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Dynamische Preise in Skigebieten

Web-RatgeberVor wenigen Jahren haben dynamische Preise auch in den Schweizer Skigebieten Einzug gehalten – und sie breiten sich seither rasant aus. Vor allem grosse Skigebiete setzen auf diese für den Kunden undurchsichtige Preisfestsetzung. Transparenz und die Möglichkeit, Skigebiete miteinander zu vergleichen, gehen verloren. Die einzelnen Skigebiete setzen auf verschiedene Faktoren, die die Preise beeinflussen. Wie diese Faktoren bewertet werden, ist für den Kunden meist nicht ersichtlich.

Aus dem Vergleich der acht Skigebiete 4 Vallées, Andermatt-Sedrun, Crans-Montana, Gstaad, Laax, Pizol, St. Moritz und Zermatt ergeben sich immerhin folgende Erkenntnisse: 

 

Dynamische Preise: Faktor Wetter und Buchungszeit

Das Wetter ist einer der bestimmenden Preisfaktoren. Entsprechende Informationen gibt es auf den Internetseiten aber kaum zu finden. Der Kunde ist somit auf Mutmassungen angewiesen, wie bzw. wie stark das Wetter den Preis einer Tageskarte beeinflussen wird.

Einzig auf der Internetseite von Pizol ist gut ersichtlich, dass der Preis bei schlechtem Wetter bzw. schlechten Wettervorhersagen sinkt (um 18 bis 50% vom Kassenpreis). Bei allen anderen Destinationen dürfte es eher zu Preisanstiegen bei gutem Wetter kommen.

In allen untersuchten Skigebieten profitieren Frühbucher. Familien mit Kindern, deren Feriendaten fix sind, können hier profitieren. Wer jedoch beim Festlegen von Skitagen bzw. –ferien flexibel sein muss, z.B. aus beruflichen Gründen, ist im Nachteil. Je kurzfristiger der Kauf, umso höher der Preis.

Somit kann der kurzfristige Entscheid für einen Skitag an einem sonnigen Sonntag während der Hauptsaison zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Insbesondere in Skigebieten, in denen die Preisskala gemäss Internetseite gegen oben offen ist, wie z.B. in St. Moritz, wo die teuerste Tageskarte im letzten Winter 105 Franken kostete.

 

Schalterpreise

Mit Ausnahme von Crans-Montana sind die Unterschiede zwischen Online- und Schalterpreisen nicht bzw. nur nach aufwendigen Recherchen möglich. In fünf der acht Skigebiete sind die Preise an der Tageskasse fix. Die fixen Preise sind jeweils im obersten Preissegment angesiedelt.

Beispiel: In 4 Vallées beträgt der Minimalpreis 65 Franken, der Maximalpreis 77 Franken und der Preis an der Kasse beträgt fix 73 bzw. 77 Franken (Neben- / Hauptsaison).

In Gstaad und St. Moritz sind die Kassenpreise mit den aktuellen Onlinepreisen identisch. Zermatt verlangt für den Preis an der Tageskasse fix 5% mehr gegenüber dem jeweils geltenden Onlinepreis.

Beim Kauf an der Kasse geht somit nicht nur der Vorteil des Frühbuchers verloren, sondern es gelten gleichzeitig häufig hohe Fixpreise.

Auch von Schlechtwettervergünstigungen, wie sie z.B. Pizol anbietet, kann bei Fixpreisen an der Tageskasse nicht profitiert werden.

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Datenspuren im Schnee

Für insgesamt 70 Skigebiete können Tageskarten auch über Ticketcorner gekauft werden, womit der Kunde zusätzliche Datenspuren hinterlässt. Bei den getesteten Skigebieten gilt dies für folgende Destinationen: Laax und Pizol.

In Gstaad und Andermatt können Tickets auf dem Onlineweg nur noch über Ticketcorner gekauft werden. Wer beim Kauf einer Tageskarte möglichst wenig Datenspuren hinterlassen möchte, ist hier also schlecht bedient.

Laax bietet zudem die „Besonderheit“, dass Tageskarten von der Laax-Internetseite aus per Handy über eine zusätzliche App gekauft werden können. Die Benutzung der App ist nur möglich, wenn deren Datenschutzbestimmungen akzeptiert werden. In der App muss entweder ein neuer Account eröffnet werden oder es kann der Facebook-Account benutzt werden. Wer diese App nicht installieren will, kann die Tageskarte direkt über Ticketcorner kaufen (dazu muss man allerdings wissen, dass dies möglich ist).

Immerhin können Tageskarten (noch) an sämtlichen Destinationen auch an der Tageskasse erworben werden.

Tipps

Nur grosse Skigebiete verwenden dynamische Preise. Wer nicht an ein bestimmtes Skigebiet gebunden ist, sollte wenn möglich kleinere Skigebiete berücksichtigen. Zum einen unterstützt man dadurch in vielen Fällen eine kleinere Randregion. Zum anderen wenden solche Skigebiete fast durchwegs fixe Preise an.

Wenn man trotz dynamischen Preisen einem Skigebiet treu bleiben will, empfiehlt sich der möglichst frühzeitige Kauf (Achtung: Nur wenn man sich mit dem Datum sicher ist – die Rückgabe einer Tageskarte ist, wenn überhaupt, nur in eng definierten Grenzen möglich). Onlineverkaufskanäle sollte man zudem nur benutzen, wenn man dabei nicht zur unnötigen Preisgabe von persönlichen Daten gezwungen wird.

Weitere allgemeine Rechtsfragen

 

zuletzt aktualisiert am 28.11.2019

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