Startseite Themen Anrufe auf 0800-Nummern sollen wirklich gratis werden

Anrufe auf 0800-Nummern sollen wirklich gratis werden

telefonDer Bundesrat hat heute mehrere Verordnungsanpassungen im Telekommunikationsbereich beschlossen. Das sind die wichtigsten Änderungen:
-Anrufe auf 0800-Nummern sollen künftig auch wirklich gratis sein. Bisher waren solche Anrufe je nach Anbieter mit Kosten verbunden, zum Beispiel wenn man für den Anruf das Handy benutzt hat. Die SKS begrüsst diese Änderung.

-Die Vorwahl 058 steht für sogenannte Business-Nummern. Viele Unternehmungen, aber auch der Bund, verwenden solche Telefonnummern. Das Problem: Obwohl solche Nummern nach einer regionalen Vorwahl aussehen sind Anrufe oft teurer und zudem für viele Kunden, die einen Telefonvertrag mit Flatrate oder Inklusivminuten haben, nicht inbegriffen. Neu müssen Anrufer mittels Telefonansage informiert werden, wenn der Anruf mehr kostet als auf eine gewöhnliche Festnetznummer.

-Zur Grundversorgung der Schweizer Haushalte gehört ab 1. Januar 2015 ein Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von 2Mbit/Sekunde. Bisher betrug die minimale Geschwindigkeit 1Mbit/Sekunde. Die Grundversorgung wird durch die Swisscom erbracht. Da auch 2Mbit/Sekunde heutigen Ansprüchen an ein einigermassen schnelles Internet nicht genügen, fordert die SKS eine schrittweise Erhöhung auf 6Mbit/Sekunde. Berechnungsbeispiel: 2 Mbit (Megabit) entsprechen 0,25 Megabyte. Wer also mit einem Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von 2Mbit/Sekunde ein Bild mit einer Grösse von 10 Megabyte herunterladen will, muss dafür mit einer Download-Zeit von 40 Sekunden rechnen.

-Beim sogenannten „Spoofing“ sendet der Anrufer nebst dem Telefonsignal auch noch eine falsche Telefonnummer mit, die auf dem Telefondisplay der angerufenen Person erscheint. Das Ziel ist, dass der oder die Angerufene davon ausgeht, es handle sich um ein Telefonat aus der Region, und so den Anruf entgegennimmt. Opfer dieser Masche sind nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch Privatpersonen und Unternehmungen, deren Telefonnummern missbräuchlich verwendet werden, und die deshalb verärgerten Rückanrufern erklären müssen, dass nicht sie hinter den Werbeanrufen stecken. Täter sind in der Regel im Ausland stationierte Callcenter. Der Bundesrat sieht nun vor, dass der Inhaber einer Nummer alle Anrufe, bei der seine Nummer unbefugt verwendet wird, sperren lassen kann. Dies ist sicher ein gewisser Fortschritt für die Inhaber von missbräuchlich verwendeten Nummern, jedoch können findige Callcenter natürlich einfach eine neue Nummer unbefugt verwenden.

-Bei der Preisbekanntgabe im Internet hat der Bundesrat eine Gesetzeslücke geschlossen. Neu muss der Preis eines Angebotes in der Nähe des „Kaufen-Knopfs“ platziert sein. Die SKS begrüsst diese Neuregelung, da es bisher immer wieder getäuschte Konsumenten gab.

Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Das können Sie tun

💥Meldung machen

Medienmitteilungen zum Thema
Alle News anzeigen
Nützliches

Ich mache an die SKS zum Thema 'Anrufe auf 0800-Nummern sollen wirklich gratis werden' folgende Meldung:

Vielen Dank für Ihre Meldung.
Die Meldung wird an die Projektleitung geschickt und fliesst in die Projektarbeit ein.

Es ist ein unbekannter Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später nochmals.


Ratgeber

Miniratgeber: Vorsicht Betrug!

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Miniratgeber: Digitales Erbe planen und verwalten

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Miniratgeber: Jugendliche, Geld und Recht

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF


Hosting von oriented.net