Fragen zu Konsum oder Recht? Hier finden Sie Antworten
Online-Ratgeber

Wie schütze ich mich vor Enkeltrick und Telefonbetrug?

Ihr Telefon klingelt und Ihr vermeintlicher Enkel erzählt Ihnen aufgeregt, er sei in eine Notlage geraten und brauche dringend Geld? Legen Sie sofort auf und melden Sie den Anruf der Polizei. Denn mit diesen und anderen Betrugsversuchen werden ältere Menschen um viel Geld gebracht. Erfahren Sie hier das Wichtigste.

Telefontrick-Betrüger:innen versetzen Menschen in grosse Sorge und Aufregung, um dann sofort Geld und Wertsachen von ihnen zu verlangen. Der sogenannte «Enkeltrick» läuft wie folgt ab: Die Anrufer:in überbringt Ihnen eine erfundene, aber glaubwürdig klingende Nachricht, die Sie schockiert. Meistens behauptet die Anrufer:in, ein Mitglied der Familie sei in einer schweren Notlage oder in grosser Gefahr. Die Anrufer:in teilt Ihnen mit, dass Sie die schwere Notlage lindern oder die Gefahr abwenden können. Sie müssen dazu nur Geld und Wertsachen an eine Bot:in übergeben, die gleich vor Ihrer Türe stehe.

Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, notieren Sie die Telefonnummer, legen Sie unverzüglich auf und melden Sie den Betrugsversuch der Polizei.

Viele verschiedene Telefontricks

Neben der Enkeltrick-Methode gibt es noch andere:

  • Falsche Polizist:innen warnen Sie per Telefon vor Einbrecher:innen und bieten an, persönlich vorbeizukommen, Geld und Wertsachen abzuholen und diese sicher bei der Polizei zu verwahren.
  • Falsche Sicherheitsdienste erzählen Ihnen zum Beispiel, mit Ihrer Kreditkarte sei etwas Teures gekauft worden. Sie erwähnen dabei Polizei oder Staatsanwaltschaft, um Vertrauen zu schaffen. Dann bittet die Betrüger:in Sie um Bargeld oder eine Überweisung, um so angeblich den Kriminellen das Handwerk zu legen.
  • Falscher Computer-Support ruft an und gibt vor, Ihr Computer sei beschädigt. Um ihn zu reparieren, müsse eine Software heruntergeladen werden. Tatsächlich wird ein schädliches Programm heruntergeladen, das den Betrüger:innen den Zugriff auf Ihren Computer ermöglicht.

Auch hier gilt: Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie so schnell wie möglich auf und melden Sie den Betrugsversuch der Polizei.

Betrug nicht nur per Telefon

Immer mehr Betrugsversuche werden auch über E-Mail, SMS oder Nachrichtendienste gestartet. Werden Sie von einer unbekannten Nummer kontaktiert, antworten Sie nicht, klicken Sie auf keinen Link und geben Sie keine Informationen preis. Die Betrugsbanden geben sich in den gesendeten Nachrichten oft als offizielle Stellen aus (Post, Paketzustellerinnen, Steuerverwaltung, Paypal, Kreditkartenfirma, Polizei, Staatsanwaltschaft, Fedpol usw.). Lassen Sie sich zu nichts drängen, seien Sie misstrauisch und sprechen Sie mit einer vertrauten Person über die Nachricht. Erhärtet sich der Verdacht auf einen Betrugsversuch, melden Sie den Fall der Polizei oder dem Bundesamt für Cybersicherheit.

Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte Sie dazu bringen wollen, Bargeld abzuheben, zu zahlen oder sonst Geld oder Wertsachen herauszugeben oder zu hinterlegen.
  • Geben Sie niemals Auskunft über Bankverbindungen, Passwörter, finanzielle oder persönliche Verhältnisse und übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen, auch wenn diese in Uniform erscheinen.
  • Gestatten Sie niemandem einen Fernzugriff auf Ihren Computer. Oft missbrauchen die Betrüger:innen dafür seriöse Apps wie Teamviewer und AnyDesk.
  • Haben Sie bereits Angaben zu Bank- oder Kreditkartendaten gemacht, Geld überwiesen oder Geld oder Wertsachen übergeben, melden Sie sich umgehend bei der Kreditkartenfirma, bei der Bank und bei der Polizei.
  • Sprechen Sie in Ihrem Familien- und Freundeskreis über diese Betrugsmaschen. Je mehr Personen darüber informiert sind, umso weniger Erfolgschancen haben die Betrugsbanden.

Hilfreiche Adressen

  1. Bundesamt für Polizei fedpol
  2. Kantonspolizei Zürich
  3. Cybercrimepolice.ch
  4. Schweizerische Kriminalprävention SKP

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Betrugsmaschen und gefährliche Kommunikation im Internet.