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Pharmageld für Ärzte: Wer erhält wieviel von wem?

Ärzte, Spitäler und Gesundheitsorganisationen erhielten 2015 bis 2017 Pharmageld in der Höhe von rund 455 Millionen Franken. Im Rahmen des sogenannten „Pharma-Kooperations-Kodex“ legen 60 Pharmaunternehmen offen, an wen sie Gelder zahlen. Sie tun dies jedoch in einer Form, die es für Konsumenten und Patienten verunmöglicht, sich ein Bild über die Geldflüsse zu machen. Die Plattform «Pharmagelder Schweiz» bietet einen detaillierten Einblick in die Zahlungen der Pharmaunternehmen. 

Pharmageld

Pharmagelder

2017 hat der Konsumentenschutz in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Beobachter und dem deutschen Recherchenetzwerk Correctiv die Pharmageld-Daten zusammengefasst, aufbereitet und zugänglich gemacht. Journalisten von «Beobachter», BLICK, «Handelszeitung» und «Le Temps» haben die neusten Daten ergänzt und erneut in einer Datenbank veröffentlicht. Auf der Plattform «Pharmagelder Schweiz» können alle veröffentlichten Geldflüsse abgerufen werden. Mit einer Suchfunktion kann nach Name, Adresse oder Ort der Empfänger (z.B. Ärzte und Spitäler) oder nach den zahlenden Pharmaunternehmen gesucht und so die Zahlungen eingesehen werden.

www.pharmagelder.ch

Diese zusätzliche Datenbank ist nötig, weil die sogenannte „Transparenzinitiative“ der Pharmaindustrie keine wirkliche Transparenz herstellt. Dies zeigt, dass die Selbstregulierung der Branche weder ernst gemeint ist, noch funktioniert. Die Pharmageld-Daten werden so publiziert, dass sie für Laien schwer verständlich und unauffindbar sind und ein Gesamtüberblick verunmöglicht wird. Zudem sind sie bei Weitem nicht vollständig: Zahlungen werden nur veröffentlicht, wenn die Empfänger damit einverstanden sind. Bei vielen Pharmaunternehmen erlaubt nur die Hälfte oder ein noch geringerer Anteil der Ärzte, dass ihr Name in Zusammenhang mit den Zahlungen genannt wird. Das heisst: Wenn eine Suche keinen Treffer ergibt, erhält diese Person/Institution entweder kein Geld oder sie nimmt Geld entgegen, steht aber nicht dazu. Fazit: Von Transparenz kann keine Rede sein.

Der «Beobachter» berichtet über die aufbereiteten Pharmageld-Daten und erläutert, mit welchen Methoden Pharmafirmen die Auswertung ihrer Zahlungen erschweren.

Beobachter: Die Alibiübung der Pharmaindustrie

Gerade im Gesundheitswesen sind solche intransparente Geldflüsse besonders problematisch. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass finanzielle Zuwendungen Ärzte beim Verschreiben von Medikamenten beeinflussen können. Dies ermöglicht Pharmaunternehmen ihren Absatz zu optimieren – auf Kosten der Gesundheit der Patienten und der Bevölkerung, welche die Gesundheitsausgaben finanzieren muss.

 

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