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Coop Supercard: Privatsphäre gegen Superpunkte

coop supercard screenshot supercard.chDie Coop Supercard hat seit dem 3. Juli 2017 neue Geschäftsbedingungen (AGB). Neu im Supercard-Programm integriert sind der Hello Family Club, Mondovino sowie Passabene. Bedenklich ist vor allem die Erweiterung der Kundenanalyse. Ebenfalls problematisch ist, dass nun auch das Passabene-Programm einbezogen ist. Die neuen Klauseln werden durch die Benutzung der Supercard von den Kunden automatisch akzeptiert.

Zwar wird mit den neuen AGB nichts wirklich Neues eingeführt. Schon bisher erstellte Coop mit den Daten Kundenprofile und teilte die einzelnen Kunden in Vertrauensstufen ein. Durch den Zusammenschluss der einzelnen Programme und den neuen Geschäftsbedingungen werden diese Praktiken aber erweitert und optimiert. Wohlwissend, dass Verletzungen ihrer Privatsphäre nicht goutiert werden, gewöhnt Coop die Kunden schrittweise daran.

Der Datenschatz, der durch die Coop Supercard zusammenkommt, ist riesig! Anders als Coop kennt die Migros bereits personalisierte Cumulus-Gutscheine. Erst auf öffentlichen Druck des Konsumentenschutzes hin deklariert die Migros diese nun auch als solche. Bald kommt aber auch der Tag, an dem auch Coop die Kundeninformationen aus der Coop Supercard verwerten wird. Aktuell passiert mit den Daten der Coop Supercard unter anderem Folgendes:

Kundenprofil

Coop erstellt ein Kundenprofil, welches das Konsumverhalten der einzelnen Kunden detailliert widerspiegelt. Coop nennt dies „Warenkorbanalyse“. Gemäss den Geschäftsbedingungen setzt sich das Kundenprofil aus folgenden Daten zusammen:

• Kontakt und Einkaufsdaten des Teilnehmers.
• Daten des Teilnehmers beim Zugriff auf die digitalen Kanäle der Coop.
• Daten, die der Teilnehmer Coop und den Subunternehmen der Coop-Gruppe mitgeteilt hat. Dazu gehören die Einkaufsdaten: was wurde in welcher Kombination, zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Preis gekauft.

Beim Zugriff auf die digitalen Kanäle werden zudem Informationen aus den Stammdaten (z.B. IP-Adresse) und Bewegungsdaten (z.B. Klickverhalten) erhoben. Diese höchstpersönlichen Daten weisen einen direkten Bezug zu einer Person auf und dürfen von Coop auch für Werbezwecke benutzt werden.

Vertrauensstufen

Das „Rating“ beim Passabeneprogramm teilt die Kunden in verschiedene Vertrauensstufen ein. Wer einen Artikel beim Self-Scanning nicht einscannt (ob Absicht oder nicht), fällt in eine tiefere Vertrauensstufe und wird anschliessend öfters kontrolliert. Coop kann Personen mit einer tiefen Vertrauensstufe gänzlich vom Passabene-System ausschliessen.

Gerade in diesem besonders sensiblen Bereich lässt Coop es massiv an der nötigen Transparenz fehlen. Denn hier werden die Daten nicht nur analysiert, sondern auch be- und verwertet. Die Geschäftsbedingungen geben keine Auskunft darüber, wie viele Vertrauensstufen vorgesehen sind, welche Stufe welche Auswirkung hat, ob die Wertung für alle Kunden gleich gilt, ob man auch wieder aufsteigen kann im Vertrauen und welche Auswirkungen das Rating auf die übrigen Coop-Kundenbeziehungen hat. Könnte es beispielsweise passieren, dass ein Kunde plötzlich eine höhere Versicherungsprämie bezahlen muss, weil er in einer schlechteren Vertrauensstufe ist?

Die Privatsphäre ist viel wertvoller als Superpunkte

Für den Konsumentenschutz ist klar: Die Kundenkarten sind für alle Detaillisten (Migros, Coop oder andere) riesige Goldgruben. Die Aktionen, die die Kunden fürs Hergeben der Informationen erhalten, wiegen deren Wert bei Weitem nicht auf.

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Lesen Sie zum Thema: Mehr Umsatz für die Migros – dank Cumulus-Rabattgutscheinen.


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