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AC/DC-Konzert: Schalterverkauf gab echten Fans eine Chance

SKS vermutet zweiten Absatzkanal für Tickets zu Wucherpreisen. Doch die Branche bestreitet dies

AC/DC rocken die Schweiz! Darüber freut sich auch die SKS: Denn die Organisatoren haben Lehren aus dem letzten Vorverkauf gezogen. So waren die Tickets wieder am Schalter erhältlich: Echte Fans haben damit mehr Chancen, ein Ticket zu erhalten als bei der «Vorverkaufslotterie» mit überlasteten Internet- und Telefonleitungen. Dennoch tummeln sich bereits jetzt Tickets zu horrenden Preisen auf dem Netz. SKS-Recherchen lassen vermuten, dass gezielt Tickets an den offiziellen Kanälen vorbeigeschleust werden, um stattliche Mehreinnahmen zu erzielen. Die SKS stützt ihre Vermutung auf verschiedene Indizien, Beweise liegen der SKS jedoch nicht vor. Dementsprechend bestreitet die Branche die SKS-Vorwürfe. Die SKS fordert daher personalisierte Tickets, welche den Weiterverkauf von Tickets auf einen Schlag unterbinden würde.

Wie von der SKS bereits letzten März vermutet, wird die Hardrock-Legende AC/DC im Wankdorf (Stade de Suisse) die Schweiz rocken. Viele Fans, die beim letzten Mal enttäuscht wurden, freuen sich. Auch dieses Mal waren die Tickets innert Rekordzeit verkauft, innerhalb von etwa 15 Minuten. Bei einer Hallenkapazität von etwa 40’000 Personen gucken auch in diesem Jahr zwangsläufig zahlreiche Fans in die Röhre.

Immerhin haben die Organisationen ein wichtiges SKS-Anliegen erfüllt: Die Tickets waren auch am Schalter zu kaufen. Echte Fans hatten damit mehr Chancen, ein Ticket zu bekommen. Insbesondere, wenn die Internet- und Telefonleitungen konstant überlastet sind, kommt es einer Lotterie gleich, wer ein Ticket erhält. Die SKS bedauert jedoch, dass online nur mit Kreditkarte oder Postkarte bezahlt werden konnte. Dies schliesst nahezu einen Drittel der Konsumentinnen und Konsumenten von der Möglichkeit aus, online zu bezahlen.

Kein Wunder, tummeln sich auf dem Markt bereits Tickets zu horrenden Preisen. Bereits am Mittwoch (!) bot ein Ricardo-User vier Tickets zu je 399 Franken an, drei Mal höher als der Originalpreis! Die SKS hat im letzten Jahr Recherchen durchgeführt und Anzeichen von der Branche erhalten. «Ein stattliches Kontingent an Tickets wird wohl bewusst an den offiziellen Kanälen vorbeigeschleust, um so einen profitablen Absatzkanal für Wuchertickets zu haben», vermutet Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS. «Wie ist es sonst erklärbar, dass Websites wie www.alltickets.ch in relativ grossem Stil Tickets vertreiben können?» Auf Nachfrage beantwortete www.alltickets.ch die Frage nicht schlüssig. Dort waren bereits wenige Minuten nach dem offiziellen Ausverkauf Tickets à 550 Franken erhältlich! Ebenso berichteten Konsumentinnen und Konsumenten, dass sie in der Vergangenheit trotz der Ticketlimite von 2 Stück bis zu 6 Tickets erstehen konnten. Zugesandt werden die Originaltickets von Ticketcorner mit dem Originalpreis – nur der Rechnungspreis ist bis zu 4 Mal höher! Eigenartig: Die Firma ist telefonisch nur über eine erhöht kostenpflichtige Hotline zu erreichen, die Websitebetreiber sind nur mit Vornamen angegeben!

Die SKS hat allerdings keine Beweise für ihre Vermutungen. Entsprechend streitet die Branche alle Vorwürfe der SKS ab. Insbesondere weist die Branche den Vorwurf, es gebe einen zweiten Absatzkanal zu Wucherpreisen, vehement zurück.

Die SKS verlangt daher die Einführung von personalisierten Tickets. Damit würde der Weiterverkauf von Tickets zu horrenden Preisen auf einen Schlag unterbunden.

