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SwissPass: Gefangen im Gemischtwarenladen

Kartenbild Swiss Pass frontDer heute vorgestellte SwissPass hat aus Sicht der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) mehrere Haken: GA und Halbtax werden automatisch verlängert, ohne den Kunden die Möglichkeit zu geben, diesen Roll-over-Vertrag auszubedingen. Die Kontrolle wird für die Reisenden und das Personal aufwändiger und das „Ausbaupotential“, welches der Verband des öffentlichen Verkehrs (VoeV) heute anpries, wirft grosse Fragen auf.

Der heute vorgestellte SwissPass hat aus Sicht der SKS mehrere Schwachstellen:

23 Kommentare zu “SwissPass: Gefangen im Gemischtwarenladen”



Waldy

Bei jedem Handy-Abo ist heute eine automatische Verlängerung mit mindestens einmonatiger Kündigungsfrist völlig normal. Ebenso werden viele Zeitschriften- und Zeitungsabos automatisch verlängert, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Sämtliche Kreditkartenverträge sind genauso aufgebaut. Wo also liegt das Problem? Die Kündigungsfrist ist klar kommuniziert und normaler Usus.
Und der zukünftige „Gemischtwarenladen“ auf einer Karte ist ein grosser Vorteil, denn heutzutage trägt Mann und Frau dutzende von Kredit-, Bank-, Cumulus-, Halbtax- und anderen Karten im Portmonnee herum. Bei einem Verlust des Geldbeutels ist nur schon die Wiederbeschaffung aller möglichen Karten ein Ärgernis. Mit dem Swiss Pass wird endlich ein Anfang gewagt, diesen Kartensalat zu lichten.



Alfred Steyrer

Weniger Privatsphäre, weniger Freiheit, weniger Sicherheit

Die Technologie vom SwissPass ermöglicht die Ortung von Reisenden. Aus den dabei gewonnenen Daten können Bewegungsprofile erstellt werden. Auch wenn die Verantwortlichen bei den SBB sagen, dass das nicht gemacht wird: früher oder später werden die eingesetzten Hard- und Softwaresysteme nachgerüstet, und dann ist nachvollziehbar, wer wann mit wem wo gereist ist. Und wer weiss, welche Akteure dann auf diese Daten zugreifen, und was sie damit anstellen…?

Der SwissPass ist ein Schritt in Richtung weniger Privatsphäre, weniger Freiheit und weniger Sicherheit. Ein Schritt in die falsche Richtung.



Thomas Schott

Der Plural von Abonnement ist NICHT AbonnementS sondern AbonnementE !!!!



Martin Pfyffer

Es ist nicht nur der Knebelvertrag ärgerlich, sondern auch happige Preisaufschläge, weil das Mehrjahresabo nicht mehr gültig sein wird. jetzt kosten 3 Jahre Fr 400.- Ab Swisspass kosten drei Jahre 3 x 180 Fr, also 540Fr.



Claudroid

Wurde die automatische Aboverlängerung nicht gerade für Mobilnetzbetreiber Verboten?
Eine kombilösung mit dem Smartphone fände ich super um schalten und walten zu können
Welche Dienste und welche Bezahlmodelle man will…



Marcel Baur

Neben der automatischen Vertragsverlängerung ist aus meiner Sicht der erzwungene Wechsel zum SwissPass das grösste Problem. Es gibt keine Alternative wie einen Mix-Betrieb, so wie es der Verband der Zugführer gefordert hat. Wir müssen uns alle einfach fügen, auch wenn wir die Zusatzleistungen nicht wollen



Brigitta zika

Ich vermute, dass dieser Schwachsinn wieder mal vom umtriebigen Herrn Meyer, dem CEO der Schweizerischen Bundesbahnen, kommt. Es genügt ihm nicht, dass er Jahr für Jahr die Tarife für die Bahn erhöht! Er muss ja sehen, wie er sein horrendes, unverschämt hohes Einkommen noch weiter erhöhen kann!



Fritz Pfister

Die automatische Verlängerung ist nicht so toll, finde ich aber nicht das schlimmste. Viel schlimmer ist, dass nun alle Passagiere einen RFID-Chip herumtragen sollen. In den Niederlanden funktioniert das System so, dass nur noch mit diesen Karten ein Billett gekauft werden kann. Das heisst dann, alle Strecken müssen elektronisch mit der RFID-Chipkarte gelöst werden. Damit hat das Bahnunternehmen dann unzählige Daten gespeichert über die Bewegungen aller Reisenden. Soweit ist es gerade noch nicht, dies wird aber der nächste Schritt sein im salami-taktischen Vorghen der SBB. Also: Aus Datenschutzgründen ist der neuen Lösung entschieden zu widersprechen!



