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Verzugsschaden ist nicht erlaubt – Musterbrief!

Mann mit leere Hosentasche.Inkassofirmen treiben offene Rechnungen in der Regel unzimperlich ein. Die Schreiben sind oft dreist und setzen die Schuldner so unter Druck, dass plötzlich zu viel bezahlt wird. So erheben die Inkassofirmen neben den Verzugszinsen häufig einen so genannten Verzugsschaden. Dieser kann gar höher sein als die ursprüngliche Forderung. Gemäss OR ist das gar nicht erlaubt!

Inkassobüros bereichern sich unerlaubterweise, indem sie den sogenannten Verzugsschaden erheben: zusätzlich zum Schuldbetrag, den Verzugszinsen und allenfalls Mahngebühren des ursprünglichen Gläubigers wird eine zusätzliche Gebühr für die Umtriebe der Inkassofirma erhoben.

Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS informiert seit Jahren, dass die Inkassofirmen diesen Verzugsschaden zu Unrecht erheben und konfrontiert damit auch die Inkassofirmen (vgl. z.B. Musterfall Intrum Justitia von 2010). In ihren Drohbriefen nennen sie die zusätzlichen Gebühren «Verzugsschaden gemäss Art. 106 OR» und gaukeln damit ihre Berechtigung vor. Doch das OR erlaubt nur das Erheben von Verzugszinsen. Ein Verzugsschaden kann nur geltend gemacht werden, wenn dem ursprünglichen Gläubiger, also z.B. dem Verkäufer (nicht aber einem Inkassobüro!) tatsächlich ein Schaden entstanden ist, der alleine mit dem Verzugszins nicht abgedeckt werden kann. Dies ist selten der Fall. Zudem muss ein derartiger Schaden konkret nachgewiesen werden.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) begleitete jüngst verdeckt einen Fall, in welchem von einem säumigen Schuldner nebst dem geschuldeten Rechnungsbetrag ein horrender Zusatzbetrag verlangt wurde. Die Intervention der SKS zeigte Wirkung und das Inkassobüro, in diesem Fall die Firma Intrum Justitia, verzichtete auf das Eintreiben des Verzugsschadens. Das Unternehmen gibt damit implizit zu, dass seine Verzugsschadenpraxis nicht legal ist.

Gehen Sie die Schreiben von Inkassofirmen aufmerksam durch. Berechtigte Rechnungen müssen rasch bezahlt werden – aber abzüglich unzulässiger Verzugsschaden oder weiterer Kosten, welche die Inkassofirmen erfinden.

Die SKS hat einen Musterbrief (Word) aufgeschaltet, womit Sie den erhobenen Verzugsschaden gegenüber dem Inkassobüro bestreiten können:

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