* Anmerkung: Die SKS hat die entsprechende Medienmitteilung nach einer Klageandrohung von Ticketcorner und Good News angepasst. Die SKS hält auf Grund verschiedener Indizien an ihren Vermutungen fest, hat jedoch keine Beweise dafür. Dementsprechend bestreitet die Branche die Vorwürfe.

40 Kommentare zu “AC/DC-Konzert: Schalterverkauf gab echten Fans eine Chance”



Berner Zeitung

Der Forderung der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) fehlt die rechtliche Basis. Sie fordert von den Ticketausgabestellen ein «entschlossenes Vorgehen gegen den Schwarzmarkt», um zu verhindern, dass Konzerttickets zu horrenden Preisen weiterverkauft werden. Anlass der Forderung war der Vorverkauf zum AC/DC-Konzert in Bern. Doch bereits die
Verwendung des Begriffes Schwarzmarkt im Zusammenhang mit dem Wiederverkauf von Tickets ist falsch, auch wenn er im Alltag zuweilen so verwendet wird.

Schwarzmarkt bedeutet, dass etwas gehandelt wird, das vom Staat nicht gebilligt wird. Doch der Gewinn bringende Weiterverkauf von Konzerttickets ist nicht illegal. Das sagt Thomas Koller, Professor für Privatrecht an der Universität Bern. Koller präzisiert: «Der Weiterverkauf ist kein Straftatbestand, selbst dann nicht, wenn ein Zwischenhändler
Tickets mit hohem Gewinn, das heisst zum zehn- oder zwanzigfachen Preis veräussert.»

Die Firma Ticketcorner hält zwar in einer Klausel ihrer Allgemeinen Bestimmungen fest, dass jeglicher kommerzieller Weiterverkauf von Tickets untersagt ist. Doch das schränkt den Zwischenhandel kaum ein. Koller erklärt: «Kauft jemand bei Ticketcorner ein Ticket, geht er rechtlich gesehen einen Vertrag ein.» Der kommerzielle Weiterverkauf der
Tickets sei zwar wegen der Klausel in den Allgemeinen Bestimmungen eine Vertragsverletzung, so Koller. Doch das heisse nicht, dass er dadurch eine strafbare Handlung werde. Der simple Grund: Das Strafgesetzbuch sieht dafür keine Strafe vor. Im Klartext: Wiederverkäufer müssen weder mit Bussen noch mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen.

Gewinn abliefern?

Auch auf privatrechtlicher Ebene haben Zwischenhändler laut Koller wenig zu befürchten: Konzertveranstalter können trotz jener Klausel in den Allgemeinen Bestimmungen kaum gegen Wiederverkäufer vorgehen. Das Einzige, das Konzertveranstalter laut dem Rechtsprofessor in gewissen Fällen möglicherweise herausholen könnten: Sie könnten versuchen, auf
rechtlichem Weg durchzusetzen, dass der Wiederverkäufer den erzielten Gewinn abliefern muss. Diese Möglichkeit wäre aber laut Koller mit praktischen Schwierigkeiten verbunden. Zudem müsste in jedem Einzelfall geprüft werden, ob die Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen überhaupt wirksam ist.

Verkauf vor dem Stadion

Im Volksmund gelten insbesondere jene Wiederverkäufer als Schwarzmarkthändler, die ihre Tickets kurz vor dem Konzert direkt vor dem Stadion verkaufen. Auch sie brauchen sich aber vor der Polizei nicht zu verstecken. Solange die Wiederverkäufer ihre Ware stehend verkaufen – das heisst, ohne festen Stand einzurichten, brechen sie mit ihrem
Strassengeschäft keine Regel der Gewerbepolizei. Das bestätigt Marc Heeb, Leiter der Gewerbepolizei der Stadt Bern.

Personalisierte Tickets?

Der Schweizerische Konsumentenschutz (SKS) ist sich bewusst, dass es kein Gesetz gibt, das den Gewinn bringenden Wiederverkauf von Tickets verbietet, wie er auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. Wo das Gesetz nicht greift, appelliert der SKS jedoch an die Fairness.

