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WhatsApp/Facebook: Widerstand ist angesagt!

DatenschutzGegen den Datenfluss zwischen WhatsApp und sämtlichen Firmen der Facebook-Unternehmensgruppe setzen sich Konsumenten- und Datenschützer in unserem nördlichen Nachbarland aktiv zur Wehr. Mit einer Abmahnung und einer Untersagungs-Anordnung soll verhindert werden, dass weiterhin Daten der WhatsApp-User an Facebook übertragen werden. Und: User, die bis am 25. September ihr Einverständnis zu den neuen Nutzungsbedingungen nicht geben haben, sollen zumindest die Möglichkeit erhalten, ihren Account nachträglich zu löschen. Die SKS zeigt zudem, welche Alternativen es zu WhatsApp gibt.

Die neuen Nutzungsbedingungen von WhatApp sehen vor, dass Account-Informationen an sämtliche Firmen der Facebook-Unternehmensgruppe weitergeleitet werden. Wer bis zum 25. September diese Bedingungen nicht akzeptiert hat, hat seither keinen Zugang mehr zum persönlichen WhatsApp-Account. Nicht einmal eine Löschung des Accounts ist mehr möglich. Wer die Bedingungen akzeptiert hat, dessen Daten werden nicht nur ungehindert an Facebook übertragen, sondern zusätzlich gibt er auch sein Einverständnis zum Empfang personalisierter Werbung (etwa von Firmen, deren Telefonnummern im persönlichen Telefonbuch gespeichert sind) – es sei denn, man entfernt ein bereits gesetztes Häkchen in den Einstellungen.

Diesen unkontrollierbaren Datenraubzug wollen die Experten des Marktwächter-Teams des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) beenden. Sie haben gegen WhatsApp eine sogenannte Abmahnung ausgesprochen. Besonders störend ist aus Sicht des Marktwächter-Teams, dass auch die Daten aus dem Telefonbuch der WhatsApp-User an Facebook übertragen werden – Nummern von Personen, die sich unter Umständen ganz bewusst gegen WhatsApp sowie Social Media-Plattformen wie z.B. Facebook entschieden haben! WhatsApp beantragte eine Fristverlängerung für seine Stellungnahme bis zum 14. Oktober. Die Markwächter wollen diese nur gewähren, wenn WhatsApp im Gegenzug die Accounts derjenigen User wieder freischaltet, welche die neuen Nutzungsbedingungen nicht akzeptiert haben, damit diese wenigstens ihren Account löschen können.

Die SKS steht in direktem Kontakt mit dem Marktwächter-Team, kann aber leider selbst keine ähnlichen Massnahmen ergreifen: Der SKS steht nicht dasselbe rechtliche Instrumentarium zur Verfügung wie dem vzbv, das Aussprechen einer Abmahnung ist nicht möglich.

Weiter hat der Hamburgische Datenschutzbeauftragte gegen den Massendatenabgleich Facebook per Anordnung untersagt, Daten von deutschen WhatsApp-Usern zu erheben und speichern. Bereits übermittelte Daten sollen gelöscht werden. Es muss als Armutszeugnis für die nationalen Datenschutzbehörden weltweit gedeutet werden, dass dem Treiben dieser Datenmaschinerie scheinbar tatenlos zugeschaut wird und sich lediglich ein lokaler Datenschutzbeauftragter bemüsigt fühlt, sich zur Wehr zu setzen. Wir erwarten, dass der Schweizer Datenschutzbeauftragte EDÖB ebenfalls aktiv wird.

Das momentane Fazit lautet: WhatApp-User, die nicht wollen, dass ihre Daten (inklusive die Daten des persönlichen Telefonbuchs) an die Facebook-Unternehmensgruppe weitergegeben werden, sollten ihren WhatApp-Account löschen und auf einen alternativen Messengerdienst umsteigen. Die Liste des vzbv gibt einen guten Überblick über das aktuellen Angebot und nennt die Datenschutzregeln der verschiedenen Dienste.

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