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Mogelmotoren brauchen Update

Pollution carIn der Schweiz sind laut aktuellen Angaben des Astra (Bundesamt für Strassen) bis zu 180’000 Fahrzeuge mit einem Motor unterwegs, der mehr Abgase ausstösst, als gesetzlich erlaubt ist. Betroffen sind neben VW auch Autos der Marken Audi, Seat und Skoda. Das Astra hat am Freitagabend den Verkauf von Autos mit dem betroffenen Motor vorübergehend verboten. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sieht Konsumentinnen und Konsumenten aus mindestens vier Gründen vom VW-Konzern über den Tisch gezogen:

 

 

  1. Massive Täuschung: Kunden wurden vorsätzlich über Emissionswerte getäuscht und ihr ökologisches Gewissen missbraucht
  2. Vorsätzliche Gesundheitsschädigung: Konsumenten und Konsumentinnen und die Umwelt werden mit gesetzlich nicht zulässigen Emissionswerten geschädigt.
  3. Es ist anzunehmen, dass die betroffenen Fahrzeuge mehr Diesel verbrauchten, als Konsumentinnen und Konsumenten beim Kauf ursprünglich angenommen hatten.
  4. Occassionen der betroffenen Autos sinken im Wert, betroffen sind wiederum die bislang ahnungslosen Käufer.

Die SKS geht davon aus, dass der VW-Konzern noch diese Woche bekannt geben wird, ob und wann die betroffenen Autos zurückgerufen werden, um ein Software-Update zu bekommen, das das Mogel-Programm ausschaltet. Es ist damit zu rechnen, dass die Autos dann entweder mehr Treibstoff verbrauchen oder weniger Leistung aufweisen.

Laut Blick.ch sind folgende Autos betroffen:

Betroffen sind alle Modelle mit dem Motoren-Typ EA 189.

Volkswagen

Alle VW-Neuwagen, die die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, sind nicht betroffen.

Audi

Skoda (Baujahre 2009 bis 2013)

Seat

Es gibt betroffene Modelle auch bei Seat. Welche das sind, ist noch nicht öffentlich. Die spanische Zeitung «El País» spricht von einer halben Million Autos.

 

Hintergrund (Informationen vom VCS)

Experten des ICCT (International Council on Clean Transportation) haben bei Dieselmotoren von VW ungewöhnliche Abweichungen zwischen Abgastests unter Laborbedingungen und Tests unter realen Bedingungen festgestellt. Der Schadstoffausstoss lag bei den Tests unter Realbedingungen um ein vielfaches höher als im Standardtest. Aufgrund dieser Ergebnisse stellte die amerikanische Umweltbehörde Environment Protectional Agency (EPA) eigene Untersuchungen an und hat den Volkswagen-Konzern überführt, bei Diesel-Fahrzeugen das Abgasverhalten zu manipulieren.

Wie funktioniert der VW-Betrug?

Eine Software im Auto erkannte einen Abgastest und manipulierte das Ergebnis durch die Einspritzung von Adblue. Der Harnstoff Adblue neutralisiert Stickoxide indem er sie in Wasser und Stickstoff umwandelt.

Was bedeutet dieser Skandal für die Schweiz

Trotz laufend verschärften Abgasbestimmungen hat sich die Belastung mit gesundheitsgefährdenden Stickoxiden (NOx) in den vergangenen zehn Jahren kaum reduziert. Dabei zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die Immissionsgrenzwerte sogar noch weiter gesenkt werden müssten, um gesundheitliche Risiken weitgehend auszuschliessen. Grund für die konstant zu hohen NOx-Emissionen ist der seit Jahren steigende Dieselanteil an der Schweizer Fahrzeugflotte. Im Jahr 2014 hatten 37.2% der in der Schweiz verkauften Neuwagen einen Dieselmotor, 1996 waren es erst 5.2% der Neuwagen. Dieselfahrzeuge weisen bis zehnmal höhere Stickoxidemissionen auf als benzinbetriebene Autos und sind in den letzten acht Jahren kaum sauberer geworden.

Die nun aufgedeckten Betrügereien von VW in den USA zeigen, was man schon länger vermuten konnte. In Europa ist die Situation noch schlechter, weil hier der Anteil an Dieselautos deutlich höher ist als in der Schweiz. Aufgrund der laschen Gesetze der EU werden die strengen Abgasgrenzwerte nur bei den obligatorischen Labortests eingehalten. Dieselfahrzeuge weisen ausserhalb des Testfahrzyklus noch sehr hohe Emissionen auf. Dies bestätigen auch in der Schweiz punktuell durchgeführte Messungen in der Realität.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass nebst Volkswagen auch andere Konzerne die Abgaswerte manipulieren. Die Organisation Transport & Environment (T&E) in Brüssel berichtet, dass neue Dieselautos verschiedener Marken im Strassenverkehr durchschnittlich fünf Mal mehr Schadstoffe ausstossen als im Zulassungstest.

Damit unsere Atemluft gesunden kann müssen die Bestimmungen der EU massiv verschärft werden. Hersteller sind zu verpflichten, die Schadstoffgrenzwerte dauernd und in jedem Fahrzustand einzuhalten. Die Einführung entsprechender Realmessungen von Luftschadstoffen ist zwar im Grundsatz beschlossen. Aber die Hersteller versuchen sich durch intensives Lobbying in Brüssel bereits wieder Schlupflöcher zu sichern. Die Schweiz hat die Chance hier unabhängig eine systematische Feldüberwachung des Schadstoffausstosses einzurichten, wie sie zum Beispiel der Kanton Zürich punktuell praktiziert. Bevölkerung und Konsumenten haben ein Anrecht zu wissen wie sauber oder dreckig Autos wirklich sind.

Auswirkungen von Stickoxiden

Zudem sind Stickoxide Vorläufersubstanzen für die Bildung von

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