Er hat mehrmals versucht, zusammen mit Konzertveranstaltern, Vorverkaufsstellen und Auktionsplattformen wie Ricardo oder Ebay Lösungen für das Ticketproblem auszuarbeiten – ohne Erfolg. Entsprechend unzufrieden ist der SKS mit der Kooperationsbereitschaft der verschiedenen Akteure. «Dabei haben gerade Konsumenten gute Lösungsvorschläge», so
SKS-Leiterin Sara Stalder. «Am besten wäre es, wenn die Tickets personalisiert wären», meint sie. Ob dies allerdings ein Vorteil für die echten Konzertfans wäre, ist zu bezweifeln. So würden Besucher, die ihre Ausweise vergessen haben, keinen Einlass mehr ins Stadion erhalten. Kartenbesitzer, die krankheitshalber ausfallen, könnten ihre Tickets
nicht mehr übertragen. Und die Wartezeiten vor den Eingängen wären mit einer Kontrolle der Personalausweise erheblich länger, als sie eh schon sind.

Kein Thema für Ticketcorner

Diese Probleme haben sich schon bei der Fussball-Europameisterschaft 2008 gezeigt, wo die Tickets personalisiert abgegeben wurden. Entsprechend ist es auch für Ticketcorner kein Thema, die Karten künftig mit dem Namen des Käufers zu versehen. Dafür beschränkt die Vorverkaufsstelle bei grossen Events die Anzahl Tickets, die pro Person bezogen
werden dürfen – im Fall von AC/DC waren es vier. «Bei Internet- und Call-Center-Bestellungen überprüfen wir die Käufer zudem namentlich und stornieren allfällige Doppelbuchungen», erklärt Ticketcorner-CEO George Egloff.

SKS reagierte noch nicht

Der Konsumentenschutz ist bis gestern auf die Drohung von Ticketcorner nicht eingestiegen. Ticketcorner hatte der SKS mit einer Anzeige gedroht, falls diese die Mitteilung mit «unzutreffenden rufschädigenden Aussagen» nicht bis heute Donnerstag von ihrer Homepage nimmt. Den Verantwortlichen von Ticketcorner war in den falschen Hals geraten, dass
die SKS ihnen auf ihrer Homepage unterstellt, den Schwarzmarkthandel mit Konzertkarten für das AC/DC-Konzert zu fördern.
(Berner Zeitung)



cooper_s

Beim Vorverkauf für das 2001 Konzert im Letzigrund hatte ich keine Probleme am Ticketcornerschalter von Manor 4 Tickets zu kaufen. Eins davon hatte ich noch vor dem Stadion und bin es nicht mal für 5.- losgeworden … und jetzt soll es auf einmal so viele Fans in der Schweiz geben??? Warum Verlost man die Tickets nicht einfach wie WM-Tickets???
Oder 2 Tage auf dem Flugplatz Dübendorf, das ergibt ca. 160’000 Tickets, sicher für jeden Fan ein Ticket. Dort könnten sie die grosse Bühne mit allen 21 kanonen aufbauen wie beim monsters of Rock anfang 90er jahre in Basel.



T.N.T

Auf Kosten der Fans wird hier (ohne Konsequenzen)grosses Geld gemacht!
Jeder der es „verstehen“kann und das Ticket auch weiter verkaufen würde ist kein Fan! Ganz einfach.



Kopol

150000 Leute wollen an ein Konzert mit 40000 Plätzen. Da kriegen 110000 Leute kein Ticket, die dann frustriert sind. Man soll aber froh sein, dass nicht alle Tickets versteigert werden. Das würde ja dem Veranstalter und der Band den grössten Profit bescheren. Es gibt wohl auch viele echte Ferrari-Fans, die sich keinen Ferrari leisten können, aber
auch nicht verlangen, dass man ihn für 20’000.- anbietet.



franuschka

Hallo Leute! Ich habe mich auch riiiesig geärgert. Da ich schon über ein Jahr Member (zuerst GoodNews und dann Ticketcorner) bin, habe ich drei Tage vorher ständig geschaut ob eim Mail mit Vorverkaufsrechten kommt. Dies kommt in der Regel 3 Tage vor dem offiziellen Vorverkaufsstart. Das war diesmal ein Bisschen komisch, es kam erst ein paar
Stunden vor dem Vorverkauf und ich habe es erst am 8.01. 12:00 Uhr gelesen und mich tödlich geärgert, denn die Hoffnung war weg. Schliesslich konnte ich dann doch noch am 8.01.2009 um 12:53 Uhr 2 Tickets über ticketcorner.com bestellen! ;-))))))



