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Nächster Rückruf: 630’000 Fahrzeuge betroffen

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Nicht nur VW schummelt. Viele Autos haben beim Fahren auf der Strasse einen viel höhreren Abgasaustoss als auf dem Papier angegeben wird. Schuld daran ist das sogenannte „Thermofenster“. Verschiedene Hersteller rufen insgesamt 630’000 Fahrzeuge zurück. Was dies für betroffene Fahrzeughalter bedeutet und inwieweit auch Schweizer Fahrzeughalter betroffen sind, bleibt einmal mehr unklar.  

Mitten im VW-Abgasskandal, bei welchem sich herausstellte, dass VW die Abgaswerte ihrer Fahrzeuge mit einer Schummelsoftware illegalerweise beschönigte, kommt bereits die nächste Betrugsmeldung. In Deutschland wurde im Rahmen einer Nachprüfung von Dieselfahrzeugen aufgedeckt, dass bei rund 630’000 Fahrzeugen die Abgaswerte beim Fahren auf der Strasse viel höher sind als auf dem Papier angegeben. Betroffen sind  beispielsweise Fahrzeuge der Marken Alfa Romeo, Chevrolet, Fiat, Mercedes, Nissan und auch wieder VW. Die Hersteller haben nun eine freiwillige Rückrufaktion gestartet.

Das Problem: Bei unzähligen Fahrzeugen wird das Abgasreinigungssystem ab einer gewissen Aussentemperatur ausgeschaltet.  Diese Manipulation ist laut einer EU-Richtlinie grundsätzlich erlaubt – unter der Voraussetzung, dass bei Weiterbetrieb des Abgasreinigungssystem ein Motorschaden oder ein Unfall droht. Damit ist laut Experten allerdings nur bei niedrigen Aussentemperaturen – ab ca. 5 Grad Celsius und tiefer – zu rechnen. Die Recherchen der deutschen Regierung deckten nun jedoch auf, dass bei manchen Fahrzeugen die Abgasreinigung bereits ab 18 Grad  Aussentemperatur heruntergefahren wird. Es braucht kein Expertenwissen, um zu verstehen, dass hier die Grenze des Zulässigen einmal mehr überschritten wurde – oder, wie es die deutsche Bundesumweltministerin ausdrückte: „Die Automobilbranche hat klar zu ihrem Vorteil gehandelt und zum Nachteil der Autobesitzer und der Umwelt.“

Ob und wie viele Fahrzeuge in der Schweiz von dieser neuen Schummelei betroffen sind, ist zur Zeit noch nicht bekannt. SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo fordert schnellstmöglich klare Informationen für die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz. Zudem drängt die SKS darauf, dass klare, eng definierte Regeln für das ausnahmsweise Ausschalten der Abgasreinigungssystem erlassen werden.


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