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Auffangnetz auch für die Konsumenten spannen

Unternehmen und Arbeitnehmer haben in dieser herausfordernden Zeit rasch und unbürokratisch Hilfe zur Seite gestellt bekommen. Der Konsumentenschutz fordert einen Härtefallfonds für Konsumenten, welche durch die Maschen dieser Auffangnetze fallen. Zudem zeigt der Konsumentenschutz mit einer umfangreichen Liste, wie die Konsumenten zu ihrem Recht kommen und gegenüber den betroffenen Veranstaltern und Anbietern trotzdem kulant sein können.

Der Konsumentenschutz begrüsst das entschlossene Vorgehen des Bundesrates und die unbürokratischen Lösungen, um die Schweizer Volkswirtschaft in dieser Krise zu stützen. Es muss aber nicht nur den Produzenten und Anbietern, sondern auch den Konsumentinnen und Konsumenten geholfen werden. Dies ist notwendig, um Härtefälle abzufedern und den  Privatkonsum als wichtigste Stütze unseres Wirtschaftssystems zu stärken.

Auffangnetz schaffen
Durch die Maschen des Auffangnetzes, welches der Bund und die Kantone gespannt haben, fallen eine Reihe von Betroffenen: (Teil-)Selbständigerwerbende ohne eigene Firma, Freischaffende oder solche, welche  mit einer kleinen, allenfalls unregelmässigen Arbeit einen Beitrag zum (Familien-)Einkommen leisten und indirekt durch die Krise Einnahmeinbussen erleiden. Auch betroffen können Personen sein, die durch die Betreuung von Risikopersonen wochenlang deutlich höhere Ausgaben haben. Der Konsumentenschutz fordert vom Bundesrat deshalb, einen Härtefallfonds zu bilden. Die Auszahlung soll einfach und unbürokratisch erfolgen. Selbstverständlich gilt es, Regeln aufzustellen, um Missbrauch vorzubeugen (Dauer, Einkommensobergrenze, Einnahmenausfallquote). Konsumentenschutz-Geschäftsleiterin Sara Stalder warnt: «Werden die Konsumenten vom Bund und den Unternehmen im Stich gelassen, wird auch der wirtschaftliche Wiederaufschwung nach der Corona-Krise auf sich warten lassen.» Es sei daher wichtig, diese noch bestehende Lücke umgehend zu schliessen.

Gegenseitiges Entgegenkommen notwendig
Der Konsumentenschutz fordert die Anbieter auf, die geltenden Rechte ihrer Kundinnen und Kunden trotz der schwierigen Situation zu wahren. Die Konsumenten unterstützen die Anbieter als Steuerzahler, im Gegenzug sollen diese im Härtefall ihren Kunden entgegenkommen. Besonders gefordert sind beispielsweise Reiseanbieter und Event-Veranstalter. Kulant zeigen müssen sich vor allem Versicherer, die mit Verweis auf den Unterschied Pandemie/Epidemie Konsumenten und KMU Entschädigungen verweigern. Gemeint sind mit der Forderung auch Fluggesellschaften, die gesetzlich geschuldete Rückerstattungen verweigern oder aber der öffentliche Verkehr, der sich bei der Hinterlegung und Entschädigung für Abonnemente noch schwer tut.

Wenn die Situation es ihnen erlaubt, legt der Konsumentenschutz den Konsumentinnen und Konsumenten nahe, sich gegenüber den Anbietern kulant zu zeigen. Wer Anrecht auf Rückerstattung hat, diese aber nicht unbedingt beanspruchen will, kann eine andere Lösung vorschlagen. Mögliche Alternativen zeigt diese Liste auf.

Liste mit alternativen Lösungen

Positionspapier

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