John

Ich hoffe, der Konsumentenschutz bleibt vor allem dem Ticketcorner auf den Fersen. Ich versuchte x-mal auf der Ticketcorner-Hotline durchzukommen. Dafür wurden mir über 10 Franken Telefongebühren abgezwackt, für nix und nochmal nix. Eine Sauerei finde ich weiter, dass der Ticketcorner dann noch versuchte, die Leute motivierte, sich als Member zu
registrieren und so weiter Geld zu scheffeln. Ps: Bin selbst seit mehreren Monaten TC-Member, gebracht hats nix…ausser Ärger



Marlon55

Als TC-Member habe ich leider auch kein Erfolg gehabt, ein Ticket zu ergattern. Wie habe ich als „Echte Fan“ reagiert? Ganz einfach: Beim Pariseventicket.com 2 Ticket à 110.- Euro (Sitzplatz Tribune)für Nice,FR am 18.6.2010. 2 Flugtickets retour beim Easyjet für 150.-Euro und 2 Übernachtungen in eine 3* Hotel für 180.-Euro. macht Total Euro 550.-
=CHF 825.-!

Zugegeben, ist nicht gerade billig aber allein die Tatsache dass ich nicht freiwillig mein Geld an den Möchtegerne Schwarzhändler liefern,zahlt sich ein solches Ausflüg, zumindest moralisch, aus.
Rockige Grüsse an alle Fans.



Jawbreaker

Einfach unglaublich, das Konzert in Bern (40000 Tickets) wurde in 12 Minuten ausverkauft.
Beim letzten Konzert schaute ich in die Röhre, also dachte ich mir, stehst du einfach um 8 Uhr morgens (also Vorverkaufsbeginn) an den Schalter von Ticketcorner an, dann kriegst du sicher eins… Aber weit gefehlt. Wie sich herausstellte, verkaufte Ticketcorner ab 6 Uhr in der früh Nummern für die Warteliste, nach der die Karten verkauft werden.
Wo zur Hölle stand das? Muss man da ein Insider sein, um an diesem Spiel teilzunehmen?
Um 8 Uhr dann, die Schalterhalle war gerangelt voll, das Desaster. Drei Verkäufer versuchten, so viele Tickets wie möglich auszudrucken, damit jeder eins bekommt. Nach 40 Tickets war schluss. Nichts ging mehr, das System brach (wieder mal) zusammen. Na ja, dachte ich, ich stehe ja als erster in der Reihe, es kann diesmal einfach nichts
schiefgehen. Denkste! Nun erfuhr ich, dass man ohne Nummer gleich wieder gehen konnte. Danke!

Entweder die Ticketfirma „Ticketcorner“ oder der Veranstalter „Goodnews“ haben da Dreck am Stecken. Denn wie sich herausstellte, boten zwei Tage vor Vorverkaufsbeginn die gleichen Anbieter wie letztes Jahr schon die ersten Tickets zum Stückpreis ab 400.- an. Jemand denkt sich: Warum die Tickets zum Spottpreis von 130.- verkaufen, wenn der
Ticketanbieter XY das doppelte bezahlt? Und der verlangt dann auf ebay.ch und ricardo.ch das dreifache als Startpreis? Damit nicht genug, bietet sich der Anbieter unter anderem Namen einfach selber hoch. Und die dummen Fans, die bieten mit. Bis zur letzten Sekunde, bis ein Ticket 800.- oder was weiss ich kostet.

Und jeder Kack-Radiosender und der Blick verlosen plötzlich jeder Tickets. Mann muss ja nur ein SMS für 1.50 schicken. Wenn das nur 10000 Fans machen, hat da die Zeitung schon 15000.- an 6 Tickets verdient. Das freut die Redaktion, denn so einfach werden die Fans abgezockt.
Diese korrupte Scheisse muss einfach aufhören. Auf kosten der Fans wird ordentlich Kohle gescheffelt. Sind ja eh nur langhaarige, dumme Rockfans, mit denen kann man das machen…

Übrigens, hat jemand 2 Tickets für Bern zu verkaufen?



