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Deutlicher Preisrutsch ist überfällig!

Tiefer Eurokurs: Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten profitieren immer noch nicht

Der Eurokurs fällt und fällt, die Schweizerinnen und Schweizer bekommen dies jedoch in ihrem Portemonnaie nicht zu spüren. Eine Stichprobe der Stiftung für Konsumentenschutz zeigt: Die Preisdifferenzen für identische Waren sind enorm und betragen in der Regel zwischen 20 und 50 %. Für die Stiftung für Konsumentenschutz ist klar: Die Preise in der Schweiz müssen für Importwaren aus dem europäischen Raum mindestens um 8 % gesenkt werden!

Weshalb zahlen Schweizerinnen und Schweizer für Importe aus dem europäischen Raum zum Teil massiv höhere Preise? Die Begründungen, weshalb die Hochpreisinsel Schweiz derart gut funktioniert, wurden in der Vergangenheit zur Genüge wiederholt.

Absolut schleierhaft ist jedoch, weshalb die Schweizerinnen und Schweizer nicht vom tiefen Kurs des Euro profitieren: Im letzten halben Jahr ist der Euro Kurs von Fr. 1.50  (Dezember 2009) auf Fr. 1.38  (Juni 2010) gesunken. Immerhin 80 % aller importierten Waren bezieht die Schweiz aus dem europäischen Raum! Im Jahr 2008 etwa importierte die Schweiz für knapp 160 Milliarden Franken Waren aus Europa.

Doch der Schweizer Handel reagiert ungenügend auf den tiefen Euro: Eine Stichprobe der Stiftung für Konsumentenschutz zeigt, dass der Vergleich von Schweizer und Euro-Preisen für identische Produkte enorme Differenzen aufweist. Eine Preisdifferenz von 20 bis 50 % sind die Regel: Bei einer Jacke zum Preis von Fr. 229.– macht dies immerhin den stattliche Betrag von Fr. 74.– gegenüber dem Preis aus, den die Kundin in Deutschland zahlt. Je nach Modell geht es bei Autos  um ansehnliche Beträge: bei Kleinwagen ist der Unterschied um die Fr. 2’500.–, bei einem BMW Cabrio über Fr. 9’000.-!

Die Stiftung für Konsumentenschutz hat bereits vor zwei Wochen bei den Verbänden des Handels nachgefragt, weshalb die Preise nicht nach unten angepasst werden. Als Antwort sind folgende Begründungen eingegangen: Mittelfristige Preisfestlegung, grosse Lagerbestände oder der Einkauf in US Dollar würden kurzfristige Preisanpassungen verhindern, Kurssenkungen würden sich erst nach einem halben Jahr auswirken. Oder: Die Energie- und Rohstoffpreise seien teilweise so stark angestiegen, dass die Währungsschwankungen damit wieder wettgemacht seien.

„Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten zahlen ohnehin höhere Preise“, ärgert sich Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, und zeigt wenig Verständnis für diese Argumentationen. Sara Stalder fordert eine sofortige Preisreduktion von mindestens 8 % aufgrund des Euro-Wechselkurses. Die Preisdifferenz zwischen dem umliegenden Ausland und der Schweiz bleibt auch damit noch sehr hoch.

Einzelne Anbieter gehen zaghaft voran: Eine französische Automarke erlässt etwa eine Reduktion von Fr. 2’000.– auf den Kaufpreis eines Neuwagens, bei einigen Detailhandelswaren  gibt es minime Preiserlasse auf typische Produkte unserer Nachbarländer. „Das ist nur ein erster Schritt, weitere klare Signale müssen aber in den nächsten Wochen folgen“, betont Sara Stalder.

 

Ein Kommentar zu “Deutlicher Preisrutsch ist überfällig!”



Estermann

Guten Tag. Wie immer „BRAVO“ für Ihre Initiativen. Mein Kommentar: Unsere Abgabe- und Spesen-gierigen Zöllner dürften mehr eurokompatibel werden! Erst recht mit dem zukünftigen „Cassis de Dijon-Prinzip“. Heutzutage kauft man mehr und mehr im Net ein. Danke.

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