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Erfolge

Spektakuläre Erfolge sind nicht das tägliche Brot einer Konsumentenschutz-Organisation. Es braucht einen langen Atem, um Erfolge für Konsument:innen zu erzielen. Dank Ausdauer und grossem Engagement kann der Konsumentenschutz jedoch zahlreiche Erfolge und Verbesserungen für die Konsument:innen aufweisen. Wir haben ein paar Rosinen herausgepickt.

Sieg in erster Instanz: Das Bezirksgericht Zürich heisst die Klage des Konsumentenschutzes gegen rechtswidrige AGB der Sunrise gut. Kund:innen von Sunrise sollen in Zukunft wieder schriftlich und nicht nur per Chat oder Telefon kündigen können. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da Sunrise den Fall weiterzieht.
Nach einer Beschwerde vom Konsumentenschutz interveniert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) gegen die irreführenden Preisanschriften von IKEA. Die gross angeschriebenen «Familienpreise» gelten nur für «IKEA Family»-Mitglieder. Der reguläre, teils massiv höhere Preis fand sich auf dem Preisschild gut versteckt im Kleingedruckten. IKEA hat gleichentags angekündigt, die Preisschilder für 15'000 Produkte anzupassen.
Der Konsumentenschutz lanciert im Januar mit Unterstützung der Stiftung Mercator eine Awareness-Website gegen Dark Patterns im digitalen Raum. Auf www.da-pa.ch wird anschaulich aufgezeigt, wie Webseiten und Online-Shops unsere (Konsum-)Entscheidungen manipulieren und wie manipulative Elemente und Designs erkannt werden können. Die fortlaufend ergänzte "Hall of Shame" sammelt und beleuchtet besonders dreiste Fälle.
Der Konsumentenschutz verhindert zusammen mit anderen Verbänden gravierende Aufweichungen des Kartellgesetzes. So konnte beispielsweise verteidigt werden, dass der Bund bereits präventiv gegen Kartelle vorgehen kann, bevor diese wirtschaftlichen Schaden anrichten.
Auf Druck des Konsumentenschutzes haben nun alle Schweizer Telekomanbieterinnen den Werbeanruf-Filter standardmässig eingeschaltet, sodass auch technisch weniger Versierte von dem wirkungsvollen Schutz profitieren. Zudem wurde im Verbund mit anderen Organisationen erreicht, dass ab 2026 Schweizer Telefonnummern nicht mehr von ausländischen Callcentern für sogenanntes Spoofing missbraucht werden können.
Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) gibt der Greenwashing-Beschwerde des Konsumentenschutzes gegen Plenty recht: Die Werbung von Plenty für ihr «kompostierbares» Haushaltspapier täuscht Konsument:innen. Plenty entfernt das irreführende Werbeversprechen.
Im August 2025 eröffnet das 250. ehrenamtliche Repair Café der Schweiz. Das schnelle Wachstum der vom Konsumentenschutz lancierten und unterstützten Reparaturbewegung sendet ein deutliches Zeichen für die Relevanz von Kreislaufwirtschaft und das Recht zu reparieren.
Auf dem unabhängigen Krankenkassen-Prämienvergleich des Konsumentenschutzes wurden mittlerweile über 100'000 Prämienvergleiche gemacht. Das kostenlose Tool erfreut sich bei Konsument:innen grosser Beliebtheit und wird fleissig genutzt.
Greenwashing ist bei Unternehmen voll im Trend – das ökologische Engagement wird mit übertriebenen oder falschen Aussagen beworben. Drei Beschwerden des Konsumentenschutzes werden von der Lauterkeitskommission gutgeheissen. Einem Aufruf, Beschwerden auch an das SECO einzureichen, folgen über tausend Personen. Der Konsumentenschutz fordert einen definierten Standard für Unternehmensnachhaltigkeit, auf den sich die Werbung stützen muss.
Die Stiftung für Konsumentenschutz feiert 60 Jahre hartnäckigen Einsatz für Konsument:innen in der Deutschschweiz. Dank viel Engagement und Ausdauer, aber vor allem dank der breiten Unterstützung zahlreicher Gönner:innen konnte viel erreicht werden. Wir sagen Danke und machen weiter!
Hinter dem sperrigen Namen "Regulierungsbremse" versteckt sich ein Angriff auf die Demokratie und die Rechte der Konsument:innen. Sie sollte dafür sorgen, dass die Interessen der Unternehmen im Parlament systematisch höher gewichtet werden sollen. Der Konsumentenschutz hat dieses höchst fragwürdige Ansinnen abwehren können.
2022 trat das Geoblocking-Verbot in Kraft. Dieses untersagt ausländischen Online-Shops, Kund:innen auf die Schweizer Website umzuleiten. Auf dieser waren die Preise dann häufig massiv höher. Eine Marktrecherche des Konsumentenschutzes zeigt, dass sich die meisten Anbieter:innen an die neue Regel halten.
