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Mit Roaming-Option Geld sparen

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Wer die Sommerferien im Ausland verbringt und eine hohe Handy-Rechnung vermeiden will, sollte sich mit den Roaming-Tarifen und insbesondere den Roaming-Optionen beschäftigten: Im Extremfall kostet die Handynutzung mit dem normalen Tarif über 287 Mal mehr als mit einer Option. Der Konsumentenschutz und dschungelkompass.ch zeigen auf, welche Option für Sie die richtige ist und wie Sie diese kaufen können.

Die Wahl der richtigen Roaming-Option ist gar nicht so einfach. Je nach Anbieter und Land sind diverse Zusatzoptionen erhältlich. Einen vollständigen Überblick liefert das Roaming-Tool von dschungelkompass.ch. Durch die Angabe von Abo und Reiseland werden alle Standardtarife und verfügbaren Zusatzoptionen angezeigt. Eine zusätzliche Hilfe liefert der sich darunter befindende Roaming-Rechner, der automatisch die beste(n) Zusatzoption(en) ausfindig macht. Als weitere Unterstützung hat der Konsumentenschutz und dschungelkompass kürzlich Anleitungsvideos erstellt, die aufzeigen, wie Datenpakete von Swisscom, Sunrise, Salt, CoopMobile, yallo und M-Budget gekauft werden können.

Preisvergleich für Standardprofil mit Option

Der Konsumentenschutz und dschungelkompass.ch haben untersucht, wie viel höher die Kosten für die Roaming-Nutzung in vier verschiedenen Destinationen werden, wenn vorgängig keine Roaming-Option abgeschlossen wird. Für das angewandte Nutzerprofil[1] zeigt sich, dass die Kosten ohne Zusatz-Option bis zu 287 Mal höher sein können.

Bei den Preisen in den EU-Ländern (siehe Tabelle 1) mit Option gibt es relativ deutliche Unterschiede: Bei Swisscom kosten die oben erwähnten Leistungen rund 33 Franken[2], bei Salt sind es 32 Fr. (Abo) bzw. 66 Fr. (Prepaid). Sunrise verlangt 49 Fr. (Abo), bei Prepaid-Kunden sind es 51 Fr., UPC verrechnet 71 Franken. Am günstigsten ist Swisscom-Tochter Wingo mit 21 Franken. Bemerkenswert ist, dass die Roaming-Kosten bei M-Budget für Prepaid-Kunden tiefer sind als für Abonnenten. Zu beachten ist, dass die meisten Anbieter Abos im Sortiment haben, bei denen die Handynutzung in den EU-Ländern ganz oder teilweise im Preis inbegriffen ist. Je nach Abo und Nutzung müssen deshalb für die erwähnten Leistungen keine Zusatzkosten bezahlt werden (dies wird in Tabelle 1 mit / 0.- dargestellt).

Grosse Preisunterschiede gibt es bei den übrigen Feriendestinationen: Da UPC ausserhalb der EU keine Optionen anbietet, ist sie die teuerste Anbieterin für USA/Kanada, Thailand und die Balkan-Länder. Das günstigste Angebot (mit Option) für die USA und Kanada macht Salt (Abo-Inhaber zahlen 32 Fr.). Prepaid-Kunden von Salt zahlen hingegen mit 76 Fr. wiederum mehr als die Kunden von Swisscom und Sunrise, die jeweils rund 50 Franken bezahlen müssen. Für Reisen nach Thailand und in den Balkan macht Swisscom und M-Budget-Prepaid das mit Abstand günstigste Angebot (rund 50 Fr.). Die Preise bei den anderen Anbietern sind teilweise deutlich höher.

Tabelle 1: Roaming-Kosten nach Anbieter in vier beliebten Reisedestinationen

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Tabelle 1: (Fortsetzung) Roaming-Kosten nach Anbieter in vier beliebten Reisedestinationen

Option

Enorme Preisunterschiede zwischen Standardtarif und Option

Es fällt auf, dass die Standardtarife bei allen Anbietern massiv höher sind als die Tarife mit der optimalen Roaming-Option (siehe Tabelle 2). Spitzenreiter in dieser Analyse ist Salt. Für das oben beschriebene Nutzungsprofil bezahlt ein Kunde in der EU bis zu 92 Mal mehr, wenn er mit einem Abo ohne Roaming-Guthaben (wie es derzeit für CHF 24.95 angepriesen wird) ins Ausland geht und vergessen hat, eine Zusatzoption zu lösen. Beim Prepaid-Angebot von Salt ist die Handynutzung in der EU sogar über 287 Mal teurer: Mit der passenden Option würden Kosten von 67 Fr. entstehen, ohne wären es exorbitante 19’047 Franken. Für Swisscom Prepaid-Kunden kostet das Roaming in der EU ohne Option «nur» rund 14 Mal mehr als mit Option. Bei Swisscom muss allerdings beachtet werden, dass alle Flatrate-Abos bereits Roaming-Guthaben enthalten, so entstehen für das oben beschriebene Nutzungsprofil innerhalb der EU-Staaten keine Zusatzkosten. Dies gilt jedoch nicht für Prepaid-Kunden und für die meisten Abonnenten auch nicht für Aufenthalte in Ländern ausserhalb der EU.

Tabelle 2: Preisunterschiede zwischen Standardtarifen und Optionen

Lesebeispiel: Das Roaming in der EU kostet Prepaid-Kunden von Swisscom ohne Option 13.9 Mal mehr als mit Option.

Option

Sunrise mit neuem System

Dank des neuen Datenabrechnungssystems von Sunrise sind in der EU, den USA und Kanada die Kosten ohne Option nur 1.3 Mal teurer als mit Option. Seit März 2018 wird bei den neuen Sunrise-Abos bei der Internetnutzung in diesen Ländern ohne Zutun des Kunden automatisch ein Datenpaket gelöst. Bei älteren Abos kann dieses System mit einem SMS an die Nummer 5522 und dem Text «daypass data» ebenfalls aktiviert werden. Ausserhalb der EU/USA gilt jedoch auch bei Sunrise der bisherige Standardtarif, die Preise sind dabei um den Faktor 20 höher als mit Option. Auch bei den kleineren Anbietern gibt es teils grosse Unterschiede. Beim M-Budget-Abo ergeben sich Faktoren von rund 8, beim Prepaid 13 bis 15. Bei den Abos von yallo (ohne Roaming-Guthaben) sind die Standardtarife sogar 25 bis 28 Mal höher als die Optionstarife.

Sehr kundenfreundlich sind Abos, bei denen das Daten-Roaming standardmässig gesperrt ist. Beispielsweise bei Wingo und Coop Mobile kann im Ausland nur gesurft werden, wenn vorgängig ein Datenpaket gekauft wurde.

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Kostensicherheit

Zu beachten ist, dass die in Tabelle 1 aufgeführten Roaming-Kosten teilweise theoretische Werte sind, da es für die Kunden einen gewissen Schutz vor gesalzenen Rechnungen gibt: Bei Prepaid-Angeboten kann maximal das aufgeladene Guthaben aufgebraucht werden. Zudem haben die meisten Anbieter inzwischen Kosten-Limiten für die Datennutzung standardmässig aktiviert, die von den Kunden auch angepasst werden können.

 

[1] 14 Tage Aufenthalt in EU-Länder, Balkan, Thailand oder USA/Kanada mit 1000 MB, 5 Anrufe in die Schweiz (à 2 Minuten), 14 ankommende Anrufe (à 2 Minuten) und 5 SMS. Balkan = Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien OHNE Kroatien.

[2] Alle Preise auf einen ganzen Franken auf- oder abgerundet.

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