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Wettbewerb zu Lebensmittelabfall: An guten Ideen fehlt es nicht

Wie kann man vermeiden, dass Lebensmittel im Abfall landen? Wir haben zu diesem Thema einen Wettbewerb ausgeschrieben und eine ganze Reihe von fantasie- und wirkungsvollen, ernsthaften und witzigen Beiträgen erhalten. Die Jury konnte aus rund 70 Vorschlägen aus der ganzen Schweiz auswählen. Die Palette von Vorschlägen reicht von der Hühnerhaltung im eigenen Garten bis zum Schul-Pausenkiosk mit übriggebliebenen Brötchen vom Vortag. 

Entlang der ganzen Produktionskette –  Landwirtschaft, Transport,  Verarbeitung und Handel – entstehen in der Schweiz pro Kopf und Jahr 200 Kilogramm Lebensmittelabfälle. Die Haushalte werfen weitere 100 Kilogramm weg.

Dagegen lässt sich etwas tun, und zwar von jeder einzelnen und jedem einzelnen. Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen hat im letzten Herbst einen Wettbewerb ausgeschrieben und nach konkreten Ideen und Projekten gefragt, wie man Lebensmittelabfall vermeiden kann. Aus der ganzen Schweiz kamen über 70 Eingaben mit handfesten, originellen und nachahmungswürdigen Projekten ein.

Eine sechsköpfige Jury hat die Projekte beurteilt und in den beiden Kategorien „Einzelpersonen“ und „Gruppen“ die originellsten und besten Projekte ausgewählt.

Gruppenprojekte

1. Preis: Das Restenfest

Die Oberstufenklasse Sek E/B von Dulliken gewann mit ihrer Idee eines Restenfestes den 1. Platz und einen kräftigen Zustupf in die Klassenkasse.

Die Oberstufenklasse Sek E/B von Dulliken gewann mit ihrer Idee eines Restenfestes den 1. Platz und einen kräftigen Zustupf in die Klassenkasse.

Vom Klassenlager brachten die Schülerinnen und Schüler nicht nur Erinnerungen mit, sondern auch ziemlich viele Essensreste. Diese wollten sie am Ende der Woche nicht einfach wegwerfen. Statt dessen entstand die Idee eines Restenfestes: Mit viel Fantasie wurden die übrig gebliebenen Lebensmittel zu Torten und Gebäck verarbeitet. Eine Idee, die von anderen Klassenlager nachgeahmt werden kann und einfach umsetzbar ist, fand die Jury und verlieh dieser Idee, die auch ansprechend umgesetzt und präsentiert wurde, den 1. Preis.

 2. Preis: Der Pausenkiosk

Die Klasse 3a der Orientierungsschule Vogesen organisiert einen Pausenkiosk für die Schule: Brötchen vom Vortag, welche sonst entsorgt würden, finden so dankbare Abnehmerinnen und Abnehmer.

Die Klasse 3a der Orientierungsschule Vogesen organisiert einen Pausenkiosk für die Schule: Brötchen vom Vortag, welche sonst entsorgt würden, finden so dankbare Abnehmerinnen und Abnehmer.

Der Magen bleibt leer, die Klassenkasse auch und der Bäcker wird sein altes Brot nicht los: Mit einem Schlag hat die Klasse 3a der Orientierungsschule Vogesen in Basel diese drei Probleme gelöst. Sie holt am Abend die nicht verkauften Brötchen beim Bäcker ab und bietet sie am nächsten Tag, etwas aufgepeppt mit Streichkäse oder anderer Füllung, an einem Pausenkiosk den Schülerinnen und Schülern zu einem günstigen Preis an. Eine nachahmenswerte Idee, fand die Jury, und findet es auch sehr positiv, dass alle Beteiligten davon profitieren, dass die Brötchen vom Vortrag nicht entsorgt werden müssen.

3. Preis: Spielend lernen

Wer das Gemüse vergammeln lässt, muss zweimal aussetzen: Die Gänsespielvariante zu Lebensmittelabfall.

Wer das Gemüse vergammeln lässt, muss zweimal aussetzen: Die Gänsespielvariante zu Lebensmittelabfall.

Wer das Gemüse im Kühlschrank vergisst, muss 5 Schritte zurück, wer zuviel Esswaren hat und diese mit den Nachbarn teilt, darf nochmals würfeln: Eine Schulklasse in Yverdon hat das Gänsespiel neu interpretiert und in einen grossen Kühlschrank verlegt. Die Schüler selbst sind zwar Jugendliche, sie spielen das Gänsespiel aber am Mittag in der Kantine mit den kleineren Kindern. Gefällt Ihnen die Idee wie der Jury? Dann dürfen Sie drei Felder vorrücken!

