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Medikamentenmargen: Krankenversicherte zahlen jährlich ½ Milliarde zuviel

medikamente2-DW-Wissenschaft-Eine neue Studie von santésuisse zeigt: Die Medikamentenmargen sind in der Schweiz deutlich zu hoch. Jedes Jahr könnten 489 Millionen Franken eingespart und so die Krankenkassenprämien entlastet werden. Zudem verleitet das aktuelle System Apotheken, Ärzte und Spitäler dazu, möglichst teure Medikamente abzugeben. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) fordert den Bundesrat zum Handeln auf. Dieser hätte es in der Hand, ohne Qualitätseinbussen unnötig hohe Kosten zu Lasten der Prämienzahlenden zu verhindern.

Der Krankenkassenverband santésuisse zeigt einmal mehr, was schon länger bekannt ist: Schweizer zahlen für Medikamente deutlich mehr als ihre europäischen Nachbarn. Dies liegt nicht nur an den massiv überteuerten Preisen, sondern auch an den Margen, welche ebenfalls deutlich höher sind als in den Vergleichsländern. Gemäss santésuisse entstehen für die Prämienzahler dadurch unnötige Kosten in der Höhe von 489 Millionen Franken pro Jahr. Die eigentlichen Unterschiede wären jedoch noch grösser. In der Berechnung des Krankenkassenverbands wird die Leistungsorientierte Abgabe (LOA), eine Pauschale zu Gunsten der Apotheker, nicht eingerechnet. Diese macht pro Jahr weitere rund 220 Millionen Franken aus.

Würden die Margen auf ein kostendeckendes Niveau gesenkt, könnten die Krankenkassenprämien um 2% gesenkt werden.

Hinzu kommt, dass das heutige Margensystem Ärzte, Spitäler und Apotheken dazu verleitet, jeweils das teuerste und nicht das für PatientInnen am besten geeignete und preiswerteste Medikament abzugeben. Je höher der Preis, desto mehr verdienen die Leistungserbringer daran. Der Bundesrat hätte es in der Hand, die Margen zu senken und diese Fehlanreize zu beseitigen. In Zeiten von stetig steigenden Krankenkassenprämien ist er den Prämienzahlern schuldig, folgende Massnahmen zu ergreifen:

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