Dank strengeren Regeln für Krankenkassen-Werbeanrufe werden Versicherte ab 2023 von den ärgerlichen Anrufen entlastet. Auch dank dem Einsatz des Konsumentenschutzes hat das Parlament Obergrenzen für Provisionen sowie strengere Regeln für telefonische Akquise beschlossen. Die damalige Konsumentenschutz-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo hat bereits 2017 einen entsprechenden Vorstoss eingereicht.
Der Konsumentenschutz schaltet seinen Krankenkassen-Fairness-Check online. Mit dem Tool können Konsument:innen die AVB ihrer Krankenkassen auf unfaire Klauseln und Sanktionen durchleuchten.
Hohe Handy-Rechnungen nach Auslandaufenthalten gehören der Vergangenheit an: Nach Verhandlungen mit dem Konsumentenschutz hat Salt als letzter der drei grossen Schweizer Telekomanbieter Abos lanciert, die wirksam vor hohen Roaming-Kosten schützen. Der Konsumentenschutz hatte sich über viele Jahren gegen hohe Roaming-Rechnungen engagiert und freut sich, dass dieses Problem nun vom Tisch ist.
Erfolg beim Thema Preiszuschlag Schweiz: Unter dem Druck der «FairPreis-Initiative» des Konsumentenschutzes erliess  das Parlament einen Gegenvorschlag, der seit 2022 in Kraft ist. Kernstück der neuen Bestimmungen ist ein Verbot von Preisdiskriminierungen im Online-Handel. Das sogenannte Geoblocking ist nun verboten.
Der schweizweite Reparaturtag im Oktober etabliert sich: 2021 wurde in 30 Repair Cafés repariert. Über 700 Gegenstände erhielten ein zweites Leben. Auf der Repair-Café-Plattform des Konsumentenschutzes sind nun über 160 aktive Reparatur-Initiativen registriert.
Dank dem Konsumentenschutz gab es beim Ärgernis Roamingkosten Fortschritte: Seit Juli 2021 kann man sich eine individuelle Kostenlimite setzen und so hohe Roaming-Rechnungen verhindern.
Der Konsumentenschutz schaltet den Krankenkassen-Prämienvergleich live. Er ermöglicht Konsument:innen einen unabhängigen und vollständigen Vergleich aller kommenden Prämien, ganz ohne versteckte Kosten oder Interessen. Benutzer:innen, die ein besser passendes Angebot finden, können dank der integrierten Briefvorlagen innert Minuten ihre Krankenkasse wechseln.
Grosserfolg Telefonmarketing: Ab sofort machen sich nicht nur Callcenter, sondern auch die auftraggebenden Firmen strafbar, wenn sie den Sterneintrag im Telefonbuch missachten. Zudem müssen dank der Initiative des Konsumentenschutzes alle Telekom-Unternehmen einen Werbeanruf-Filter anbieten - dies ergab eine massive Eindämmung der unerwünschten Werbeanrufe.
Nach der Einführung durch die Swisscom blockiert seit diesem Jahr nun auch sunrise unerwünschte Werbeanrufe, bevor diese durchgestellt werden. Das ist das Resultat eines runden Tisches mit allen Schweizer Telekomunternehmen, den der Konsumentenschutz initiiert und organisiert hatte
Nach jahrelangem Hickhack erzielt der Konsumentenschutz bei der Deklaration der Nährwerte auf verarbeiteten Lebensmitteln einen Erfolg: Der Nutri-Score gewinnt auch in der Schweiz an Boden. Coop und Migros kennzeichnen probeweise erste Produkte aus ihrem Sortiment mit dieser Nährwertampel. Migros wird sich anschliessend für diese Kennzeichnung entscheiden.
Der Konsumentenschutz hat bei der Änderung des Fernmeldegesetzes zahlreiche Verbesserungen für die Telekomkunden erreicht. Unter anderem sind jetzt Werbeanruffilter für alle Telekomanbieter obligatorisch.
Trotz intensivem Lobbying durch die grossen Fernsehsender, konnte der Konsumentenschutz zusammen mit anderen Organisationen das Parlament überzeugen, das zeitversetzte Fernsehen beizubehalten. Die Sender fürchteten um schwindende Werbeeinahmen, da Werbung beim zeitversetzten Fernsehen überspult werden kann.
Anfangs Jahr wurde das 100. Repair-Café der Schweiz eröffnet. Über 15’000 Gegenstände und Geräte wurden in diesem Jahr vor dem Abfall bewahrt. Vor fünf Jahren startete der Konsumentenschutz in Bern das erste Repair-Café, entliess es nach grossem Erfolg als Spin-off und unterstützte jede weitere Reparatur-Initiative mit Know-How, Geld, Netzwerk und der Webplattform www.repair-cafe.ch.
