Startseite Medienmitteilungen Hochpreisinsel Schweiz: Nationalrat beschliesst griffige Massnahmen

Hochpreisinsel Schweiz: Nationalrat beschliesst griffige Massnahmen

Ausserordentliche Session „Starker Franken“: SKS grösstenteils zufrieden mit den Entscheiden des Nationalrates

Heute hat der Nationalrat im Rahmen der ausserordentlichen Session „Starker Franken: Bedrohung für den Werkplatz“ zwei wegweisende Beschlüsse zugunsten der Konsumentinnen und Konsumenten gefasst: Die Annahme der von SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo eingereichten Motion 11.3984 ist ein erster wichtiger Schritt im Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz. Die Vorlage hat zum Ziel, dass Schweizer Konsumenten und Unternehmen beim Import von Produktionsmitteln und Konsumgütern nicht mehr überhöhte Preise bezahlen müssen. Ebenfalls angenommen hat der Nationalrat einen Kredit über 500‘000 Franken, damit die Konsumenten gezielt über die Weitergabe von Währungsgewinnen informiert werden können. Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen (acsi, FRC, SKS) begrüsst diese beiden Entscheide. Leider abgelehnt wurden hingegen die Motionen 11.3985 und 11.3986, die mehr Kompetenzen für die Konsumentenschutz-Organisationen und den Preisüberwacher vorgesehen hätten.

Erster Schritt im Kampf gegen Hochpreisinsel Schweiz

Beim Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz macht der Nationalrat Nägel mit Köpfen: Die grosse Kammer hat heute der Motion 11.3984 von SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo zugestimmt. Die Vorlage hat zum Ziel, dass Schweizer Konsumenten und Unternehmen beim Import von Produktionsmitteln und Konsumgütern nicht mehr überhöhte Preise bezahlen müssen.

Schweizer Wirtschaft profitiert dreifach

Von einer solchen Kartellgesetzesänderung würde die Schweizer Wirtschaft gleich dreifach profitieren:

1. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen

Dank tieferen Preisen für importierte Maschinen, Apparate und Produktionsgüter wird die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Wirtschaft verbessert.

2. Tiefere Preise für Konsumenten, weniger Einkaufstourismus

Wenn Schweizer Unternehmen Waren günstiger importieren können, sinken auch die Preise für die Konsumenten. Davon profitiert auch die Wirtschaft, denn viele Schweizer werden ihre Einkäufe wieder in der Schweiz tätigen, anstatt im benachbarten Ausland.

3. Erhöhte Binnennachfrage / Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz

Wenn Schweizer Unternehmen für den Import von Gütern überteuerte Preise bezahlen müssen, fliesst dieses Geld mehrheitlich ins Ausland ab. Wird diese Preisdiskriminierung unterbunden, profitiert die Schweizer Wirtschaft gleich doppelt:

-Einerseits kaufen wieder mehr Schweizer im Inland, anstatt im benachbarten Ausland ein.

-Andererseits bleibt den Konsumenten bei tieferen Preisen für Importprodukte mehr Geld im Portemonnaie – Geld das für den Kauf von anderen (d.h. auch inländischen) Produkten und Dienstleistungen frei wird. Davon wird die Schweizer Wirtschaft profitieren, bestehende Arbeitsplätze werden gesichert und neue geschaffen.

Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen (acsi, FRC, SKS) begrüsst deshalb die Zustimmung des Nationalrates zur Motion 11.3984 ausdrücklich. Die Vorlage geht nun in den Ständerat.

Leider abgelehnt wurden die Motionen 11.3985 und 11.3986, die mehr Kompetenzen für die Konsumentenschutz-Organisationen und den Preisüberwacher vorgesehen hätten.

Währungsgewinne: 500‘000 Franken für eine verbesserte Konsumenteninformation

Mit 88:86 Stimmen hat der Nationalrat einem Kredit über 500‘000 Franken zugestimmt, mit dem die Transparenz bei der Weitergabe von Währungsgewinnen verbessert werden soll. Geplant ist die Einführung einer Internetplattform, auf der die Konsumentinnen und Konsumenten erfahren, bei welchen Produkten die Währungsvorteile (aufgrund des starken Frankens) weitergegeben werden und bei welchen dies nicht der Fall ist. Es ist vorgesehen, dass die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen beim Aufbau dieser Internetplattform einen substanziellen Beitrag leistet.

2 Kommentare zu “Hochpreisinsel Schweiz: Nationalrat beschliesst griffige Massnahmen”



pit almeida

„viele Schweizer werden ihre Einkäufe wieder in der Schweiz tätigen, anstatt im benachbarten Ausland.“ Ob das für Basler nicht ein frommer Wunsch bleibt, denn was das kundengerechte Sortiment und die freundlichen Bedienung im grenznahen Ausland betrifft, so dürfte noch einige Zeit vergehen, bis die Schweiz aufgeholt hat. von den preisen wollen wir
lieber nicht reden



pit almeida

„viele Schweizer werden ihre Einkäufe wieder in der Schweiz tätigen, anstatt im benachbarten Ausland.“ Ob das für Basler nicht ein frommer Wunsch bleibt, denn was das kundengerechte Sortiment und die freundlichen Bedienung im grenznahen Ausland betrifft, so dürfte noch einige Zeit vergehen, bis die Schweiz aufgeholt hat. von den preisen wollen wir
lieber nicht reden

Ratgeber

Miniratgeber: Zölle, Steuern und Co. – grenzenlos einkaufen

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

E-Ratgeber (PDF): Zölle, Steuern und Co. – Grenzenlos einkaufen

Gönnerpreis: 3.50 CHF
Normalpreis: 7.50 CHF

Ratgeber: Online-Shopping

Gönnerpreis: 19.00 CHF
Normalpreis: 24.00 CHF

Hosting von oriented.net