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Influencer-Werbung: Enttäuschende Entscheide

Roger Federer und alle anderen Influencer im Internet müssen ihre Werbung nicht kennzeichnen: Zu diesem Schluss kommt man angesichts der letzten Entscheide der Lauterkeitskommission. Die Rekurse und die Beschwerden des Konsumentenschutzes wurde allesamt abgewiesen. Ein absolut unverständliches Vorgehen der Lauterkeitskommission, denn das bedeutet im Grunde, dass Influencer schalten und walten können, wie sie wollen. Die Konsumentinnen und Konsumenten werden allein gelassen. Diese seien ohnehin im Bild , dass es sich um Werbung handle, zieht sich die Lauterkeitskommission aus der Verantwortung.

Eines kann man der Lauterkeitskommission nicht absprechen: Sie ist konsequent. Sie hat die Rekurse und die fünf Beschwerden des Konsumentenschutzes unisono abgewiesen. Die Begründungen variieren leicht. Im Grunde findet die Kommission jedoch, dass die kommerzielle Kommunikation in allen Fällen eindeutig erkennbar ist und es somit keiner weiteren Kennzeichnung oder Klarstellung bedarf. Der Konsumentenschutz hat die Beschwerden und die Rekurse – unter anderem auch gegen Tennisprofi Roger Federer – geführt, weil sie der Überzeugung ist, dass auch online Werbung und kommerzielle Kommunikation für die Konsumenten sichtbar gemacht werden muss. Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und die Grundsätze der Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation verlangen dies. Mit einer ganzen Reihe von Beschwerden gegen Influencer auf der Socialmedia-Plattform Instagram wollte der Konsumentenschutz Klarheit erlangen, wann ein Post mit kommerziellem Hintergrund als solcher gekennzeichnet werden soll und wann es nicht notwendig ist.

Die Antwort der Lauterkeitskommission ist nach den letzten Entscheiden eindeutig und doch gänzlich unverständlich. Sie wehrt alle Beschwerden und Rekurse ab, unabhängig davon, ob der kommerzielle Hintergrund offensichtlich oder gut getarnt ist. Konsumentinnen und Konsumenten sollen nun jeweils selbst wissen, ob es sich um einen Werbebeitrag handelt oder ob ein Produkt rein zufällig mit auf das Bild geraten ist. Angesichts der intensiven Diskussionen um eine verlässliche Kennzeichnung im umliegenden Ausland zeigen die Entscheide, dass die Lauterkeitskommission dieses Problem nicht ernsthaft angehen will. Der Konsumentenschutz überlegt sich das weitere Vorgehen in dieser unschönen Angelegenheit.

Entscheid Lauterkeitskommission


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