young

das alltickets eine offizielle quelle hat muss überhaupt nicht sein. auf der website habe ich festgestellt, dass die anzahl tickets jeweils beschränkt ist.



p.müller

Man sollte mal prüfen, ob ticketcorner nicht gegen art. 3 lit. b uwg verstösst. der angeblich verlangte preis ist ja viel tiefer als der, der über alltickets.ch letztlich tatsächlich bezahlt werden muss. dass alltickets eine offizielle quelle für die tickets haben muss, ist ja relative offensichtlich.



lachhaft

@lachhaft: du weisst schon das agadaga politisch eher links steht?



lachhaft lachhaft

lachhaft



lachhaft

jeden moment wird zur hausbesetzung aufgerufen! die mafia ist der konsumentenschutz mit ihrem linken polit-filz! obwohl dieser mühsame schwartzmarkt vorhanden ist, macht dieser keine 2 % aus! ich habe jedenfalls mein ticket!



Rolli

@ans: quatsch !!! wenn sie keine tickets ergattern, dann lösen sie ihre nicht vorhandenen tickets auf ricardo mit einem zweiten profil aus.



Martin



Cello

@ muran: Kanton Schwyz – Ausserschwyz. Wie schon gesagt: Ticketcorner das Monopol entziehen.
Es stinkt wirklich zum Himmel!
Nimmt mich wunder, wieviele Tickets die Angestellten von Ticketcorner erhalten haben……



Martin

@ J. von Gunten: Fakt ist, dass die Tickets unter der Hand weggingen und auf dem Schwarzmarkt landeten. Genau das ist der Punkt, den alle anprangern….
Der Unterschied des erfolgreichen Unternehmer zum jungen Metal-Freak ist wohl eher der, dass der Unternehmer die Beziehung hat, das Ticket schon vorab zu reservieren.

Den Platz auf dem hohen Ross wird leider vielmals nicht verdient, sondern geerbt, gestohlen oder ermogelt… zu dem, wie soll sich ein junger Freak schon einen Platz auf dem hohen Ross verdient haben können? ;-)
(PS: Ich könnte mir auch ein Ticket für Fr. 600.– leisten, die Frage ist einfach, will ich der Band, die schöpferisch tätig ist, nur Fr. 100.– zahlen und das Fünffache davon einem Abzocker mit Beziehungen, der nichts leistet?)



J. von Gunten

An Martin: Ich habe in der Tat falsch gelesen, sorry für den Vorwurf! Dennoch frage ich wer ist ein „echter Fan“ und hat dieser Mehr Anspruch – Nein!

Jemand der in den 70gern an den Konzerten war und heute ein erfolgreicher Unternehmer ist und immernoch ein grosser AC/DC-Fan ist, ist dieser weniger Fan als ein junger Metal-Freak? Nein! Aber er kann sich den Marktpreis von Fr. 300 leisten.

Fakt ist, dass zuviele Leute an dieses Konzert wollen. Punkt.

Und Martin, den Platz auf dem hohen Ross muss man sich verdienen, jammern ist jedoch einfacher! :)



Martin

@ J. von Gunten: Richtig lesen, bitte: „Falls die Tickets weg sind, kann man die Mitgliedschaft scheinbar wieder aufheben und kriegt die 40 Dollar wieder zurück.“

Genauso steht es auf der AC/DC-Website geschrieben: If you do not purchase tickets in our Fan Club on-sale, you are entitled to a full refund of your Fan Club fee if you no longer wish to be a member. Refunds must be requested within 90 days of joining. Go here for full details.

Es gibt vielleicht Leute, die haben nicht einfach so 40 Dollar rumliegen…Schon mal darüber nachgedacht? Vom hohen Ross spricht es sich wohl leicht, oder?



J. von Gunten

Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich wünsche mir auch möglichst viele Tickets zu möglichst günstigen Preisen. Ich erläutere nur wieso dies unrealistisch ist und die aktuelle Situation die bessere Alternative ist. Ein Boykott wäre eine Möglichkeit, die Nachfrage bleibt bei gewissen Leuten mit gewissen Einkommen – Boykott sinnlos.

An Martin: Das sind „echte Fans“ – Mitgliedschaft bei acdc.com lösen, 40 bezahlen und wieder auflösen, damit man das Geld retour erhält.

