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Mobility Pricing: Verkehrsströme steuern allein reicht nicht

bahnofzürichDie Verkehrsströme auf Strasse und Schiene sollen besser gesteuert und die Verkehrsspitzen dadurch gebrochen werden: Eine an und für sich gute Idee. Allerdings darf nicht der Verkehr alleine reguliert werden, sondern Wirtschaft, Verwaltung und Schulen müssen dringend miteinbezogen werden. Sonst bieten sich Arbeitnehmenden und Schülern keine Alternativen und Mobility Pricing wirkt sich einzig auf die Einnahmenseite aus.

Statt Schiene und Strasse mit teurem Geld auf die Verkehrsspitzen am Morgen und am Abend ausrichten zu müssen, sollen die Verkehrsströme dank Mobility Pricing besser gesteuert werden: Konkret heisst das, dass ein Billet für den öffentlichen Vekehr zu den Stosszeiten teurer sein wird als beispielsweise am späteren Vormittag oder mitten am Nachmittag. Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS erachtet dies zwar als einen positiven Schritt, welcher das Departement für Umwelt, Vekehr, Energie und Kommunikation (UVEK) heute ankündigt, setzt jedoch ein grosses „Aber“ hinzu: Für Konsumentinnen und Konsumenten ist dies nur dann akzeptabel, wenn sie eine Wahl- oder Ausweichmöglichkeit haben. Konkret heisst das, dass Arbeitgeber und Schulen miteinbezogen sein müssen und flexible Arbeitszeitmodelle und Home Office, Fahrgemeinschaften oder späteren Unterrichtsbeginn anbieten müssen. Die SKS fordert, dass die Städte oder Kantone, welche sich für den Pilotversuch interessieren, auch in diesen Bereichen ein Angebot schaffen müssen.
Zudem ist es wichtig, dass nicht nur die Betroffenen zur Kasse gebeten werden, sondern auch andere Nutzniesser. In Frankreich beispielsweise müssen Betriebe mit mehr als neun Angestellten, welche von einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr öV profiiteren, eine Art „versement transport“ bezahlen, eine Abgabe auf die Lohnsumme von Betrieben. Damit beteiligen sie sich auch an den Kosten, welche der öV verursacht und der ihnen einen Standortvorteil gewährt.

Medienmitteilung UVEK


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