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Konsumentendienst: Aggressive Mitgliederwerbung

Konsumentendienst2Der Verein „Konsumentendienst“ wirbt durch Telefonmarketing aggressiv um Mitglieder. Wohl auch, weil viele Angerufene das Callcenter spontan mit der Stiftung für Konsumentenschutz SKS verwechseln, scheint diese Masche zu funktionieren. Die Agenten versuchen gar nicht erst, die Verwechslung zu vermeiden – ganz im Gegenteil: „Konsumentenschutz ist doch eine gute Sache, finden Sie nicht, Frau Müller? Sie können unsere Organisation auch mit einer freiwilligen Spende unterstützen.“

Doch aufgepasst, beim „Konsumentendienst“ handelt es sich keineswegs um die SKS, sondern um die neueste Geschäftsidee von Patrick Dütschler. Der ehemalige Eigentümer und Geschäftsführer der Datacom GmbH, die per Telefonwerbung eine nutzlose Sperre von Telefonwerbung verkaufte, will jetzt als Trittbrettfahrer von der Arbeit der Konsumentenorganisationen profitieren, indem er als „unabhängiger Verein“ kostenpflichtige Beratungsdienstleistungen anbietet. Die Beratungen leistet aber nicht der Konsumentendienst selber, sondern der Rechtsauskunftsdienst der Fortuna Rechtsschutz-Versicherungen AG. Dütschler hat mit der Rechtsschutzversicherung der Fortuna, die zur Generali-Holding gehört, eine Kooperation laufen. Unabhängig sind diese Beratungen keineswegs.

Bereits im vergangenen Februar hat die SKS die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Konsumentendienstes öffentlich angeprangert, worauf der Konsumentendienst sie zuerst änderte und kurz darauf kurzerhand abschaffte, indem er auf die Mitgliedschaftsklauseln in den Vereinsstatuten verwies.

Für die Mitgliederwerbung betreibt der Konsumentendienst seit einigen Wochen aggressives Telefonmarketing. Der Telefonagent gibt dabei zuerst vor, für einen „unabhängigen Auftraggeber“ eine Umfrage zu machen. Wer drei Fragen beantwortet, erhält zur Belohnung eine halbjährige Mitgliedschaft beim Konsumentendienst.

Der Mitgliederbeitrag pro Kalenderjahr koste 97 Franken, abzüglich geschenkten sechs „Schnuppermonaten“ mache das noch Fr. 47.50, die Rechnung werde der Mitgliederbestätigung gleich beigelegt. Nicht erwähnt wird dabei, dass das „Geschenk“ bereits fast abgelaufen ist: Wer also im Mai Mitglied wurde, erhielt noch knapp zwei Monate „Gratismitgliedschaft“.

Auf der Rückseite der Rechnung, die einige Tage später ins Haus flattert, wird verklausuliert erläutert, ob die Rechnung des Konsumentendienstes nun zu bezahlen sei oder nicht. Nur wer die Rechnung genau liest, merkt, dass der Beitrag für die Passivmitgliedschaft und die damit verbundenen Leistungen freiwillig ist. Das hält den Konsumentendienst jedoch nicht davon ab, die beschenkten Schnuppermitglieder bei Nichtbezahlung subito mit einer Mahnung zu bedienen.

Die SKS empfiehlt, weder Rechnungen noch Mahnungen des Konsumentendienstes zu bezahlen und die Mitgliedschaft baldmöglichst schriftlich (am besten mit eingeschriebenem Brief) zu kündigen. Ferner hat die SKS hat bei der Staatsanwaltschaft Zug wegen unlauteren Wettbewerbs gegen den Konsumentendienst Anzeige erstattet.


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