Noch ein wenig Rechtskunde: Ich kann in die AGB’s meiner Firma schreiben was ich will, ob es rechtlich wasserdicht ist, ist eine andere Frage. Niemandem in diesem Forum könnte ich einen Liter Wasser für 100 Franken verkaufen. In der Wüste wäre das einem Verdurstenden sicher 100 Franken wert! Sehr einfach, Angebot und Nachfrage.



Martin

@ J. von Gunten: Lesen Sie mal die AGB vom Ticketcorner. Das steht nämlich folgendes:
3.1 Allgemeines……. Jeglicher kommerzieller und gewerblicher Weiterverkauf der erworbenen Tickets ohne vorherige Zustimmung durch den Veranstalter ist untersagt.

RICARDO muss endlich gegen den Schwarzmarkt vorgehen. Leute, deckt den Kundendienst von Ricardo lahm: kundendienst@ricardo.ch
Und vorallem kauft dort KEINE Tickets. Geht auf http://www.acdc.com/ werdet Mitglied für 40 Dollar und kauft euch dort ein Ticket für 100 Euro (max 2 Tickets)! Falls die Tickets weg sind, kann man die Mitgliedschaft scheinbar wieder aufheben und kriegt die 40 Dollar wieder zurück.



gurke

am besten würde man gar keinen vorverkauf mache sondern nur eine abendkasse, somit hätten alle die gleiche chance, scheiss ticketcorner würde kein geld verdienen und der schwarzmarkt wäre auch tod!



muran

@ Cello
kommst du vielleicht aus dem raum Ostschweiz. ch kenne auch niemanden bei uns ein Ticket ergatert hat.
Und übrigens alle meine Kollegen haben auch angerufen und waren im Internet, das sind ziemlich viele und keiner hat ein Ticket NIEMAND.
Ich glaubs einfach nicht….!!!!



eni

2 Server schaffen in 10minuten niemals 10-15000 bestellungen. meine logs zeigen mir das gar nie tickets über das internet verkauft wurden. das ganze geht noch an den kassensturz.

Domain name:
alltickets.ch

Holder of domain name:
alltickets.ch GmbH
Wüthrich Steven
Schoren 1
CH-3653 Oberhofen am Thunersee
Switzerland
Contractual Language: German



muran

Ich als grosser Fan versuche nun schon seit langer zeit an ein Ticket von AC zu kommen die letzten 3 Konzerte und habe nie eins gekriegt.
Der aufwand dafür war imens.
Insgesammt 15 telefone die im dauer repetierverfahren anrufen und fünf Internetzugänge. (Kein witz) Nichts und nochmal nichts. Das kann doch einfach nicht sein.
Ich habe, wenn man alles zusammen zählt ca. 1300 Anrufe in 10min getätigt.
10 mal bin ich durchgekommen.
Dann kommt die tolle Stimme die mich weiterleitet:
Für deuscht die 1 drücken usw. usf.
Schön und gut habe dann gedacht das ich wenigstens in der Warteschlange bin…
Da hasste falsch gedacht sobald ich die 1 drücke sagt mir die Stimme dass momentan alle Leitungen besetz sind und das ich mich gedulden soll. Fünf Sekunden später wurde ich immer rausgeworfen. Sorry aber das kann doch einfach nicht sein!!!!!!
Dafür haben 1000, 2000 Leute ein Ticket die sich nicht mal für AC interessieren nur um daraus, Ricardo, Profit zu schlagen.
Ich bin der selben Meinung der Name muss aufs Ticket und basta!!!
Falls AC noch mals in die Schweiz kommt bleint mir nichts anderes übrig als mich 48h vor dem Verkauf vor den Laden zu setzen und genau das werde ich auch machen. VIELLEICHT ABER AUCH NUR VIELLEICHT KRIEG ICH DANN MAL EIN TICKET.



Cello

Ist ja ein Witz oder?! Ich kenne wieder keinen Menschen in unserer Region, der ein Ticket erwischt hat!
Das stinkt ja zum Himmel!!

Das Monopol TicketCorner muss gebrochen werden!



