich an die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (Mitglieder sind Migros, Coop, Denner, Manor, Valora und Charles Vögele) und verlangt die Weitergabe von Wechselkursgewinnen. Im Juni 2010 senkt Coop die Preise einiger Produkte unter dem Motto „Für den Euro-Preisabschlag“.

 

 


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