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Zeitschinden auf Kosten der Versicherten

Weko stellt ihre Vorabklärung betreffend santésuisse ein.

Die wirkungslose Branchenvereinbarung der Krankenversicherer, die seit Juni 2011 Telefonwerbung und Provisionen einschränken sollte, ist aus Wettbewerbsgründen aufgehoben worden. Ein doppelt schlechter Witz aus Konsumentensicht: Die Vereinbarung wurde von den grossen Versicherern erstens nie eingehalten, diente aber zweitens dazu, dass die Politik drei Jahre untätig blieb. Die SKS forderte schon im 2011 verbindliche politische Einschränkungen, weil sie der Branchenlösung des Krankenversicherungsverbands santésuisse nicht vertraute.

Vor drei Jahren unterzeichneten die Krankenversicherer eine Branchenvereinbarung zur Kundenwerbung. Die Vereinbarung verbot die Telefonwerbung für den Verkauf von Grundversicherungen (Kaltakquise) und begrenzte die Provisionen für Verkaufsabschlüsse. Vor allem die grossen Krankenversicherungen hielten sich allerdings nicht an die Abmachungen und setzten immer noch aggressive Televonanrufe ein, um Neukunden für die Grundversicherung zu gewinnen. Nun sieht die Wettbewerbskommission WEKO den wirksamen Wettbewerb in Gefahr und lässt die Branchenvereinbarung per sofort auflösen.

Die Verschleppungstaktik der Krankenversicherer und das ungerechtfertigte Vertrauen der Politik auf die Branchenlösung hat den Konsumenten lästige Telefonanrufe beschert – drei unnötige Jahre lang. Die SKS hatte in den letzten zwei Jahren über 7000 Meldungen von KonsumentInnen, die sich beschwerten, weil Versicherungsmakler trotz Sterneintrag im Telefonbuch aggressiv eine Grundversicherung verkaufen wollten. Die von santésuisse behauptete Verbesserung der Qualität in der Vermittlertätigkeit kann die SKS insofern nicht bestätigen. Die SKS hält weiter fest, dass die Politik wie von ihr gefordert bereits im 2011 griffige Massnahmen hätte durchsetzen müssen. Der Beruhigungspille „Branchenlösung“ gingen die Politiker aber auf den Leim.


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Ein Kommentar zu “Zeitschinden auf Kosten der Versicherten”



Markus Müller

Bei Anruf Spass – Lästige/unangenehme Werbeanrufe von Callcentern und warum es keine neue Gesetze braucht:

Die effektivste und aus wirtschaftsliberaler sicht vernünftigste Massnahme gegen unangenehme Anrufe von Agents aus Callcentern führt über die Fragestellung, wie es für die Betreiber von solchen Callcentern durch uns KonsumentInnen unattraktiv gemacht werden kann, anstelle auf gut aus- und weitergebildete und verkäuferisch trainierte und gut bezahlte auf Massen von nicht oder kaum ausgebildete, schlecht bezahlte und dadurch unmotivierte MitarbeiterInnen zu setzen.

Denn auch der Verschleissjob „Call-Center-Agent“ bringt den Mitarbeitern ohne entsprechende Weiterbildung und Honorierung nur kurzfristig, vielleicht für 2-3 Jahre wirklch etwas wenn auch finanziell nur wenig.

Des weiteren darf gesagt sein, dass Kaltanrufe, also Anrufe ohne bestehende Kundenbeziehung oder vorhergehende Werbemassnahme für gute Produkte oder Dienstleistungen im Sinne einer Ideengebung für den potentiellen Kunden durchaus in seinem Sinne sein kann! Ich denke hierbei zum Beispiel an die Finanzplanung/Altersvorsorge. So darf dem Telefonmarketing durchaus auch einen reellen Nutzen für die/den angerufen KonsumentIn abgewonnen werden, sei es nur als Motivationsanstoss etwas wie eben eine Finanzplanung/Altersvorsorge an die Hand zu nehmen!

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