Startseite Medienmitteilungen Medikamentenmarkt: SKS fordert Festbetragssystem

Medikamentenmarkt: SKS fordert Festbetragssystem

Einsparungen bei den Gesundheitskosten in dreistelliger Millionenhöhe möglich

Der Preisüberwacher rechnet vor, wie im Medikamentenmarkt mit einem Festbetragssystem bis zu 800 Mio. Franken pro Jahr eingespart werden könnten. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) fordert, dass dieses zukunftsweisende Entgeltungs-System eingeführt wird, um die Gesundheitskosten nachhaltig zu senken und damit die Versicherten dank tieferer Krankenkassenprämien zu entlasten.

In einem heute veröffentlichten Papier rechnet der Preisüberwacher vor, wie die Medikamentenpreise mit einem Festbetragssystem massiv gesenkt werden könnten. Dadurch würden kurzfristige Einsparungen von bis zu 800 Mio. Franken pro Jahr ermöglicht. Langfristig sollen die jährlichen Einsparungen noch höher ausfallen. Zurzeit laufen Gespräche zwischen Bundesrat Alain Berset und Vertretern verschiedener Interessengruppen zur Entwicklung eines neuen Preisfestsetzungsmechanismus für kassenpflichtige Medikamente. Die SKS ist daran beteiligt und setzt sich für die Einführung eines Festbetragssystems ein. Sollte dieses nicht ernsthaft geprüft werden, will die SKS diesem zukunftsweisenden Entgeltungs-System auf politischer Ebene zum Durchbruch verhelfen.

Im vorgeschlagenen Festbetragssystem wird bei gleichwertigen Medikamenten (z.B. Original und Generikum) nur der Preis des günstigsten Herstellers (der sogenannte Festbetrag) vergütet. Will ein Patient ausdrücklich eine teurere Version, muss er die Preisdifferenz aus der eigenen Tasche zahlen. Benötigt er aus medizinischen Gründen das teurere Präparat, wird dieses selbstverständlich vollumfänglich vergütet. Die Umstellung auf dieses Entgeltungs-System bewirkt nicht nur, dass viele Patienten zu preiswerteren Generika wechseln, sondern auch, dass Hersteller ihre Preise senken, um ihren Absatz zu sichern. In 22 europäischen Ländern wird bereits ein Festbetragssystem betrieben. Die Erfahrungen damit sind überwiegend positiv. Die erzielten Einsparungen sind – je nach Begleitmassnahmen und Umsetzung – beachtlich, ohne dass dadurch die Gesundheit der Bevölkerung negativ beeinflusst würde. Die in der Schweiz resultierenden Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe würden die Gesundheitskosten spürbar senken und den stetigen Anstieg der Krankenkassenprämien bremsen.


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