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Cyberangriffe nehmen stark zu, auch wegen künstlicher Intelligenz

Weltweit nehmen die Cyberangriffe auf grosse Unternehmen zu. Mit künstlicher Intelligenz (KI) können Kriminelle schneller und effizienter Hackerangriffe ausüben. Davon bleiben auch Schweizer Unternehmen nicht verschont. Die jüngsten Beispiele sind die Datenabflüsse beim Online-Marktplatz Ricardo, beim Softwareliferant der Pensionskasse des Bundes Publica und beim Online-Magazin Republik. Doch was können betroffene Konsument:innen tun, wenn ihre Daten über einen solchen Angriff in die Hände von Betrüger:innen gelangen?

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ein neuer, erfolgreicher Cyberangriff bekannt wird. Künstliche Intelligenz (KI) hilft Hacker:innen dabei, Sicherheitslücken schneller zu verstehen und auszunutzen, auch bei grossen Unternehmen. Aber auch Dienstleister:innen, an die Unternehmen Aufgaben auslagern, sind ein beliebtes Ziel, da dort in einem Angriff gleich die Daten von Kund:innen verschiedener Unternehmen gestohlen werden können.

Die Kriminellen erbeuten bei solchen Datenabflüssen möglichst viele persönliche Daten, wie Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Besonders begehrt sind beispielsweise Buchungs- und Bestelldaten: Sie verraten, in welchem Hotel jemand übernachtet oder wann ein Paket ankommt. Mit diesen Informationen verschicken Cyberkriminelle massgeschneiderte Phishing-Nachrichten, per E-Mail, SMS, Messenger oder sogar als Brief. Bei Anrufen kann eine KI sogar die Stimme einer bekannten Person nachahmen. In der Regel wollen die Kriminellen an Bankdaten gelangen, um Konten leerzuräumen.

Was können Betroffene tun?

Wurde ein Unternehmen gehackt, bei dem Ihre Daten hinterlegt sind, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Lesen Sie die offiziellen Mitteilungen des betroffenen Unternehmens aufmerksam durch. Rufen Sie die Webseite in Ihrem Internet-Browser selbst auf, anstatt Links in E-Mails zu folgen.

Updates

Installieren Sie regelmässig und möglichst schnell verfügbare Software-Updates. So sind Ihre Geräte immer auf dem neuesten Sicherheitsstand und bekannte Schwachstellen sind geschlossen. Wenn ein Gerät keine Sicherheitsupdates mehr erhält, sollten sie es ersetzen.

Passwörter ändern

Ändern Sie Ihre Passwörter sofort. Nutzen Sie für jeden Dienst ein eigenes, sicheres Passwort, am besten mit einem Passwort-Manager. Wo möglich, sollten Sie neben dem Passwort einen zweiten Schutz einrichten, etwa einen Zwei-Faktor-Authentifizierungs-Code per Authenticator-App. So kommen Kriminelle auch mit einem erbeuteten Passwort nicht ohne weiteres in Ihr Konto.

Misstrauisch bleiben

Rechnen Sie mit gezielten Phishing-Versuchen per E-Mail, SMS, Messenger, Anruf oder Brief im Namen der betroffenen Unternehmen oder Organisationen. Klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten Mitteilungen und geben Sie keine persönlichen Informationen, Zugangs- oder Bankdaten weiter. Bei Anrufen von angeblich bekannten Personen hilft ein Rückruf auf die Ihnen bekannte Nummer.

Konto- und Kartenbewegungen prüfen

Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen regelmässig. Melden Sie verdächtige Abbuchungen sofort Ihrer Bank und sperren Sie unverzüglich Ihre Bank- oder Kreditkarten.

Betrugsversuch melden

Betrüger:innen finden immer neue Wege und Betrugsmaschen. Darum ist es umso wichtiger, dass Sie einen Betrugsversuch dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) melden. Über aktuell laufende Betrugsmaschen können Sie sich bei der Cybercrimepolice informieren.