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SKS-Musterbrief gegen Auswertung der Zahlungsverkehrsdaten durch Postfinance

Postfinance will die Zahlungsverkehrsdaten aller Kunden auswerten und ihnen entsprechende Angebote von Drittfirmen anbieten. Dazu hat sie die Teilnahmebedingungen erneuert und will alle Nutzer des Onlinebanking-Portals E-Finance zwingen, diesen zuzustimmen. Mit dem Musterbrief der Stiftung für Konsumentenschutz können Sie sich dagegen wehren.

Wer sich bei Postfinance E-Finance anmelden will, wird – bevor er Zugriff auf sein Konto erhält – gebeten, die neuen Teilnahmebedingungen (TNB) zu akzeptieren. Diese erlauben Postfinance Zahlungsverkehrsdaten auszuwerten um Kunden massgeschneiderte Angebote von Drittfirmen anzubieten. Dass man (vorläufig noch) auf E-Finance zugreifen kann, ohne die neuen TNB zu akzeptieren, wird verschwiegen. Dahinter steckt wohl die Hoffnung, Kunden würden den TNB zustimmen, um endlich ihre Bankgeschäfte erledigen zu können.

Ab 12. Oktober soll der Zugriff auf E-Finance nur noch Kunden zur Verfügung stehen, welche den neuen TNB zugestimmt haben. Eine Ablehnung der Analyse der Zahlungsverkehrsdaten soll aber erst ab April 2015 möglich sein. Bis dahin will Postfinance die Daten aller Kunden auswerten.

Aus der Presse ist zu vernehmen, dass Postfinance die Zahlungsverkehrsdaten nicht analysieren und ihnen keine Angebote unterbreiten,  wenn die Kundinnen und Kunden schriftlich mitteilen,  dass sie dies nicht wünschen. Es ist skandalös, dass Postfinance dies ihren Kunden nicht aktiv kommuniziert.

Update vom 9.10.2014: Mit Medienmitteilung vom 8.10.2014 teilt Postfinance mit, dass Kunden, die die neuen TNB noch nicht akzeptiert haben, diese beim Login ins neue E-Finance ab dem 12. Oktober wahlweise mit oder ohne Analyse ihrer Personendaten akzeptieren können. Kundinnen und Kunden, die die neuen TNB bereits akzeptiert haben, können sich weiterhin schriftlich von den Angeboten von Dritten abmelden – entweder per Brief, E-Mail oder geschützter Nachricht im E-Finance. In diesem Fall werden ihre Personendaten nicht ausgewertet und sie erhalten keine vergünstigten Angebote.

Die SKS empfiehlt, sich schriftlich bei Postfinance zu melden und mitzuteilen, dass sie weder eine Analyse der Zahlungsverkehrsdaten noch darauf basierende Angebote von Postfinance oder Dritten wünschen. Wer noch weiter gehen will, kann auch sein Konto bei bei Postfinance auflösen und zu einer anderen Bank wechseln. Diese Massnahmen lassen sich sehr einfach mithilfe eines der drei folgenden Musterbriefe erledigen.

Musterbrief 1 Für Kunden welche die neuen TNB noch nicht unterzeichnet haben und die Datenanalyse ablehnen
Musterbrief 2 Für Kunden welche die neuen TNB bereits unterzeichnet haben aber die Datenanalyse ablehnen
Musterbrief 3 Für Kunden welche ihr Postfinance Konto auflösen möchten

Wer genau wissen möchte, wie das Schnäppchenportals der Postfinance funktioniert, sei auf den Artikel im „Tagesanzeiger“ vom 19.8.2014 verwiesen.

Die SKS verurteilt das Vorgehen von Postfinance. Es ist inakzeptabel, dass Postfinance versucht seine Kunden unter Druck zu setzen, um der Auswertung von vertraulichen Zahlungsverkehrsdaten zuzustimmen. Dass eine Ablehnung dieser Praxis erst Monate später ermöglicht werden sollte, zeigt, dass Postfinance seine Kunden über die neuen Teilnahmebedingungen offensichtlich gar nicht fair und transparent informieren will, um möglichst viele Daten auswerten zu können.

Dieses jüngste Beispiel zeigt einmal mehr, wie immer mehr Anbieter elektronische Daten systematisch auswerten. Die SKS fordert, dass dies bei der anstehenden Revision des Datenschutzgesetzes berücksichtigt wird. Das Sammeln und Auswerten elektronischer Daten muss endlich reguliert werden.

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