Konsumentenschutz lanciert Dark Patterns Webseite
Die Stiftung für Konsumentenschutz lanciert am 21. Januar 2026 mit Unterstützung der Stiftung Mercator die neue Webseite da-pa.ch. Dort finden Konsument:innen zahlreiche Informationen und Beispiele zu Dark Patterns.
Dark Patterns sind manipulative Elemente auf Webseiten, in Apps oder auf anderen digitalen Benutzungsoberflächen. Unternehmen setzen sie gezielt ein, um die Entscheidungen der Konsument:innen zu beeinflussen. Beispielsweise drängen sie potenzielle Kund:innen zu überstürzten Bestellungen oder zu unnötigen Zusatzkäufen. Oft entfalten die Manipulationsversuche die gewünschte Wirkung, was zu einer immer stärkeren Verbreitung von Dark Patterns führt.
Wieso eine eigene Webseite?
Der Konsumentenschutz informiert auf seiner Webseite seit mehreren Jahren über Dark Patterns. Damit die Informationen für Besucher:innen noch zugänglicher werden, hat er nun in Kooperation mit der Stiftung Mercator eine eigene Webseite erstellt. Grafische Elemente unterstützen die Erläuterungen und helfen Konsument:innen, Dark Patterns zu erkennen und einzuordnen.
Die Webseite zeigt zudem reale Dark Patterns von Webseiten, Diensten und Apps. Konsument:innen können per Formular weitere Beispiele melden. Mit dieser “Hall of Shame” erhöht der Konsumentenschutz den Druck auf Unternehmen und die Politik.
Dark Patterns im rechtlichen Graubereich
Dark Patterns können unter Umständen gegen Schweizer Recht verstossen. Meistens ist der Einsatz der manipulativen Elemente aber im Graubereich. Der Bundesrat hat sich 2024 auf den Standpunkt gestellt, dass Dark Patterns mit dem UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) genügend reguliert sind. Diese Einschätzung teilt der Konsumentenschutz nicht: Nur die besonders manipulativen Dark Patterns sind womöglich vom UWG erfasst. Das reicht nicht aus.
Die Webseite zeigt mit Beispielen auf, weshalb Handlungsbedarf besteht.