Rockfan

@unclegreg also bei mir hats bisher immer geklappt mit Tickets zum Originalpreis vor der Location sogar bei U2 und AC/DC im Hallenstadion. Es gibt immer anständige Menschen…



rock on

Eigene Erfahrung: VV-Stelle öffnet, verkauft 4 (!!!!) Tickets an eine einzige Person und schliesst wieder mit dem Komentar: das restliche Kontingent ging an interne Mitarbeiter…
Schliesse mich Rockfan an:
EINZIGE MÖGLICHKEIT: BOYKOTT GEGEN RICARDO-VERSTEIGERUNGEN VON ÜBERTEUERTEN TICKETS !!



unclegreg

Glaube kaum das vor diesem konzert noch tickets zum originalpreis zu kaufen sind.
unfair ist die sache halt, weil personen leichteren zugang zu tickets haben, die eigentlich gar nicht ans konzert wollen. Würde es in jedem ballungszentren eine verkaufsstelle mit einem ticketkontingent von beispielsweise 5000 tickets geben, hätten echte fäns wenigstens die möglichkeit, etwas anderes für den konzertbesuche zu leisten, als einfach
mehr zu zahlen, sie könnten früher anstehen. Von mir aus könnten diese tickets dann auch wieder teuerer verkauft werden, immerhin müsste etwas aufwand dafür betrieben werden. Restliche Tickets welche nach 24h nicht verkauft wurden, könnte man ja dann auch auf dem internet freigeben, oder von anfang an ein limitiertes kontingent, technisch wäre das
alles ja kein problem.



wuebit

@ j. von gunten ..
nie im leben… gerade deshalb waren alle tickets wekk wahrscheilich sitzen jetzt die faden ziher vor ihren vlt. 1000 tickets und andere haben keine… letztes mal waren es für 25’000 tickets 39 min. jetzt für 45’000 12 min.????
Prozentrechnung?? nich bündig



Amused

<< Eigenartig: Die Firma ist telefonisch nur über eine erhöht kostenpflichtige Hotline zu erreichen >>

Eigenartig, die Beratungs-Hotline vom Schweizerischen Konsumentenschutz ist für Nichtmitglieder kostenpflichtig! Fr. 2,90 pro Minute! Bedeutend teuerer als Ticketcorner und allticket.



Rockfan

Ricardo.ch wird bestimmt nicht gegen den Schwarzhandel vorgehen. Im Gegenteil auf der Startseite ein grosser Link direkt zu den AC/DC-Angeboten. Bitte liebe Fans boykottiert sowas. Vor dem Stadion gibts immer Tickets zum Orginalpreis oder meistens sogar weit darunter…



Kev

<< Eigenartig: Die Firma ist telefonisch nur über eine erhöht kostenpflichtige Hotline zu erreichen >>

In der Tat seeehr eigenartig. Bitte lasst doch diese Artikel mit skandalgeilem Nachgeschmack – dass eine Firma eine kostenpflichtige Hotline betreibt ist nun wirklich alles andere als eigenartig.

Ich hab auch kein Ticket ergattert, habe aber auch nicht vor, 500.– zu bezahlen. Pech gehabt, da waren andere halt schneller.



ans

Die Leute der SKS sind ganz schön blöd: Es wird nicht an den offiziellen Verkaufskanälen vorbeigeschleust. Tickets die vor dem Verkauf im Internt stehen, werden von Leuten eingestellt, die darauf hoffen ein Ticket zu ergattern. Notfalls kaufen sie zu höheren Preisen ein! Ich weiss schon wie das läuft…



sepp truetsch

AC/DC-Tickets bereits für 1200 Franken auf Ricardo
Nachdem die Tickets für das AC/DC-Konzert am 8. Juni im Stade de Suisse bereits ausverkauft sind, bieten Private Eintritte zu Wucherpreisen auf ricardo.ch an. Der Schweizerische Konsumentenschutz vermutet, dass der Veranstalter dieses Gebaren fördert.

Das erste Angebot auf ricardo.ch wurde bereits am Donnerstagabend um 22.01 Uhr publiziert, also rund 10 Stunden vor dem offiziellen Verkaufsstart der Tickets. Der User «Saitama99» aus Zürich bietet dort zwei Tickets zum Sofortpreis von 1200 Franken an. Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Schweizerischen Konsumentenschutzes (SKS) vermutet, dass
Tickets bewusst an den offiziellen Kanälen vorbeigeschleust werden. «Wie ist es sonst erklärbar, dass Websites in relativ grossem Stil Tickets vertreiben können?» Der SLS verlangt von den Veranstaltern, konsequent gegen diesen Ticketverkauf vorzugehen.

