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Nährwertkennzeichnung: Industrie verzichtet auf Ampelkniff

Eigentlich ist es ein Widerspruch: Seit Jahren kämpft der Konsumentenschutz für eine einfache Nährwertkennzeichnung vorne auf den Lebensmittelverpackungen und jetzt applaudiert er, dass die Lebensmittelindustrie ein solches Projekt fallen lässt. Der Grund ist der: Die Industrie-Ampel wäre verwirrend und irreführend gewesen.

Die Konsumentinnen und Konsumenten wünschen eine einfache, verständliche Nährwertkennzeichnung auf den Lebensmitteln, aber sie wollen nicht die irreführende Kennzeichnung der Industrie, das hat eine Umfrage des Konsumentenschutzes, der FRC und ACSI klar gezeigt. Aber auch die Lebensmittelindustrie sperrt sich nicht mehr mit Händen und Füssen gegen mehr Transparenz in Bezug auf den Nährwert eines Lebensmittels. Denn der Druck auf die Lebensmittelindustrie ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, die Forderung nach einer leicht verständlichen Nährwertkennzeichnung vorne auf den Packungen wurde unüberhörbar.

Damit sie sich nicht plötzlich mit verbindliche, strengen gesetzlichen Auflagen konfrontiert sahen, haben fünf grosse Konzerne – Mondelez, Nestlé, Pepsico, Coca Cola und Unilever – beschlossen, dass sie sich europaweit dem englischen Ampelssystem anschliessen werden. Allerdings mit einem wichtigen Unterschied: Sie wollten die Angaben nicht auf 100 Gramm berechnen, sondern nach Portionengrösse. Diese Portionen sollten allerdings so unrealistisch klein ausfallen, dass selbst auf Produkten wie Nutella, das zu 90 Prozent aus Fett und Zucker besteht, keine einzige Ampelfarbe rot gezeigt hätte.

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Der Widerstand in der Schweiz wie auch in Europa gegen diese irreführende Auszeichnung war gross – und erfolgreich: Die fünf Lebensmittelkonzerne teilten diese Woche mit, dass sie auf die Einführung ihres Nährwertsystems verzichten. Für den Konsumentenschutz ein sehr positives Zeichen: Damit werden die Chancen erhöht, dass sich ein System auf dem Markt durchsetzen kann und nicht mehrere Kennzeichnungsarten die Konsumenten verwirren.

Der Konsumentenschutz und die Partnerorganisationen FRC und ACSI werden sich dafür einsetzen, dass der französische NutriScore gewählt wird. Dieser nimmt eine Gesamtbewertung des Nährwertprofils eines Produktes vor, indem günstige und ungünstige Nährwertbestandteile mit Punkten bewertet und in die Berechnung einbezogen werden. Das  Ergebnis mit einer fünfstufigen Farbskala dargestellt, die zugleich mit den Buchstaben A-E hinterlegt ist. Die Kennzeichnung wurde von französischen Wissenschaftlern entwickelt und wird von der französischen, der belgischen und auch der spanischen Regierung offiziell empfohlen.


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