Startseite Medienmitteilungen Staatliches Label für Berg- und Alpprodukte macht wenig Sinn

Staatliches Label für Berg- und Alpprodukte macht wenig Sinn

Verordnung für Berg- und Alpprodukte bringt Konsumenten weiterhin wenig Mehrwert

Reicht es aus, dass Berg- und Alpprodukte mit einem staatlichen Label ausgestattet werden, nur weil sie im Berg- und Alpgebiet produziert wurden? Die SKS findet nein und lehnt deshalb die in der Verordnung über die Verwendung der Bezeichnungen „Berg“ und „Alp“ vorgesehene Möglichkeit ab, dass der Staat für diese Produkte ein Zeichen oder Label einführt. Positiv erachtet die SKS, dass eine Zertifizierung und eine regelmässige Kontrolle vorgesehen werden.

Mit Berg- und Alpprodukten verbindet die Konsumentin, der Konsument eine besonders naturnahe und tiergerechte Produktion. Die bestehenden Produktelinien der beiden Schweizer Grossverteiler bringen denn auch genau dieses Bild ins Spiel: Idyllische Berglandschaften, Tiere im Freien und heile Welt. Seit 2007 müssen Produkte, welche die Bezeichnung „Berg“ oder „Alp“ im Namen führen, bestimmte Anforderungen erfüllen. Für die SKS sind diese Anforderungen jedoch zu tief: Ausser, dass die Produkte aus den jeweiligen Landwirtschaftszonen stammen und Auflagen in Bezug auf die Herkunft des Futter erfüllt werden müssen, werden keine Anforderungen bezüglich naturnaher Produktion oder tierfreundlicher Haltung gestellt. „Damit ist ein staatliches Label nicht gerechtfertigt“, ist SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder überzeugt. Dies umso mehr, da bislang keine solche staatlichen Zeichen auf dem Markt vorzufinden, sondern höchstens angedacht sind. Die SKS befürchtet auch, dass bestehende Zeichen und Marken trotzdem nicht verschwinden würden, sondern einfach eine zusätzliche Auszeichnung  eingeführt würde.

Die SKS begrüsst jedoch, dass die revidierte Verordnung, die seit 2007 in Kraft ist, deutlich mehr Gewicht auf die Zertifizierung und die Kontrolle legt. Die Produkte werden in Zukunft zertifiziert, ihre Rückverfolgbarkeit ist somit gewährleistet und die Hersteller werden kontrolliert. Während im Berggebiet alle zwei Jahre kontrolliert wird, soll dies in den Sömmerungsbetrieben nur alle vier Jahre geschehen. Da gerade Alpkäse sehr beliebt ist und eine hohe Wertschöpfung generiert, verlangt die SKS hier Kontrollen in kürzeren Abständen. Die SKS bedauert aber, dass keine Sanktionen vorgesehen sind, wenn die Vorgaben der Verordnung missachtet werden.


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