Bibliothek, zum Dinge ausleihen: Der Konsumentenschutz gründet in Bern die erste LeihBar der Schweiz. Geräte und Gegenstände aller Art können dort, wie in einer Bibliothek, entliehen werden zum Gebrauch. Bei Erfolg wird das Projekt, wie schon bei den Repair-Cafés, in die ganze Schweiz ausgerollt
Täuschende Angaben: Die Lebensmittelindustrie verzichtet aufgrund des grossen Drucks des Konsumentenschutzes und seiner Verbündeten in Europa auf die Einführung einer irreführenden Nährwert-Ampel.
Sieg vor Bundesgericht: Mit vier Musterklagen erzwingt der Konsumentenschutz die Rückzahlung der zu Unrecht erhobenen Mehrwertsteuer auf Radio- und Fernsehgebühren. Daraufhin lenkt das Bundesamt für Kommunikation in die zentrale Forderung des Konsumentenschutzes ein: die pauschale Rückererstattung an alle Haushalte.
Keine Abschaffung des Replay-TV dank klugem Lobbying des Konsumentenschutzes.
Der Konsumentenschutz reicht wegen des Abgasskandals im Rahmen eines neuartigen Klageprojekts gegen Volkswagen und die AMAG eine Verbandsklage und für 6’000 Geschädigte am Handelsgericht Zürich eine Schadenersatzklage ein.
Die Volksinitiative Stopp der Hochpreisinsel – für faire Preise wird gültig eingereicht.
Erfolg bei der Bekämpfung der unerwünschten telefonischen Werbeanrufe: Dank der Bemühungen des Konsumentenschutzes führt die Swisscom für ihre Handy und Festnetzkunden den „Callfilter“ ein, der Werbeanrufe herausfiltert.
Die Reparaturplattform repair-cafe.ch geht online.
Die SKS lanciert mit ihren KMU-Partnern zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Volksinitiative, die Fair-Preis-Initiative: „Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise“. Sie zielt damit auf eine Verschärfung des Kartellrechts und die Wiederherstellung des Preiswettbewerbs bei Importprodukten.
Die Post strafft ihr Sortiment in den Poststellen und entfernt endlich auch die Süssigkeiten und Kioskwaren. Den „Gemischtwarenladen Post“ hatte die Allianz seit langem kritisiert, insbesondere auch die „Quengelwaren“ bei den Schaltern.
führt Coop für die Gratiskreditkarte Gebühren ein. Der Erhalt von E-Rechnungen soll künftig 50 Rappen kosten. Mit ihrer direkten Intervention konnte die SKS durchsetzen, dass der Erhalt von E-Rechnungen kostenlos bleibt.
Coop und Migros entfernen glyphosathaltige Herbizide aus dem Sortiment.
Anrufe auf 0800-Nummern sind seit dem 1. Januar 2015 gratis.
gründet die SKS das erste Repair Café in Bern. Inzwischen wurde ein Verein gegründet und es sind in der ganzen Schweiz Repair Cafés entstanden.
stimmt die Post den Forderungen der SKS zu: Poststellen akzeptieren ab Ende 2016 zum Bezahlen nicht nur die Postfinance Karte oder Bargeld, sondern auch Debitkarten von Banken.
schaffen Orange, Sunrise und Swisscom die automatische Verlängerung des Handyvertrags ab.
wird das Swissness-Gesetz verabschiedet, dank dem die Konsument:innen sicher sein können, dass Schweizer Lebensmittel und Produkte diese Bezeichnung auch verdienen.
erreicht die SKS, dass die SBB ihre kundenunfreundlichen Bedingungen – etwa kein Billetverkauf mehr auf den Fernzügen und die Bussenhandhabung – wieder etwas kulanter auslegt.
ziehen Pharmaunternehmen endlich ihre Rekurse gegen längst fällige Preissenkungen zurück.
bringt die neue Preisbekanntgabe-Verordnung (PBV) mehr Transparenz für Konsument:innen. Veterinäre, Hörgerät-Anbieter, Notare und Bestattungsinstitute wurden der Preisbekanntgabe unterstellt und müssen in Zukunft den Gesamtpreis für die von ihnen angebotenen Dienstleistungen bekannt geben.
ist Schluss mit überhöhten Verzollungsgebühren. Der Preisüberwacher kann jetzt Spediteure, welche unverhältnismässig hohe Verzollungsgebühren verrechnen, dazu zwingen, die so genannte vereinfachte Zollanmeldung anzuwenden, welche weniger Kosten mit sich zieht.
wird die Garantiefrist auf zwei Jahre verlängert.
wird das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG) verschärft und Verbesserungen wie das Verbot von missbräuchlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eingeführt.
schafft es die SKS, die Hochpreisinsel Schweiz auf die politische Agenda zu hieven: Der Bundesrat unterstützt die Preisvergleichsplattform Preisbarometer.ch (2023 eingestellt) und packt die Revision des Kartellgesetzes an.
wird die langjährige SKS-Geschäftsleiterin und Stiftungsratspräsidentin Simonetta Sommaruga in den Bundesrat gewählt.