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Haltung von „Puls“-Hausarzt zeigt: Angebot von „Was hab‘ ich?“ ist wichtig

puls_washabichWer kennt das nicht: Man erhält einen medizinischen Befund, einen Operations- oder einen Laborbericht ausgehändigt und versteht kaum, was wirklich drinsteht. Dies ist problematisch – schliesslich hängt ein Behandlungserfolg wesentlich davon ab, dass Arzt und Patient sich verstehen. Die deutsche Organisation „Was hab‘ ich?“ schafft Abhilfe. Sie übersetzt medizinische Befunde in leicht verständliche deutsche Sprache – anonym und kostenlos. In der SRF-Sendung „Puls“ zeigt sich Hausarzt Thomas Kissling wenig erfreut über das Angebot. Im kurzen Gespräch schafft er es aber, unfreiwillig zu zeigen, dass er erstens die Idee hinter „Was hab‘ ich?“ wohl nicht genau verstanden hat und zweitens, dass solche Angebote (leider) dringend nötig sind.

Thomas Kissling bestätigt, dass Patienten kaum eine Chance haben, Arztberichte zu verstehen, er scheint aber zu befürchten, dass mit der Übersetzung in verständliche Sprache der Arzt ersetzt werden soll:

Kissling: Diese Berichte sind Arztberichte […] sie werden gemacht, um möglichst kurz und präzis Informationen anderen Fachpersonen weiterzugeben. […] Sie werden eigentlich nicht für den Patienten gemacht. Sonst müsste es ja einen Patientenbericht geben.

Moderatorin: Darum muss man sie eben übersetzen oder?

Kissling: Die Übersetzung alleine reicht meiner Meinung nach oft nicht, sondern es braucht eine Interpretation und eine Gewichtung. Und das möchte ich in einem Gespräch mit dem Patient machen.

Die Übersetzung durch „Was hab‘ ich?“ hat aber nicht zum Ziel, den Arztbericht oder das Gespräch zwischen Arzt und Patient zu ersetzen. Das Angebot von „Was hab ich?“ wird erst nötig, wenn diese beiden Elemente nicht ausreichen, um einen Patienten verständlich zu informieren, sei es wegen Zeitmangel, unzureichendem Verständnis zwischen den beiden Seiten oder anderen Hindernissen. Im weiteren Verlauf erläutert Thomas Kissling – wohl unbeabsichtigt – auch noch, wieso der Übersetzungsdienst von „Was hab‘ ich?“ sehr hilfreich sein kann:

Moderatorin: Ist das jetzt nicht eine sehr „väterliche“ Haltung dem Patient gegenüber, man spricht immer vom informierten Patient, dazu gehört ja, dass ich [als Patientin] wissen will, was die Ärzte über meinen Zustand denken.

Kissling: Ja, aber ich erlebe umgekehrt auch manchmal, dass Patienten mit dem Bericht kommen und sagen, „aber da steht etwas von Krebs, habe ich jetzt Krebs?“ Dabei stand darin, dass der Krebsverdacht aus diesen und jenen Gründen ausgeschlossen werden konnte.

Eine solche Situation entsteht erst, wenn im Vorfeld die Kommunikation zwischen Arzt und Patient nicht funktioniert hat. Diese Lücke kann der Service von „Was hab‘ ich?“ füllen, indem der Inhalt verständlich aufbereitet wird.

Die SKS empfiehlt, das Angebot von „Was hab‘ ich?“ zu nutzen, um die Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten zu erleichtern. Alle wichtigen Informationen zum Angebot und zum Datenschutz und der Rechtslage finden Sie unter folgendem Link:

„Was hab‘ ich?“ – Angebot, Datenschutz und Rechtslage

Beitrag „Arztberichte verständlich gemacht“ – Puls vom 20.3.2017


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