Startseite Medienmitteilungen Immer noch zu hohe Prämien bei den Spitalzusatzversicherungen

Immer noch zu hohe Prämien bei den Spitalzusatzversicherungen

Trotz neuer Spitalfinanzierung kaum Prämiensenkungen

Seit dem 1. Januar 2012 ist die neue Spitalfinanzierung in Kraft, welche die Krankenversicherer im Bereich der Spitalzusatzversicherungen finanziell stark entlastet. Eine Umfrage der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) bringt ernüchternde Ergebnisse zutage: die meisten Krankenversicherer haben die Prämien bislang nicht gesenkt. Die SKS fordert die Finma auf, Druck zu machen.

Seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung im Januar dieses Jahres entgelten die Kantone mittels Fallpauschalen auch Spitalaufenthalte ausserhalb des Wohnkantons. Zudem wurden die meisten Privatspitäler auf die Spitalliste aufgenommen. Diese Umstände führen zu einer erheblichen Entlastung der Zusatzversicherer. Die Zusatzversicherungen Privat und Halbprivat sowie das Versicherungspaket Spitalbehandlung ganze Schweiz müssten massiv gesenkt werden. Leider blieben die erwarteten Anpassungen bereits im letzten Herbst aus. Die SKS hat die Prämiensituation nun nach Einführung der neuen Spitalfinanzierung in Form einer Umfrage ausgewertet und festgestellt, dass die meisten Zusatzversicherer die Prämien trotz der finanziellen Entlastung nach wie vor nicht gesenkt haben.

Die Finma prüft als Aufsichtsbehörde der Krankenzusatzversicherer, ob sich die vorgesehenen Prämien in einem Rahmen halten, die den Schutz der Versicherten vor Missbrauch gewährleistet. Die Finma hat deshalb eine Erhebung über die Kostenentwicklung nach Einführung der neuen Spitalfinanzierung durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten als Informationsgrundlage für die Öffentlichkeit wie auch für die zu ergreifenden Tarifmassnahmen dienen. Bislang hat die Finma jedoch weder Prämiensenkungen durchgesetzt noch über die Resultate der Erhebung öffentlich informiert. Die SKS fordert daher, dass die Finma die Berechnungsgrundlagen, die zum Beschluss führen, die Prämien nicht zu senken, offenlegt. Zudem verlangt die SKS, dass die Genehmigungsverfahren im Zusatzversicherungsbereich mit jenen der Grundversicherung zeitlich koordiniert werden. Diese Massnahme ist notwendig, damit die Wahlfreiheit der Versicherten auch tatsächlich sichergestellt werden kann.

Berechnungen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) zufolge werden die Privatversicherer künftig 1.5 Milliarden Franken weniger Aufwand zu tragen haben. Allein im Zusammenhang mit dem Zusatz „Spital allgemeine Abteilung Schweiz“ geht die GFK von jährlichen Einsparungen von bis zu 500 Millionen Franken aus.


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