So unterschiedlich viel kostet eine Abkühlung an einem heissen Sommertag
Der Konsumentenschutz hat die Kosten eines Badetags in 14 Schweizer Freibädern verglichen und ist auf grosse Preisunterschiede gestossen: Am tiefsten muss man in Chur in die Tasche greifen, dort sind die Eintrittspreise am höchsten. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Verpflegung: Für Mineralwasser zahlt man in Frauenfeld fast doppelt so viel wie in Biel. In Freiburg kostet dieses sogar mehr als eine gesüsste Cola. Wer sich eine Wasserglacé gönnen möchte, zahlt in Zürich und Luzern doppelt so viel wie in St. Gallen und Zug.
Diesen Sommer stiegen die Temperaturen vielerorts auf neue Rekordwerte. Kein Wunder, dass unzählige Leute Abkühlung im nächsten Freibad suchen. Der Konsumentenschutz hat die Eintrittspreise für Erwachsene sowie die Kosten für eine Wasserglacé, ein Mineralwasser und eine Cola verglichen.
Eintrittspreis fällt am meisten ins Gewicht
In einigen Städten wie Bern oder Zug werden die Freibäder durch Steuergelder (mit)finanziert und sind für die Besuchenden kostenlos. Im Schnitt zahlt eine erwachsene Person aber rund 6.50 Franken, um sich in einer Badi abzukühlen. In Chur kostet der Eintritt fast doppelt so viel.

Glacé gegen die Hitze
Ein Sandwich, frische Früchte und genug zu trinken kann man gut von zuhause mitnehmen. Wer sich aber im Freibad eine Glacé gönnen will, muss sie vor Ort kaufen. Auch hier hat der Konsumentenschutz grosse Preisunterschiede festgestellt: Eine Wasserglacé kostet in Zürich, Luzern und Emmen doppelt so viel wie in Zug, St. Gallen, Gossau oder Freiburg.

Mineralwasser oder Cola?
Wer sein mitgebrachtes, mittlerweile lauwarmes Getränk durch ein kühles ersetzen will, zahlt im Schnitt 4.50 Franken für einen halben Liter Wasser. Die Wasserpreise schwanken stärker als die Preise für das braune Süssgetränk. Erstaunlich: In sieben Freibädern kostet ein halber Liter Cola gleich viel wie Wasser. In Freiburg kostet ein Wasser sogar mehr als die koffeinhaltige Limonade. Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, kritisiert: «Aus gesundheitlicher Sicht ist es sehr bedenklich, wenn Süssgetränke wie eine Cola günstiger angeboten werden als ein Mineralwasser. Das sendet ein völlig falsches Signal – insbesondere für Kinder und Jugendliche ist es doppelt verlockend, die ungesündere Variante zu wählen.»

Hitzesommer werden sich häufen
Ob im Freibad, im Fluss oder am Badesee: Eine Abkühlung im kühlen Wasser macht einen heissen Sommertag erträglicher. «Der voranschreitende Klimawandel wird auch künftig Hitzewellen und extreme Temperaturen mit sich bringen», warnt Sara Stalder. «Umso wichtiger wird es, dass sich an einem Hitzetag alle eine Abkühlung leisten können. Wie unsere Erhebung zeigt, kann ein Tag in der Badi besonders für Familien schnell teuer werden.»
