Startseite Medienmitteilungen SKS mahnt erfolgreich die Inkassofirma Intrum Justitia!

SKS mahnt erfolgreich die Inkassofirma Intrum Justitia!

Musterbrief für Antwortschreiben an dreiste Inkassofirmen

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Gute Neuigkeiten im Januarloch: Die SKS mahnte erfolgreich die Inkassofirma Intrum Justitia und drehte damit den Spiess um. Der bei einem Konsumenten zu Unrecht erhobene Verzugsschaden wurde zurückerstattet. Für die SKS ist damit der Beweis erbracht: Der Verzugsschaden ist unzulässig. Trotz der klaren Bestimmung im Gesetz und jahrelanger Kritik gelangen die Inkassofirmen mit dreisten Schreiben an die verunsicherten Konsumentinnen und Konsumenten. Die SKS stellt daher einen Musterbrief ins Netz, mit dem Schuldner gegenüber den Inkassofirmen klarstellen können: Die berechtigte Forderung wird beglichen, doch der Verzugsschaden wird davon abgezogen.

Inkassofirmen treiben offene Rechnungen nicht unzimperlich ein. Die Schreiben sind oft dreist und setzen die Schuldner so unter Druck, dass plötzlich zu viel bezahlt wird. So erheben die Inkassofirmen neben den Verzugszinsen häufig einen so genannten Verzugsschaden. Dieser kann gar höher sein als die ursprüngliche Forderung!

Ein Konsument gelangte an die SKS betreffend des zu Unrecht eingeforderten Verzugsschadens. Die SKS verlangte daher von der Inkassofirma Intrum Justitia die Summe des Verzugsschadens zurück – mit Erfolg! Anfänglich lehnte Intrum Justitia die Rückforderung ab, doch nach der 1. Mahnung überwies die Inkassofirma den Verzugsschaden (abzüglich 20 Franken Rückzahlungsspesen). «Wäre die Verrechnung des Verzugsschadens rechtlich zulässig gewesen, hätte Intrum Justitia uns diesen kaum zurückerstattet», ist Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS, überzeugt. Tatsächlich hatte die SKS vor, den Spiess umzudrehen und Intrum Justitia zu betreiben, hätte diese den Verzugsschaden nach einer allfälligen 2. Mahnung nicht beglichen.

Für die SKS und die Konsumentenmedien ist bereits seit Jahren klar, dass die Inkassofirmen den Verzugsschaden zu Unrecht erheben. Gross schreiben diese zwar in ihren Drohbriefen an die Schuldner «Verzugsschaden gemäss Art. 106 OR» und gaukeln damit seine Berechtigung vor. Doch das OR erlaubt nur das Erheben von Verzugszinsen. Ein Verzugsschaden hingegen kann nur geltend gemacht werden, wenn der Aufwand für die Inkassofirma höher ist als durch die Zinsen gedeckt werden. Dies ist selten der Fall. Im Gegenteil: Laut Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) Art. 27 Abs. 3 dürfen die Kosten, die durch das Beauftragen eines Inkassobüros entstehen, nicht dem Schuldner übertragen werden.

Die SKS ruft daher die Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, die Schreiben von Inkassofirmen aufmerksam durchzugehen. Berechtigte Rechnungen sollen rasch bezahlt werden – aber abzüglich unzulässiger Verzugsschaden oder weiterer Kosten, welche die Inkassofirmen erfinden. Die SKS hat hierzu einen Musterbrief aufgeschaltet.


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5 Kommentare zu “SKS mahnt erfolgreich die Inkassofirma Intrum Justitia!”



no_nick

Aus meiner Sicht hatder Musterbrief einen Haken.

Er enthält eine vorbehaltlose Anerkennung der Verzugszinsen. In einem Fall bei mir (SBB GA) wurde neben dem Verzugsschaden, auch viel zu hohe Verzugszinsen gefordert.

Deswegen meine Empfehlung: Auch auf die Verzugszinsen ein Auge werfen und nachrechnen!

Es könnte ja sein, dass die Inkassounternehmen, so sie denn merken, dass ihre Position bezüglich der Verzugsschäden schwierig wird, einfach mehr Verzugszinsen verlangen.

In meinem Fall habe ich eine eigene Rechnung für die Verzugszinsen gemacht und diese sofort überwiesen. Die eigentliche Schuld hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon lange (noch bevor Intrum ins Spiel kam) der SBB beglichen.

Danach habe ich zwar noch ca. 10 Briefe (teilweise ins Büro!!!) bekommen und mehrere Anrufe, aber ich wurde nie betrieben.

Liebe SKS, bitte auf diesen Aspekt auch mal ein Auge werfen.



oli

Hallo
Ich finde diesen Artikel Super.

Gerade heute habe ich von intrum justizia ein Schreiben erhalten.

Schuld Betrag ca. CHF 90.-
Verzugsschaden. CHF 76.-

Dies ist für mich in keiner relevanz.

zudem kommt, dass ich den Betrag von CHF 90.- einbezahlthabe bevor die Intrum mir diesen frechen Brief gesendet hat.



Lars

Super. So sollte es jeder machen, je mehr solche machenschaften ans licht kommen und je mehr davon wissen, desto eher kann man Intrum Aushungern. Denn wenn jeder diese Kosten Konsequent bestreitet und sich nicht mehr einschüchtern liesse würde Intrum nichts mehr verdienen und wäre bald ein ganz kleiner Furz der sehr schnell verdampft (Von der
Bildfläche verschwindet.) Die Schweiz wäre Intrum Frei und die Bevölkerung weniger Verschuldet, denn kannst Du 90.00-. nicht Bezahlen, schaffst Du 250.00-. noch weniger. Das ziel von Intrum, denn somit bist Du Freiwild für Intrum und die willkür kann weitergehen. Die Kosten steigen. Würde es Intrum nicht geben wäre die überschuldung kleiner. Die
Wirtschaft könnte wieder angekurbelt werden da die kaufkraft jedes einzelnen wieder höher würde müsste er sein Geld nicht für ein gieriges Inkassobüro das an den Gesetzen vorbei sein Geld eintreibt zum Fenster raus werfen,die Wirschaftskrise wäre kleiner. Kassensturz sollte eine Serie über Intrum machen, damit das auch der hinterste Schweizer
Bürger mitbekommt wie dieses Inkassobüro arbeitet, nur wer sagt dies eigentlich den Auftraggebern welche Intrum die Inkassoaufgabe übertragen. Wie viele wissen eigentlich effektiv, dass diese Gebühren eigentlich Sie Bezahlen müssten und nicht der Gläubiger. Intrum ködert solche Firmen ja mit kleinen Verwaltungskosten für den Auftraggeber. Klar das
können Sie auch weil Sie diese Illegalen Kosten den Schuldnern aufhalsen die Eigentlich der Gläubiger Bezahlen müsste. Wäre doch eine Aufgabe für den SKS oder? Rundschreiben zum Thema Inkassomentalität und ungesetzliche Forderungen.



D. Manser

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.



MAD

toll, ein einzelfall.
die illegalen gebühren werden sie aber wohl trotzdem nicht abschaffen.
wie wär’s mal mit ner hohen busse ?
vielleicht würde das ja was bewirken.

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