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Wie kann man Lebensmittelverschwendung vermeiden?

Web-Ratgeber

Schritt für Schritt im Alltag die Lebensmittelverschwendung reduzieren. In der Schweiz wirft jeder Einwohner ungefähr 100 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg, das heisst beinahe einen vollen Teller pro Tag! Schon mit sieben kleinen Schritten ist es möglich, weniger zu verschwenden:

1. Bewusst konsumieren

Notieren Sie, welche Lebensmittel Sie wegwerfen – so werden Sie sich bewusst, wieviel Lebensmittelabfall Sie produzieren und welche Lebensmittel bei Ihnen in den Abfall wandern. Das hilft, die Lebensmittelverschwendung zu umgehen, indem man beispielsweise ein kleineres Brot einkauft. Berechnen Sie auch, wieviel Sie die weggeworfenen Lebensmittel kosten. Durchschnittlich gibt ein vierköpfiger Haushalt im Jahr CHF 2’000.- für Lebensmittel aus, die im Abfall landen.

2. Durchdacht einkaufen

Vor dem Einkauf: Planen Sie die Mahlzeiten der nächsten Tage oder der Woche. Kontrollieren Sie Ihre Vorräte im Schrank und im Kühlschrank und planen Sie die Lebensmittel ein, die nicht mehr lange haltbar sind. Erstellen Sie eine Einkaufsliste.

Beim Einkaufen: Kaufen Sie nicht hungrig ein. Halten Sie sich an Ihre Einkaufsliste. Kaufen Sie grössere (Aktions-)Mengen nur dann ein, wenn Sie Verwendung dafür haben. Prüfen Sie die Haltbarkeitsdaten: Können Sie die Produkte innerhalb dieser Frist verwenden? Kaufen Sie gekühlte oder tiefgekühlte Produkte wie Fisch, Fleisch und Patisserie erst am Schluss ein. Transportieren Sie diese in einer Kühltasche nach Hause.

Kaufen Sie bewusst ein: Kaufen Sie Frischprodukte kurzfristig und in kleinen Mengen. Beziehen Sie sie direkt beim Produzenten und auf dem Markt.

Zusätzliche Informationen finden Sie bei unseren Einkaufstipps

3. Richtig aufbewahren

Beachten Sie die Aufbewahrungshinweise auf den jeweiligen Lebensmitteln, beispielsweise «trocken aufbewahren», «gekühlt aufbewahren», «bei 5 Grad aufbewahren» etc. Bewahren Sie Lebensmittel, die bald ablaufen oder nur kurz gelagert werden können, gut sichtbar vorne im (Kühl-)Schrank auf. Versorgen Sie die frischsten Lebensmittel hinten im Kühlschrank, solche, die bald verzehrt werden sollten, weiter vorne  – gemäss dem Prinzip first in, first out. Packen Sie heikle Früchte und Gemüse aus.

Die Verbrauchsdaten verstehen: «Zu verbrauchen bis…» ist auf Frischprodukten angebracht. Heikle Produkte wie Hackfleisch oder Fisch dürfen nach Ablauf nicht mehr konsumiert werden. Prüfen Sie die  anderen mit Ihren Sinnen.

„Mindestens haltbar bis…“: Nach Ablauf dieses Datums können lang haltbaren Produkte wie Reis, Teigwaren oder Konserven ohne Problem konsumiert werden. Es sind keine Gesundheitsrisiken, sondern höchstens Qualitätseinbussen zu befürchten.

Hier gibts mehr zu den Themen Aufbewahren von Lebensmittel und Haltbarkeitsdaten.

4. Überlegt kochen

Damit beim Essen nicht Resten übrig bleiben, kochen Sie nur die notwendigen Mengen. Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung berechnet man folgende Portionen pro Person :
 180 – 300 Gramm Kartoffeln
 45 – 75 Gramm Reis, Teigwaren, Polenta, Mehl oder Flocken
 80 – 100 Gramm Gemüse
Verwerten Sie die Reste und bewahren Sie sie richtig auf. Kühlen Sie das Übriggebliebene rasch im Wasserbad oder an der Winterluft ab und stellen Sie es anschliessend in den Kühlschrank. So bleiben die Reste noch zwei bis drei Tage konsumierbar. Tiefgekühlt können die gekochten Speisen noch drei Monate aufbewahrt werden. Ist das Gemüse nicht mehr ganz frisch, aber noch ohne Schimmel? Bereiten Sie damit eine feine Suppe, einen Gratin oder ein Püree zu.

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5. Richtig bestellen im Restaurant

Wenn Sie nicht sehr hungrig sind oder einen kleinen Appetit haben, fragen Sie im Restaurant nach einer halben Portion. Für Wenig-Esser ist es inzwischen in vielen Restaurants möglich, eine kleinere Portion zu bestellen. Teilen Sie die Vorspeise oder das Dessert mit Ihrer Begleitung. Falls Sie Ihr Essen mit einem kleineren Kind teilen möchten, fragen Sie einfach nach einem zweiten Teller. In vielen Restaurants ist es inzwischen selbstverständlich, dass man die Reste einpackt und dem Gast mitgibt, wenn er dies wünscht.

6. Das Essen wertschätzen

Teilen Sie mit Ihrer Familie, Freunden oder Nachbarn das Essen, das Sie nicht vor Ablauf der Verbrauchsfrist verwerten können. Geben Sie das Essen, das nicht mehr konsumierbar ist, Tieren: Hunde, Katzen oder Hamster sind dankbare Abnehmer für Essensreste oder Küchenabfälle. Mit Essensresten oder Küchenabfällen kann man Energie in Form von Biogas gewinnen: Immer mehr Gemeinden verfügen über eine Biogas-Anlage. Beim Vergärungsprozess entstehen Gase, welche für die Wärmegewinnung oder zur Stromerzeugung genutzt werden können. Kompostieren Sie die Rüstabfälle.
Werfen Sie Lebensmittel, die nicht mehr anders genutzt werden können, in den Abfall. Die Toilette ist keine gute Entsorgung für Lebensmittel!

7. Sich nicht entmutigen lassen!

Verhaltensänderungen brauchen Zeit, lassen Sie sich also nicht entmutigen und reduzieren Sie schrittweise Ihre Lebensmittelverschwendung!

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Weitere Fragen zum Thema Lebensmittelverschwendung

 

zuletzt aktualisiert am 18.10.2019

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