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Geschützte Bezeichnungen: Alles andere als vertrauenswürdig

igp-trockenfleischEine breit angelegte Kontrolle der Schweizer Kantonschemiker zeigt kein vertrauenswürdiges Bild der geschützten geografischen Bezeichnungen wie GUB/GGA, „Berg“ und „Alp“ sowie deren europäischen Pendants: Die an und für sich tiefen Anforderungen, welche diese Produkte erfüllen müssen, halten sie nicht ein. Dies zeigen die Beanstandungsquoten von 16% (GUB/GGA), 27% (GUB/GGA aus der EU) sowie 36% bei „Berg“- und „Alp“-Produkten aus der Schweiz. Für die SKS eindeutig: Die verantwortlichen Vereinigungen und Branchen müssen das Problem ernst nehmen und beheben. Die Anbieter dürfen nicht weiter die Marktvorteile dieser geschützten Bezeichnungen nutzen und zugleich die Konsumentinnen und Konsumenten hinters Licht führen.

Die Anforderungen, welche die Produkte unter der geschützten Ursprungsbezeichnungen (GUB), der geographischen Angaben (GGA) beziehungsweise mit der Bezeichnung «Berg» oder «Alp» erfüllen müssen, sind an und für sich sehr tief: Für Bündner oder Walliser Trockenfleisch unter dem GGA-Siegel darf das Fleisch aus dem Ausland importiert werden. Fleisch oder Milch, welche unter der Bezeichnung „Berg“ in den Laden kommen, können von Tieren stammen, welche im schlimmsten Fall das ganze Jahr im Stall stehen.
Die hohen Beanstandungsquoten der Schweizer Kantonschemiker zeigt jedoch, dass nicht einmal die Anforderungen, welche sich nur auf die Herkunft und die Verarbeitung bezeihen, korrekt umgesetzt werden. Viele Anbieter wollen offenbar nur den Marktvorteil eines gelabelten Produktes nutzen, ohne den Konsumentinnen und Konsumenten den entsprechenden Gegenwert zu bieten.

Die Vereinigung AOP-IGP, die Branchen sowie die zuständigen europäischen Stellen müssen dafür sorgen, dass die Bezeichnungen korrekt und vertrauenswürdig angewendet werden. Es reicht nicht, wenn die AOP-IGP Vereinigung auf ihrer Website verspricht, dass Produkte mit einer Geschützten Ursprungsbezeichnung (AOP) oder einer Geschützten Geografischen Angabe (IGP) streng kontrolliert würden.

Zudem braucht es Nachkontrollen, um zu überprüfen, ob die geschützten Bezeichnungen korrekt verwendet werden. Ansonsten muss man sich ernsthaft fragen, ob diese Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben tatsächlich eine Berechtigung haben, ist die SKS überzeugt.

Medienmitteilung Kantonschemiker


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