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Rohstoffherkunft: Transparent wie ein Jute-Säckchen vom Nikolaus

Lob und Tadel und ein paar Nüsse zum Knacken fürs nächste Jahr: Der Konsumentenschutz mit seinen Verbündeten ACSI und FRC macht es heute dem Nikolaus gleich. Er hat sieben Detaillisten ein Nikolaussäckchen mit einer Überraschung aus dem eigenen Regal geschickt. Die Rohstoffherkunft dieser und vieler weiterer, verarbeiteter Produkte ist etwa so transparent ist wie das Jutesäckchen vom Nikolaus.

Der Nikolaus teilt heute neben Nüssen und Schokolade Lob und Tadel aus. Auch die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen hat dazu guten Grund. Lob gibt es für die verbesserte Fleischdeklaration, insbesondere bei den beiden grossen Lebensmittelhändlern, Tadel für die anderen Anbieter – bei verarbeiteten Produkten sucht man bei ihnen die Fleischherkunft oft vergebens. Die Deklaration der anderen Zutaten ist bei allen Anbietern mangelhaft und ungefähr so durchsichtig wie das Jutesäckchen vom Nikolaus. Die sieben Anbieter – Aldi, Coop, Denner, Globus, Lidl, Manor, Migros – haben deshalb vom Konsumentenschutz auf den 6. Dezember hin ein solches Säckchen erhalten. Darin steckt jeweils ein Produkt aus ihrem Regal, bei dem die Herkunft der wichtigsten Zutat nicht deklariert ist. Das Hobelfleisch bei Denner, bei dem pauschal «Herkunft EU» steht oder das Apfelmus von Coop, bei dem lediglich «Hergestellt in Deutschland» zu lesen ist, sind zwei Beispiele.

Vielen Konsumentinnen und Konsumenten ist die Rohstoffherkunft stammen: Rund 9’000 Konsumentinnen und Konsumenten haben die Online-Petition unterschrieben, welche der Konsumentenschutz zusammen mit der FRC und der ACSI in diesem Frühling lanciert hat und die eine über das Gesetz hinausgehende Deklaration und Information verlangt.

Bevor die Situation für die Konsumenten wirklich befriedigend und die Transparenz hergestellt ist, gibt es für die Lebensmittel-Detaillisten in den kommenden Monaten folglich noch etliche Nüsse zu knacken. Der Konsumentenschutz zählt darauf, dass sie sich für das nächste Jahr entsprechende Vorsätze fassen und diese auch umsetzen. Zudem wird im nächsten Jahr eine Revision verschiedener Verordnungen des Lebensmittelgesetzes anstehen – dies wird eine Gelegenheit für den Konsumentenschutz sein, um auf eine bessere Herkunftsdeklaration pochen.

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