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Starker Franken: SKS fordert einen runden Tisch

Preise von Importgütern müssen endlich deutlich sinken

Der Euro- und der US-Dollarkurs sind auf einem Rekordtief, doch die Preise in der Schweiz sinken praktisch nicht. Die Verantwortung dafür will niemand übernehmen. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) fordert deshalb Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann auf, noch diesen Sommer alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Obwohl der Euro- und der US-Dollar-Kurs derzeit auf einem Rekordtief sind, sinken die Preise der Importprodukte für die Schweizer Konsumenten praktisch nicht. Statt Lösungen zu suchen, schieben sich die beteiligten Akteure gegenseitig die Schuld zu. Für die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kann es so nicht weitergehen: Gestern Mittwoch hat sie Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann schriftlich dazu aufgefordert, noch diesen Sommer einen runden Tisch zu organisieren, um Lösungen für eine verbesserte Weitergabe von Wechselkursgewinnen zu erarbeiten. Teilnehmen an einem solchen Treffen sollten nach Meinung der SKS alle relevanten Stakeholder, unter anderem das Staatssekretariat für Wirtschaft seco, die Wettbewerbskommission WEKO, der Preisüberwacher, Wirtschafts- und Gewerbeverbände, Detailhändler, Importeure und Konsumentenschutz-Organisationen.

Eine rasche Weitergabe der Wechselkursgewinne ist notwendiger denn je: Da die Exportwirtschaft unter dem starken Franken leidet, kann nur eine steigende Nachfrage der privaten Haushalte einen Konjunktureinbruch verhindern. Eine Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Wechselkursgewinne an die Endkonsumenten weitergeben werden. Dies ist zurzeit praktisch nicht der Fall. Viele Schweizer Detailhändler wehren sich gegen den Vorwurf, dass sie Wechselkursgewinne einbehalten und argumentieren, diese Gewinne würden von den ausländischen Herstellern oder den Generalimporteuren abgeschöpft. Die WEKO wiederum stellt sich auf den Standpunkt, ausreichende Massnahmen gegen solche Behinderungen des wirksamen Wettbewerbs ergriffen zu haben. Dieses Schwarzpeterspiel bringt keine Lösungen: Deshalb braucht es jetzt einen runden Tisch unter der Leitung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements.

Ein Kommentar zu “Starker Franken: SKS fordert einen runden Tisch”



Ritz Alfred

die Konsumentenschutz-Organisation überschätzt sich oft in der Wirksamkeit von ihren Massnahmen. Im vorliegenden Fall der Währungsdifferenzen muss der Markt die Sache regulieren. Hier handelt es sich in der Mehrheit der Fälle nicht um Absprachen, sondern der Leidensdruck ist noch nicht so heftig. Sollte der EURO noch längere Zeit auf dem aktuellen
Niveau bleiben, dann werden die Preisanpassungen bald einmal vollzogen. Die EURO-Angelegenheit wird die Schweiz noch geraume Zeit beschäftigen, da zu viele Spekulanten und Marktverzerrer am Werk sind. Kurzfritige Massnahmen gegen diese Machenschaften gibt es kaum.

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