Startseite Medienmitteilungen Abgasskandal: SKS sistiert Verhandlungen mit AMAG

Abgasskandal: SKS sistiert Verhandlungen mit AMAG

Abgas-SkandalDie Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen verhandelt seit Oktober 2015 mit der AMAG über eine angemessene Entschädigung für VW-Kunden. Die AMAG stellt sich kategorisch auf den Standpunkt, dass bei den betroffenen Fahrzeughaltern kein finanzieller Schaden entstanden sein könne – obwohl ihr die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) einige nachweisliche Schadenfälle vorlegte. Auf dieser Basis ist eine Einigung unmöglich. Daher zieht sich die SKS vorläufig aus den Verhandlungen zurück. Sobald unabhängige Tests zeigen, welche Auswirkungen die Software-Updates und Umbauten bei den betroffenen Fahrzeugen auf Leistung, Fahreigenschaften und Verbrauch haben, können die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

Seit Bekanntwerden des Abgas-Betruges erreichen die SKS laufend Meldungen von betroffenen Fahrzeughaltern über konkrete finanzielle Einbussen, die in direktem Zusammenhang mit dem Skandal stehen. Seit vergangenem Oktober sitzen Konsumentenschützer und AMAG-Vertreter deshalb zum Thema Abgasskandal am Verhandlungstisch.

Die SKS strebte dabei eine Vereinbarung an, damit Betroffenen rasch und unbürokratisch ihren Schaden erledigen können. Sara Stalder, SKS-Geschäftsleiterin: „Eine solche Vereinbarung ist sowohl im Interesse der Geschädigten als auch im Interesse der AMAG. Die Geschädigten erhielten auf günstige Weise ihren Schaden erstattet. Die AMAG hingegen könnte sich den Aufwand wegen der zu erwartenden Schadenersatzklagen gegen sie und ihre Partnergaragen ersparen.“

Der dazu eingebrachte Vereinbarungsentwurf wurde von der AMAG jedoch rundweg zurückgewiesen. Die von der AMAG unterbreiteten Gegenvorschläge sind mager und inakzeptabel. Die AMAG stellt sich kategorisch auf den Standpunkt, dass durch den Betrug keine finanziellen Schäden entstanden seien. Aus diesem Grund sind für die SKS weitere Verhandlungen zum aktuellen Zeitpunkt nicht zielführend. Sara Stalder: „Wir beteiligen uns an einer unabhängigen Testserie, um herauszufinden, ob die Software-Updates und Umbauten in den Motoren zu wertvermindernden Leistungs- und Verbrauchseinbussen führen.“ Spätestens nach Veröffentlichung der Testergebnisse wird die SKS die Verhandlungsgespräche mit der AMAG wieder aufnehmen.

Zwei der Beispiele von konkreten Schadenfällen, die der SKS vorliegen:

Die SKS bereitet sich nun darauf vor, Geschädigte durch juristische Beratung zu unterstützen. Betroffene Fahrzeughalter können auf der Website der SKS eine Handlungshilfe herunterladen. Die SKS bittet betroffene Fahrzeughalter, die bereits jetzt einen Schaden erlitten haben oder die der Abgasbetrug in eine missliche Situation gebracht hat, ihren Fall der SKS unter dieselgate@konsumentenschutz.ch mitzuteilen.

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