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Rechtsschutzversicherungen: 5 von 11 sind ungenügend

Ein Test der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und „Kassensturz“ zeigt: Fünf von elf Rechtsschutzversicherungen sind ungenügend. Für die Versicherten besonders ärgerlich ist, dass im Kleingedruckten zahlreiche Ausnahmen vorgesehen sind. Ob der Werkvertrag mit einem Handwerker, bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Arbeitgeber oder mit Sozialversicherungen: Bei vielen Rechtsgebieten müssen die Versicherten damit rechnen, dass sie durch ihre Rechtsschutzversicherung nicht unterstützt werden. Dass es auch anders geht, zeigt sich beim Testsieger.

Ein Rechtsstreit kann rasch sehr teuer werden: Nebst den Kosten für den eigenen Anwalt drohen Gerichtskosten und allenfalls auch die Kosten für den Anwalt der Gegenpartei. Gegen dieses finanzielle Risiko kann man sich mit einer Rechtsschutzversicherung absichern. Im Bedarfsfall wird man juristisch beraten und wenn nötig durch einen kostenlosen Anwalt vertreten – das ist auf jeden Fall die Theorie, die Praxis sieht leider anders aus: Im Kleingedruckten gibt es je nach Versicherungsgesellschaft viele Ausschlüsse, zum Beispiel Rechtsstreitigkeiten mit einer Sozialversicherung, mit den Nachbarn oder mit Verwandten bei Erbschaftsfragen. Ebenfalls oft eingeschränkt sind die Streitsummen: Einerseits existieren Obergrenzen, andererseits auch Untergrenzen – die Versicherungen schützen sich so einerseits vor Streitigkeiten um sehr grosse Summen und verhindern andererseits, dass ein Versicherungsnehmer bei kleinen Summen seine Rechtsschutzversicherung in Anspruch nimmt. Die mündliche Rechtsberatung wird ebenfalls oft eingeschränkt. Es ist keineswegs üblich, dass Versicherte jederzeit eine Antwort auf ihre Rechtsfrage erhalten.

vertrag_unterschriftTestsieger heisst Dextra

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat zusammen mit der Konsumsendung des Schweizer Fernsehens „Kassensturz“ und den Beratungsexperten von „fairsicherungen“ gängige Rechtsschutzversicherungen unter die Lupe genommen. Von den elf getesteten Rechtsschutzversicherungen schnitten fünf ungenügend ab: DAS Basic, Axa-Arag, Coop, National Basic von Coop und Smile direct Silver von National Suisse/Coop. Die Note „genügend“ gab es für Orion Standard von Zurich, Fortuna von Generali, CAP von Allianz, Protekta von der Mobiliar und für Assista vom TCS. Testsieger und die einzige Rechtsschutzversicherung mit der Note „gut“ wurde Dextra. Die Offerte von Dextra war gut verständlich und im Gegensatz zu den anderen Versicherungen gibt es bei Dextra am wenigsten Ausschlüsse. Vorbildlich ist zum Beispiel, dass Verträge mit Handwerkern (bis zu 150’000 Fr.) eingeschlossen sind, eine Mehrheit der anderen getesteten Versicherungen schliesst dies aus oder begrenzt die Streitsumme auf 3’000 bis 10’000 Franken. Die Dextra kennt auch keine Ober- und Untergrenze für Streitsummen und gewährt die freie Wahl des Anwalts. Bei diesen drei Kriterien schnitten viele Rechtsschutzversicherungen schlecht ab.

Grosse Prämienunterschiede

Die Prämien variieren je nach Gesellschaft stark: Unsere Testperson A (ohne Familie) erhielt Offerten zwischen 165 Fr. bis 320 Fr. pro Jahr für ein Basispaket aus Verkehr- und Privatrechtsschutzversicherung. Die günstigste Versicherung (DAS Basic) ist damit praktisch halb so teuer wie das Schlusslicht Coop. Testperson B (inbegriffen: Familienangehörige) erhielt Offerten von 294 Fr. bis 385 Fr.

Die Prämien und die übrigen Testresultate im Detail finden Sie hier.

So wurde getestet

Zwei Testpersonen -eine mit Familie, die andere ohne- haben Offerten für die elf meistverkauften Rechtsschutzversicherungen eingeholt. Sie beschränkten sich dabei auf ein Basispaket aus Verkehr- und Privatschutzversicherung. Bei der Beurteilung der Offerten wurden folgende Kriterien angewendet:

Der Beitrag im Kassensturz:


Weitere Informationen zu diesem Test, inklusive Merkblatt, von „Kassensturz“

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