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13’961 Menschen fordern wirksamen Schutz vor Online-Betrug

Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok verdienen Milliarden mit betrügerischer Werbung. 13’961 Personen fordern nun Bundesrat Albert Rösti auf, dagegen vorzugehen. Der Konsumentenschutz und die Digitale Gesellschaft haben heute dazu eine Petition überreicht. Gemeinsam mit den Untefrzeichner:innen verlangen sie klare Regeln, besseren Schutz und ein Ende dieses Milliardengeschäfts.

Immer wieder werden Konsument:innen durch betrügerische Werbung auf Social Media und grossen Online-Plattformen in die Falle gelockt und geschädigt. Der Bundesrat lässt die Nutzer:innen im Stich. Die von ihm vorgeschlagene neue Plattformregulierung bietet keinen ausreichenden Schutz. Sie sieht nicht einmal eine verpflichtende und leicht zugängliche Meldemöglichkeit für betrügerische Anzeigen vor. Die Plattformen profitieren davon und können sich ungeniert aus der Verantwortung ziehen.


Meldeformular muss Pflicht sein


Genau hier setzen der Konsumentenschutz und die Digitale Gesellschaft an: Mit ihrer heute eingereichten Petition «Stopp dem Milliardengeschäft mit betrügerischer Werbung!» verlangen sie gemeinsam mit 13’961 Unterzeichner:innen, dass betrügerische Anzeigen einfach gemeldet und rasch entfernt werden können. Bundesrat Albert Rösti soll das Anliegen in die Gesetzesvorlage aufnehmen und Konsument:innen vor Betrug und Abzocke im Internet wirksam schützen.


Online-Betrug als Geschäftsmodell


Betrüger:innen haben Social Media und andere grosse Online-Plattformen längst als Werkzeug für ihre Straftaten entdeckt. Mit ihren manipulativen und professionell aufgemachten Anzeigen für gefälschte Online-Shops oder dubiose Investmentfirmen erreichen sie eine grosse Anzahl potenzieller Opfer. Die Plattformen verdienen an jeder geschalteten Anzeige kräftig mit. Allein das Unternehmen Meta nahm 2024 rund 16 Milliarden Dollar mit betrügerischer Werbung ein. «Plattformen wie Instagram oder Facebook liefern ihre Nutzer:innen für Geld an Betrüger:innen aus. Der Bundesrat muss dieses Milliardengeschäft endlich stoppen», fordert Rahel Estermann, Co-Geschäftsleiterin der Digitalen Gesellschaft.

Grosses Anliegen der Bevölkerung


Betrügerische Werbung sorgt seit Jahren für grossen Ärger. «Es kann nicht sein, dass Konsument:innen über Social-Media-Werbung ausgenommen werden und Tech-Konzerne daran Milliarden verdienen. Allein im letzten Jahr haben wir rund 2’100 Meldungen zu Dropshipping und Online-Shopping erhalten. Das ist alarmierend und zeigt, wie stark die Bevölkerung betroffen ist», unterstreicht Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes.