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SwissPass: SBB wenden faule Tricks an

swisspass_ausschnittMit allen möglichen und auch unfairen Tricks versuchen die SBB, die Kundinnen und Kunden dazu zu bringen, ihr Halbtax und Generalabonnement (GA) über den SwissPass nahtlos zu erneuern und der automatischen Vertragsverlängerung zuzustimmen. Nun drohen die SBB den GA-Kunden sogar fälschlicherweise, dass ihnen ein Rabatt von bis zu CHF 165.- nicht zugestanden wird, wenn sie ihr GA befristet auf ein Jahr kaufen. Eine elende Zwängerei, findet die SKS, welche seit Einführung des SwissPass verlangt, dass man wählen kann, ob man die automatische Vertragsverlängerung will oder nicht.

SBB-Kundinnen und Kunden würden ihr Halbtax und Generalabonnement in der Regel nahtlos erneuern, deshalb sei die automatische Vertragsverlängerung angebracht, argumentierte die SBB bei der Einführung des SwissPass. Auf Druck der SKS gab die SBB schliesslich nach, allerdings sehr eingeschränkt: Nur wer am Schalter sein Halbtax oder GA löst, kann einen befristeten Vertrag für ein Jahr abschliessen. Alle anderen müssen rechtzeitig kündigen, wenn sie das Abo nicht nahtlos erneuern möchten.

Allerdings scheint es vielen Konsumentinnen und Konsumenten wichtig, dass ihr Abo befristet läuft: Immerhin 90’000 GA-Kunden oder ein Fünftel aller Kunden schloss einen befristeten Kaufvertrag ab. Das sind der SBB offenbar zu viele: Denn wie bei den Halbtax-Inhabern droht die SBB auch den GA-Kunden, dass sie Rabatte und Vergünstigungen verlieren, wenn sie einen befristeten Vertrag abschliessen. Halbtax-Kunden kennen dies schon: Auch ihnen wird der Rabatt von CHF 20.- für die unterbruchsfreie Erneuerung gestrichen, sie werden zudem auch nicht daran erinnert, dass ihr Abo bald ausläuft.

Der Preisüberwacher, der mit der SBB eine entsprechende Vereinbarung über die GA getroffen hat, dementiert diese Information, welche den GA-Kunden in diesen Tagen und Wochen in den Briefkasten flattert: Der Rabatt stehe allen GA-Kunden zu.

Mit verwirrenden Kundenschreiben und Drohungen versuchen die SBB, ihre Kundinnen und Kunden zu „erziehen“ und der automatischen Vertragsverlängerung zum Durchbruch zu verhelfen. Eine elende Zwängerei, findet die SKS. Denn trotz hohen Hürden für den Abschluss eines befristeten Abos, das nur am Schalter gelöst werden kann, und verschiedenen Schikanen, haben im letzten Jahr nur 70 Prozent der Kundinnen und Kunden der automatischen Vertragsverlängerung zugestimmt. Für die SKS ist weiterhin klar: Die SBB sollen den Kunden freistellen, ob sie der automatischen Vertragsverlängerung möchten oder nicht, und zwar auf allen Kanälen und nicht nur am Schalter!

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