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PFAS-Studie wieder aufnehmen!

Die Ewigkeitschemikalien PFAS sind mittlerweile fast überall, auch in unseren Organismen, und gefährden die Gesundheit. Doch die nationale Politik versäumt es, die Bürger:innen davor zu schützen. Mit einer Petition wehren sich der Konsumentenschutz und Campax gegen die Sistierung einer wichtigen nationalen PFAS-Studie, welche die Grundlage für politische Entscheide liefern würde.

Die PFAS-Studie des Bundesamts für Gesundheit sollte die Auswirkungen dieser “Ewigkeitschemikalien” und weiterer Schadstoffe auf den menschlichen Körper untersuchen. Die PFAS-Studie ist unerlässlich, um zuverlässige Daten zur Gefährdung der Bevölkerung in der Schweiz zu erhalten. Politik und die Behörden könnten dank der Ergebnisse der Studie gut abgestützte Entscheide fällen, wie sie die Gesundheit der Bevölkerung am wirksamsten schützen können. Der Bundesrat strich die bereits gestartete PFAS-Studie, weil sie zu viel kosten würde.

Keine vorausschauende Politik

Diese Logik ist sehr kurzfristig. Die Kosten für die Entkontaminierung von verseuchten Gewässern und Böden sowie die Gesundheitskosten werden weit höher ausfallen. Besonders bedenklich ist, dass die Politik auch nicht bereit ist, die Anwendung von PFAS zu reduzieren oder – wo es möglich ist – zu verbieten. Nur dann ist es vertretbar, die Studie zu sistieren. Solche Massnahmen sind aber noch nicht geplant. Im Gegenteil, das Parlament hat sogar die Motion 25.3421 angenommen, welche es künftig erlaubt, Fleisch, dessen PFAS-Gehalt den zulässigen Grenzwert überschreitet, mit weniger kontaminiertem Fleisch zu mischen. Dank dieses Tricks hält das Fleisch die Grenzwerte wieder ein und kommt in den Verkauf. Ein solches Vorgehen schadet jedoch der Gesundheit. Umso wichtiger ist es, dass die Auswirkungen von PFAS und anderen Chemikalien auf die Gesundheit erforscht werden.

Der Konsumentenschutz und Campax haben die Petition für die PFAS-Studie am 16. März der Bundeskanzlei übergeben. Sie und die Unterzeichnenden erwarten, dass das Parlament und der Bund aktiv werden und die Gelder für die Forschung freigeben.