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Woher kommen „Swiss Made“-Medikamente?

Mehr als die Hälfte der Schweizer Medikamente enthalten Wirk- und Zusatzstoffe aus Billigfabriken in Entwicklungsländern. Die Qualität der Produktion wird kaum überwacht. So kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, weil die internationalen Regeln der Good Manufacturing Practices (GMP) verletzt werden: In den USA starben im 2007 und 2008 über 100 Menschen, weil sie verunreinigte Medikamente injiziert bekamen. Vor einer Woche haben die USA deshalb Wirkstoff-Importe des japanisch-indischen Konzerns Ranbaxy gestoppt und das Unternehmen mit einer halben Milliarde Dollar gebüsst.

Laut Swissmedic beziehen auch Schweizer Pharmafirmen Wirkstoffe eben dieses Konzerns Ranbaxy. Das wird den Konsumenten und Konsumentinnen in unserem Land jedoch verschwiegen. Swissmedic behauptet, das öffentliche Interesse an der Herkunft der Medikamentenrohstoffe sei geringer einzustufen als das Geschäftsgeheimnis der Pharmaunternehmen.

 Lebensmittel werden deklariert, denn die Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, woher die Rohstoffe stammen und in welchem Land das Produkt hergestellt wurde. Nicht anders verhält es sich bei den Medikamenten. Laut Swissmedic ist bei jeder Medikamentenpackung aufgrund der Chargennummer im Detail klar, in welchem Land und welcher Fabrik die einzelnen Wirk- und Zusatzstoffe von Medikamenten hergestellt wurden. Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS  fordert deshalb, dass diese Angaben wenigstens auf den Beipackzettel der in der Schweiz verkauften Medikamenten ersichtlich sein muss. Dadurch wird es Konsumenten und Konsumentinnen ermöglicht, dass sie sich über die Herkunft der Medikamente transparent informieren und damit mündige Entscheidungen treffen können.

Die nationalrätliche Gesundheitskommission SGK-N berät in den nächsten Tagen über eine Änderung des Heilmittelgesetzes. Die SKS lobbiert bei den Mitgliedern der Kommission für eine transparente Herkunftsdeklaration der Medikamentenrohstoffe.

Quellen:



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