Petition für bezahlbare Preise im öffentlichen Verkehr
Die Preise für den öffentlichen Verkehr (öV) steigen im Dezember weiter an. Besonders Pendler:innen und Vielfahrer:innen müssen künftig noch tiefer in die Tasche greifen. Dass ausgerechnet der klimafreundliche, effiziente und sichere öV teurer wird, ist eine Entwicklung in die falsche Richtung. Der Konsumentenschutz lanciert deshalb zusammen mit der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr eine Petition, die sich mit konkreten Forderungen für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik an den zuständigen Bundesrat Albert Rösti richtet.
Die folgenden Massnahmen sind nötig, um den öffentlichen Verkehr für die Zukunft zu stärken, ohne dabei die Bevölkerung weiter finanziell zu belasten:
- Zeitgemässe Preismodelle, die dem heutigen Reiseverhalten angepasst sind. Viele Pendler:innen arbeiten Teilzeit oder tageweise im Home-Office. Für sie sind flexiblere Abonnemente notwendig, um den öV attraktiv zu machen.
- Eine langfristige Finanzierungsstrategie für weitere Ausbauprojekte und den Unterhalt bestehender Anlagen. Finanzierungslücken mit weiteren Preiserhöhungen zu stopfen, ist eine riskante Strategie, die langfristig nicht aufgehen kann.
- Keine politischen Sparmassnahmen beim öV, wie die kürzlich beschlossenen Kürzungen im regionalen Personenverkehr. Solche Entscheide führen zu höheren Billettpreisen und halten die Leute vom Umstieg auf den öV ab.
- Ausgewogene Preisanpassungen, damit Belastungen fair verteilt werden und bestimmte Gruppen – wie beispielsweise Pendler:innen und Vielfahrer:innen – nicht übermässig belastet werden
Unterschreiben Sie jetzt unsere Petition und helfen Sie mit, dass der öV bezahlbar und zugänglich bleibt.
Zur Petition
Warum das wichtig ist
Mobilität gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen unserer Gesellschaft. Der öffentliche Verkehr bildet dabei das Rückgrat der Schweizer Mobilität: Er ermöglicht täglich rund 1.4 Millionen Menschen den Zugang zu Arbeit, Bildung und Freizeit, entlastet Strassen und Städte und reduziert Lärm und Emissionen. Damit leistet er einen zentralen Beitrag zur Schweizer Lebensqualität und zu den klima- und verkehrspolitischen Zielen des Bundes.
Doch ausgerechnet dieser Service public wird für Konsument:innen zunehmend kostspieliger. Während Autofahren in den letzten Jahrzehnten nur moderat teurer wurde, haben sich die Preise im öffentlichen Verkehr auf vielen Strecken nahezu verdoppelt – und stiegen sogar mehr als die allgemeine Teuerung. Das stellt die in der Bundesverfassung geforderte Angemessenheit der öV-Preise infrage und erschwert die politisch gewünschte Verlagerung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr. Gerade mit Blick auf die Klimapolitik der Schweiz ist dies problematisch: Der Strassenverkehr verursacht rund ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen des Landes und bringt erhebliche Unfall-, Umwelt- und Gesundheitskosten mit sich. Der öffentliche Verkehr hingegen ist deutlich effizienter, sicherer und nachhaltiger.
Trotz grossen klima- und verkehrspolitischen Herausforderungen baut die Politik die Unterstützung für den öV ab. Die Konsequenzen tragen letztlich die Konsument:innen: Mit der jüngsten Tariferhöhung steigen die Kosten weiter an, sodass der öV für viele Menschen zu einer spürbaren finanziellen Belastung wird.
Unterschreiben Sie jetzt unsere Petition und fordern Sie gemeinsam mit uns wirksame Massnahmen gegen Tariferhöhungen im öffentlichen Verkehr.
