Startseite Themen Jammern, typisch schweizerisch?

Jammern, typisch schweizerisch?

gerberfondue_swissnessSchweizer Produkte haben einen guten Ruf und kosten in der Regel mehr als vergleichbare Produkte. Seit Jahren profitiert die Lebensmittelindustrie von diesem Mehrwert, ohne den Konsumentinnen und Konsumenten zu garantieren, dass unter dem Schweizer Kreuz Schweizer Produkte verkauft werden. Die Swissness-Gesetzgebung, welche seit Anfang Jahr für verlässliche Regeln sorgen soll, wird zu Unrecht heftig kritisiert. Denn nur eine strenge  Regelung sorgt dafür, dass das Schweizer Kreuz am Markt nicht an Vertrauen und damit an Wert verliert.

Seit Anfang Jahr ist die Swissness-Gesetzgebung in Kraft. Die Lebensmittelindustrie jammert, dass bei dem Gesetz nur zähle, ob die Rohstoffe aus der Schweiz kommen, die Herstellung hingegen werde nicht berücksichtigt. Dabei wurde bei der Ausarbeitung des Gesetzes grosse Rücksicht auf die Industrie genommen: Grundsätzlich müssen zwar 80% der Rohstoffe eines verarbeiteten Lebensmittels aus der Schweiz stammen, damit es mit einem Schweizer Kreuz geschmückt werden darf. Für Rohstoffe, welche in der Schweiz nicht produziert werden können oder in zu geringen Mengen vorhanden sind, bestehen Ausnahmeregelungen. Zusätzlich hatte die Industrie noch Gelegenheit, für Rohstoffe, welche zeitweilig nicht verfügbar oder in ungenügender Qualität vorhanden sind, Ausnahmen zu beantragen. So darf etwa – anders als bei anderen Produkten – bei Bier das Wasser mitgerechnet werden und bei Schweizer Schokolade und Kaffee wird die Herstellung berücksichtigt.

Dass nun gewisse Produkte nicht mehr als Schweizer Lebensmittel gelten oder die Rezepturen angepasst werden mussten, sind Folgen des Gesetzes, welche zu erwarten waren: Schliesslich ist eine Bereinigung des Marktes ein Ziel der Swissness-Vorlage. Konsumenten werden Schweizer Produkte in Zukunft weiter berücksichtigen, wenn sie darauf vertrauen können, dass es sich tatsächlich um solche handelt. Und: An der komplexen Gesetzgebung ist nicht zuletzt die Industrie schuld, welche die vielen Ausnahmen forderte. Jammern nützt jetzt nichts mehr, vielmehr soll nun dafür gesorgt werden, dass die Konsumentinnen und Konsumenten sich auf „Swiss made“ verlassen können.

Artikel Tagesanzeiger

 


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Das können Sie tun

💥Meldung machen
💳Spenden

Medienmitteilungen zum Thema
Alle News anzeigen
Nützliches

Ich mache an die SKS zum Thema 'Jammern, typisch schweizerisch?' folgende Meldung:

Vielen Dank für Ihre Meldung.
Die Meldung wird an die Projektleitung geschickt und fliesst in die Projektarbeit ein.

Es ist ein unbekannter Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später nochmals.

Spenden

Projektspende

Preis:

 

Die Stiftung für Konsumentenschutz ist für ihren Einsatz für die Konsumentenrechte auf die Unterstützung der Konsumenten angewiesen, denn sie ist eine unabhängige und effiziente Nichtregierungsorganisation.

Wenn Sie die Arbeit der SKS bei diesem Thema unterstützen möchten, wählen Sie unten die Höhe Ihrer Spende und bezahlen Sie online oder per Einzahlungsschein. Die Spende fliesst direkt in die Projektarbeit. Herzlichen Dank!

 
 
 
 
 
 
 




Ratgeber

Miniratgeber: Günstig und gut: Lebensmittel

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Ratgeber: Gut, gesund und günstig

Gönnerpreis: 19.00 CHF
Normalpreis: 24.00 CHF

Ratgeber: E-Nummern

Gönnerpreis: 6.00 CHF
Normalpreis: 12.00 CHF


Hosting von oriented.net