Startseite Medienmitteilungen Lebensmittelrecht: Fortschritt mit Lücken

Lebensmittelrecht: Fortschritt mit Lücken

Die Deklaration von Palmöl, die Einführung von Höchstwerten für Uran und Arsen im Trinkwasser oder eine verbesserte Information beim Geflügelfleisch und der Nährwertkennzeichnung sind positive Neuerungen in den aktualisierten Verordnungen. Dennoch bestehen weiterhin grosse Lücken, etwa bei der Herkunftsdeklaration oder der Deklaration von Nanomaterialien. Wichtige Forderungen der SKS wurden aufgenommen und bieten den Konsumentinnen und Konsumenten mehr Transparenz und Gesundheitsschutz:

Einer langjährigen Forderung entspricht die genauere Deklaration von pflanzlichen Fetten. In der Zutatenliste kann erkannt werden, ob beispielsweise das problematische Palmöl verwendet wird.

Die neue Nährwertkennzeichnung erlaubt den Konsumenten, ungünstige Nährstoffe rascher zu erkennen. Die Hervorhebung von allergenen Zutaten, die Hygienehinweise auf Geflügelfleischpackungen und die Kennzeichnung von „zusammengeklebtem Fleisch“ ist ebenfalls ein Fortschritt für die Konsumenten. Die SKS begrüsst auch die Deklaration von Past-Milch mit verlängerter Haltbarkeit, hat jedoch Bedenken, ob die Begriffe „filtriert“ oder „separiert“ von den Konsumenten verstanden werden.

Einen Rückschritt sieht die SKS im Wegfallen des Zutatenverzeichnisses von Getränken, welche mehr als 1,2% Alkohol enthalten. Diese Grenze wird rasch überschritten und die Konsumenten so im Ungewissen belassen, welche Zutaten die Getränke enthalten. Kritisch beurteilt die SKS auch, dass Energy Drinks und Shots nun auch im schweizerischen Recht mit Alkohol gemischt werden dürfen – dies ist insbesondere für Jugendliche problematisch.

In ihrer Vernehmlassung hat die SKS zudem in verschiedenen Bereichen eine weitergehende Transparenz und Information für die Konsumentinnen und Konsumenten verlangt, etwa bei der Herkunftsdeklaration, der Information über Nanomaterialien in Kosmetika und Lebensmitteln oder der Lesbarkeit der Etiketten. Sie wird diese und weitere Forderungen bei der Vernehmlassung zu den Verordnungen des Lebensmittelrechtes, welches zurzeit vom Parlament beraten wird, wieder aufnehmen.


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