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Exorbitante Arzthonorare – für welche Leistungen?

Eine Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt, dass die Arzthonorare mit einem mittleren Einkommen von 275’000 Franken weitaus höher sind als bisher angenommen. Was die genannten Lohnzahlen genau beinhalten, bleibt derweil im Dunkeln. Der Konsumentenschutz fordert echte Transparenz, was das dringend benötigte Qualitätsmanagement endlich zulassen und damit die Selbstbedienungsmentalität im Gesundheitswesen einschränken würde.

257’000 Franken beträgt das mittlere Einkommen von selbstständigen Fachärzten, das zeigt eine heute veröffentlichte Studie im Auftrag des BAG. Diese Zahlen enthüllen gemäss Bundesamt, dass die Einkommen rund 30 Prozent höher liegen, als bisherige Studien vermuten liessen. In einzelnen Fachgebieten liegt das mittlere Einkommen gar bei über 600’000 Franken.

Das Ziel der Studie – mehr Transparenz in die Entlöhnung von Ärzten – ist löblich. Dieser Anspruch ist mehr als berechtigt, denn die undurchsichtigen Entlöhnungssysteme glänzen nicht mit Transparenz. Bisherige Studien kamen zu keinen verlässlichen Resultaten, die Untersuchungen waren wegen methodischen Schwächen umstritten. Was die genannten Einkommenszahlen alles beinhalten, welche auf dem AHV-pflichtigen Einkommen basieren, bleibt derweil auch in der neusten Studie im Dunkeln. So ist beispielsweise unklar, wie Kickbacks der Pharma und Bonuszahlungen bei Spitalärzten einbezogen werden. Auch Zahlungen der Pharmaindustrie können das Einkommen der Ärzte erheblich steigern, wie Recherchen des Beobachters und Konsumentenschutzes zeigen.

Das BAG gibt gleichfalls zu, dass die Einkommen in der vorliegenden Studie wohl weiterhin unterschätzt würden. Für präzise Daten und eine regelmässige Erhebung fehlen dem Bund aber die gesetzlichen Grundlagen. Der Konsumentenschutz hat die hohen Arzthonorare und mangelnde Transparenz wiederholt kritisiert. Nur wenn endlich Daten geliefert werden, kann ein umfassendes Qualitätsmanagement hergestellt werden und eine effiziente Gesundheitsversorgung garantieren. Denn: Solange das Gesundheitswesen eine Blackbox bleibt, werden sich alle Leistungserbringer – wie Spitäler, Apotheker und Ärzte – ungeniert bedienen. Ein beliebter Mechanismus sind überversorgte Bürgerinnen und unnötig operierte Patienten, denn mit dieser unkontrollierten Mengenausweitung an Leistungen kann aus dem 81 Milliarden-Topf problem- und schrankenlos Geld gescheffelt werden. Und dies auf dem Buckel der Gesundheit und des Portemonnaies der Bevölkerung!

 

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