Startseite Medienmitteilungen Pakettarife 2018: Post schafft Gebühr für Zollstichproben ab

Pakettarife 2018: Post schafft Gebühr für Zollstichproben ab

post_PaketDie Änderungen der Posttarife 2018, welche die Post heute als gute Neuigkeit für Privatkunden anpreist, bringen den Konsumenten Vor- und Nachteile. Bei den A- und B-Post-Brieftarifen gibt es keine Änderungen. Mit Erleichterung nimmt die Stiftung für Konsumentenschutz zudem zur Kenntnis, dass die unberechenbare Stichprobengebühr (Zollrevisionsgebühr) der Post ersatzlos verschwindet. Diese verursachte stets grossen Unmut bei den Betroffenen. Der Konsumentenschutz hatte die Post aufgefordert, diese unsägliche Gebühr einzustellen. Nicht nachvollziehbar ist die Vergrösserung der Preis- bzw. Gewichtsstufen bei Paketen. Diese führt im Gegenzug zu einer Mehrbelastung der Privatkunden.

Die willkürliche und unverständliche Gebührenpraxis für Paket-Zollkontrollen durch die Post führte in den vergangenen Jahren bei den Konsumentinnen und Konsumenten zu grossem Unmut. Nach einem Zufallsprinzip wurden Pakete am Zoll überprüft und den betroffenen Empfängern pro Prüfung 13 Franken in Rechnung gestellt. Immer wieder meldeten sich Konsumentinnen und Konsumenten beim Konsumentenschutz, da sie diese Praxis nicht nachvollziehen konnten oder weil sie innerhalb kurzer Zeit diese willkürliche Gebühr mehrfach bezahlen mussten.

Abschaffung mit Verzögerung

Seit Langem fordert der Konsumentenschutz die Abschaffung dieser ärgerlichen Gebühr. Die Post liess sich hingegen viel Zeit. Das Parlament sprach sich in der letzten Frühjahrssession für eine gesetzliche Anpassung aus. Die Abschaffung dieser unsäglichen Stichprobengebühren erfolgt keineswegs freiwillig – und erst noch mit Verzögerung.

Versteckte Preiserhöhung

Die Preise für die A- und B-Post-Briefe bleiben unverändert. Unverständlich ist für den Konsumentenschutz hingegen, dass bei den Paketen die Abstände der Preis- und Gewichtsstufen vergrössert werden: dies führt letztlich zu einer Mehrbelastung der Privatkunden. Wie letzte Woche bekannt wurde, liefert die Post im kommenden Jahr keine Pakete mehr an Postfachadressen aus. Entsprechende Ausweichmöglichkeiten für die Zustellung von Paketen sind ausserhalb der Ballungszentren nur ungenügend vorhanden. Damit werden Privatkunden gleich mehrfach schlechter gestellt. „Die Strategie der Post ist angesichts des steigenden Versandvolumens unverständlich. Im harten Konkurrenzkampf im Kurier- und Expressmarkt würde es ihr besser anstehen, sich gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten als besonders zuvorkommende Paket-Zustellerin auszuzeichnen“, stellt Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes fest.

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