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Gesundheitskonferenz: Partikularinteressen dominieren

350 Köpfe gaben ihre Ideen zur zukünftigen Gesundheitspolitik der Schweiz ein: Gesundheitsminister Alain Berset hatte zur 1. Nationalen Gesundheitskonferenz geladen. An runden Tischen mit je 10 Personen wurden zwei grundsätzliche Fragen besprochen. Das nicht überraschende Fazit dieser heterogen zusammengesetzten Minidiskussionsrunden: Partikularinteressen dominieren.

Gesundheitskonferenz

 

Der auffallendste Punkt der Tagung jedoch ist, dass das Ziel der vermehrten Transparenz in der Gesamt-Auswertung weit abfällt. Licht in die Dunkelkammer „Gesundheitswesen“ zu bringen scheint auch zukünftig nicht gefragt zu sein. Jedoch: Die „zeitgemässen Versorgungsangebote“ und die „Bezahlbarkeit der Gesundheit durch Effizienzsteigerungen“ stehen an erster und zweiter Stelle in der Auswertung sämtlicher Diskussionsrunden. Doch wie sollen diese wichtigen und richtigen Ziele wirklich erfüllt werden können? Geht es nach der Mehrheit der 350 TeilnehmerInnen, sollen weiterhin die relevanten Daten des Gesundheitssystems im Verborgenen bleiben. Patientendaten sind hochsensibel und dürfen nicht in falsche Hände geraten. Dieses berechtigte Argument wird gerne und ausgiebig bemüht von den Leistungserbringern. Ein – mit anonymisierten Daten – gefüllter Pool könnte natürlich Überraschendes an den Tag fördern, woran nicht alle Gefallen finden würden. Doch an erster Stelle stehen die Fragen: Wohin fliessen die rund 65 Milliarden Franken, welche unser Gesundheitssystem jährlich kostet? Werden sie effizient, ineffizient oder sogar unnütz verbraucht? Auch für die SKS ist ein qualitativ hochstehendes, bezahlbares Gesundheitssystem das Hauptanliegen: dafür braucht es aber als wichtigsten Pfeiler ein Qualitätsmanagement – welches ohne Datenbasis natürlich nicht betrieben werden kann. Eine Planung des zukünftigen Gesundheitssystem ohne diese Grundlage gleicht einer Irrfahrt im Nebel.


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