Dieter Widmer

Die automatische Verlängerung ist ein absoluter Unsinn und der Zwang dazu eine Schweinerei. Ich werde, sollte das kommen, die entsprechenden Abo’s unmittelbar nach Aufschaltung schriftlich auf den Ablauf kündigen und das Handling dazu den SBB auferlegen. Wenn das viele machen, verleidet das den SBB ganz schnell mit der automatischen Verlängerung. Im Übrigen lügt die SBB-Pressedame! Bisher wurde auf den Ablauf von Abo’s hin jeweils die Verlängerungsunterlagen inkl. ES automatisch zugestellt, so dass man gar nichts verpassen konnte. Die SBB sind einfach hinterlistige Schlaumeier.



Künzler

Wie ist das wenn ich das Abo mit REKA-Checks bezahlen möchte?
Da geht eine automatische Verlängerung nicht!



Fries Theo

Oh je die armen Zugbegleiter. Die sind mit den Kontrollen schon heute am Anschlag auf viel befahrenen Strecken.. Und dann noch jede Karte in die Hand nehmen. Das ist nicht optimal, die Schwarzfahrer freuts wenn die Kontrolle nicht erfolgt.



Reber

Klauseln in Geschäftsbedingungen, wie ’stillschweigende Vertragsverlängerungen‘ gehören ’nicht nur im Falle der SBB, sondern generell gesetzlich verboten. Offensichtlich werden hier Bedingungen einseitig und zum Nachteil des Vertragsnehmers ausgelegt. Das Motiv des Vertragsgebers ist simpel. Oft geht die rechtzeitige Kündigung vergessen und der Vertrag wird, zum Ärger des Kunden, fortgesetzt. Kundenfreundlich wäre, den Vertragsnehmer auf den bevorstehenden Auslauf des Vertrages aufmerksam zu machen. Technisch ist dies heute überhaupt kein Problem und die Kosten sind nahezu vernachlässigbar.



Rüttimann

Der Gesetzgeber verlangt vom Bürger Ehrlichkeit und Verbindlichkeit also Wahrheit und Transparenz. Was wir als Volk von uns erwarten, erwarte ich erst recht vom Staat und der dem Staat gehörende SBB. Die alten Zeiten hatten eindeutig Verbesserung-Potential, doch sind Wahrheit, Transparenz, Liebe und Kundenfreundlichkeit Werte die zur zukünftigen, neuen Menschheit gehören werden, wie dies im alten Buch, der Bibel gesagt wird. Lösen wir uns heute von der undurchsichtigen, Ränke schmiedenden Ökonomie / Geldwirtschaft und schaffen klare, liebevolle Systeme und beginnen wir mit einem Swiss-Pass, der Klarheit, Offenheit und Freiheit bei der Wahl der Bedingungen anbietet – Danke.



James Ursula

SwissPass muss transparent sein. Darf nicht automatisch verlängert werden, ohne die Zustimmung des Kunden. Der Kunde muss genau informiert sein, für welche Leistungen er bezahlt. Die Reisebewegungen von Fahrgästen dürfen nicht gespeichert und analysiert werden.



Biene

die autoamtische Verlängerung des Halbtaxabos finde ich eine Frecheit! Verpasst man die Kündigung muss man zahlen ob man will oder nicht.
Die SBB ist eh nicht mehr mehr kundenfreundlich….und das mit dem Halbtax ist Abzockerei.



Zap. F. Dingbats

Die automatische Verlängerung dürfte so ziemlich das grösste Kundenärgernis sein. Wäre das GA nurnoch für einen Monat gültig und würde monatlich verlängert werden, wäre es noch akzeptabel.
Ich hoffe, dass die SBB wenigstens Kulant ist bei den Kündigungsfristen, wenn Sie schon den Kunden hintergeht und beginnt Bewegungsprofile zu erstellen.

Man darf sich fragen, ob das der Anfang vom Ende des GA ist, wenn damit begonnen werden sollte nach dem Verursacherprinzip zu verrechnen. Indem, dass der Kunde beim ein- und aussteigen getrackt wird.

Was schade ist, aber womit man leben kann ist, dass ein GA – vorallem jenes erster Klasse – immer ein wenig Prestige war, auf welches man Stolz war es zu zeigen. Ab August, ist wirklich nurnoch Beförderungsstückgut in den Stadler-Transportkisten.



Venty Lator

Wenn die automatische Verlaengerung optional waere und man JEDERZEIT auf Ende der Gueltigkeitsdauer kuenden koennte, dann waer fuer mich ein grosses Aergernis weniger bei diesem Swisspass.

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