Einzelprojekte

 1. Preis: Doggy Bag

Entweder ist die Portion zu gross oder der Hunger zu klein: Nicht selten gehen noch halbvolle Teller zurück in die Restaurantküche und die Essensreste landen im Abfalleimer. Lorena Strub aus Berschis (SG) hat eine nachahmenswerte Idee aus den USA eingebracht: Einen Doggy Bag, also eine Verpackung, dank der man das übriggebliebene Essen mit nach Hause transportieren kann (übrigens nicht nur für den Hund, sondern durchaus auch für den Eigengebrauch!). Lorena Strub hat die Idee weiterentwickelt und sich Gedanken darüber gemacht, wie man ihr auch in der Schweiz zum Durchburch verhelfen kann.  Eine Idee, die durchaus mehr Verbreitung finden sollte, befand die Jury, denn noch immer haben viele Hemmungen zu fragen, ob man die Resten mitnehmen kann.

2. Preis: Lebende Abfallbeseitiger

Die Originalität dieser Eingabe überzeugt: Paulette und Causette würden das Problem von zu vielen Esswaren im Handumdrehen lösen, zeigt sich die Familie Tissot von Broc (FR) überzeugt. Zwei Hühner im Garten würden so pro Jahr rund 90 Kilogramm an Resten vertilgen. Zugleich düngen die beiden Hühner auch eifrig den Garten und liefern erst noch frische Eier. Die Hühnerhaltung im Hof oder Garten kann auch für Hausgemeinschaften in Frage kommen und sicher auch viel zur Kommunikation innerhalb der Gruppe beitragen. Dies war für die Jury der ausschlaggebende Grund, weshalb sie das Projekt auszeichnete: Manchmal ist es gut, ausgetretene Pfade zu verlassen und sich neue, unkonventionelle Ideen zu überlegen!

3. Preis: Zurück zu den guten, alten Methoden

Wer in den Keller von Gilberte Michelet von Monthey (VS) steigt, kommt ins Staunen: Schön ordentlich aufgereiht in Gläsern und Flaschen stehen dort Früchte und Gemüse, konserviert für die Jahreszeiten, an denen die Natur weniger überschwenglich ihre Gaben verteilt. Beeren, Kräuter, Gemüse und Früchte aus ihrem Garten verarbeitet Frau Michelet undmacht sie haltbar. Der Jury hat die Eingabe der Walliserin gefallen: Nicht immer muss man das Rad neu erfinden, auch auf Altbekanntes kann gut zurückgegriffen werden.  Umso mehr, da Frau Michelet auch ihren Enkel Jonas miteinbezieht und beispielsweise in die süsse Kunst des Sirupkochens einführt.

Ausser Konkurrenz

Einen Sonderpreis der Jury hat die Schulklasse aus Gordola erhalten: Auf eine besonders witzige Art zeigt sie in ihrem Filmbeitrag, wie man aus altem Brot die Tessiner Spezialität torta di pane herstellen kann.

 

Die Jury

Der Wettbewerb wurde von der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen SKS, FRC und ACSI ausgeschrieben und konnte dank der Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) durchgeführt werden. Wir danken allen, welche sich mit guten Ideen und Projekten beteiligt haben, aber es nicht auf die ersten drei Plätze geschafft haben: Die Jury hat sich sehr über die Vielfalt und die Fantasie der Teilnehmenden gefreut!

Die Jury hatte die Qual der Wahl, rund 65 Wettbewerbsbeiträge gingen ein. Die Verantwortlichen für den Wettbewerb: (v.l.) Josianne Walpen, SKS, Virginie Belloud, FRC, Laura Regazzoni, ACSI, Barbara Pfenniger, FRC, Mathieu Fleury, FRC, Lukas Wegmüller, SKS, Philippe Ligron, TV-Koch, und Flavia Castelberg, BAFU.

Die Jury hatte die Qual der Wahl, rund 65 Wettbewerbsbeiträge gingen ein. Die Verantwortlichen für den Wettbewerb: (v.l.) Josianne Walpen, SKS, Virginie Belloud, FRC, Laura Regazzoni, ACSI, Barbara Pfenniger, FRC, Mathieu Fleury, FRC, Lukas Wegmüller, SKS, Philippe Ligron, TV-Koch, und Flavia Castelberg, BAFU.

©J.-L. Barmaverain

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