Geldmacherei mit VIPs und Hotline
Doch auch die anderen Vertriebskanäle werden kritisiert. So meldete sich ein Leser bei , der zwar fünfmal bei der kostenpflichtigen Hotline durchgekommen war, aber dann jeweils erfahren musste, dass kein Mitarbeiter verfügbar sei. «Fünfmal werden mir 1.19 Franken verrechnet. Das macht bei mir nur etwa 6 Franken, aber wenn das allen so geht, ist
das eine bodenlose Frechheit», schreibt er in einer Mail an die Redaktion. «Ticketcorner kassiert ab für Null Leistung», schreibt er weiter.

Ticketcorner liess auch verlauten, dass zwei Stunden nach dem offiziellen Verkaufsbeginn noch ein Kontingent für VIP-Members angeboten werde, mit je zwei Tickets pro Member. Wer sich für 49 Franken registriere, habe eine zweite Chance.

Ein zweiter Leser rechnet vor: Wären tatsächlich in fünf Minuten 40’000 Tickets verkauft worden, wären das 113 Tickets pro Sekunde. «Ich denke die Tickets wurden vorher schon unter der Hand verkauft.»

Rekord: In fünf Minuten ausverkauft
Dem widerspricht Marc Reinhardt, Mediensprecher beim Konzertveranstalter «Goodnews»: «90 Prozent der Tickets gelangten heute um 8.00 Uhr in den Vorverkauf». Der Rest des Kontingents gehe an den AC/DC-Fanclub, die VIP-Members des Ticketcorners und an Partner von «Goodnews ».

Es sei das am schnellsten ausverkaufte Konzert in der Geschichte des Ticketcorners gewesen, erklärt Rinhardt weiter.
Das Tickets bereits am Vorabend auf ricardo.ch angeboten würden, sei nicht möglich. «Das sind Leute, die im Voraus hoffen, ein Ticket zu ergattern», sagt er weiter.



metalrendezvous

Lächerlich, was hier abgeht. Was nützt es, um 05.00 Uhr am Schalter anzustehen ? Auch der Schalterbeamte geht auf dasselbe System, welches völlig überlastet ist. Meiner Meinung nach gibt es nur eins: Die Tickets müssen personalisiert sein, d.h. Name auf Ticket und nur persönlicher Einlass gewähren. Rückgabe der Tickets möglich, aber nur an den
Veranstalter und mit einem Abschlag. Der Schwarzmarkt wäre damit auf der Stelle tot !



J. von Gunten

Valérie – Demnach sollte an der Warteschlange mittels Fragequiz überprüft werden wer ein echter Fan ist? Da kann ich auch nur lachen! :)

Was ist mit dem „echten Fan“, der heute um 8:00 die Autoprüfung hatte? Dieser soll auch die Chance haben ein Ticket zum effektiven Marktpreis kaufen zu können! Die schlechtere Alternative ist, dass Ticketcorner die Preise für alle Tickets erhöht um somit die Nachfrage zu mindern! Oder eben, die besserle Alternative ist ein zweites Konzert!

Herzliche Grüsse! Rock on!



ans

Ich bin selber im Tickethandel tätig und sage nur, dass der Nachfrage und Angebot den Preis regelt. Das ist in jeder Branche so. Grosse Nachfrage -> Hoher Preis. Würde niemand die Tickets kaufen, wären die Preise auch kleiner.



Valérie

Ach ja? Hatten echte Fans wirklich eine Chance? Ich bin als 2. Angestanden und bekam kein Ticket. Wo bleibt hier die fairness? Da kann ich nur lachen.



J. von Gunten

Ich finde das Vorgehen vom SKS unverständlich. Das ist Markt. In diesem Fall mehr Nachfrage als Angebot. Wenn die Tickets innert 13 Minuten ausverkauft waren, wäre ein Konzert auch ohne Schwarzmarkt innert 16 Minuten ausverkauft. Ein sinnvoller Verbesserungsvorschlag ist, dass mehr Angebot geschaffen wird und der Veranstalter zwei Konzerte
organisiert.

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