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Implantat-Geschädigte: Doppelt gestraft ohne Gruppenklage-Möglichkeit

Die erschreckenden Berichte über die mangelnde Sicherheit von Implantaten und Medizinprodukten verunsichern viele Konsumentinnen und Konsumenten – insbesondere seit auch bekannt wurde, dass Patienten in der Schweiz ebenso von solchen Pfuschereien betroffen sind. Wer unter einem solchen Implantat leidet, ist doppelt betroffen: Zum einen durch die unnötigen und fahrlässig verursachten Schmerzen und Operationen, zum anderen durch den Schaden, welcher ein einzelner kaum einklagen kann. Für den Konsumentenschutz ist klar, dass in solchen Fällen nur die Möglichkeit für Gruppenklagen die Lösung sein kann.

Eine breite, internationale Recherche hat Unglaubliches zu Tage gefördert: Die Entwicklung, Zulassung und der Einsatz von Implantaten lässt erschreckend oft jegliche Sorgfalt vermissen. Die Journalisten fanden Produkte, die nicht getestet, aber trotzdem Patienten eingesetzt wurden. Tamedia berichtete gestern von Implantaten, die «Organe zerstörten, die Knochen verrotten liessen, die Morphium-Überdosen oder gar Elektroschocks verteilten». Die Verunsicherung  bei Betroffenen ist gross und alles andere als unbegründet: Die Schlagzeilen von heute zeigen, dass auch die Schweiz und Schweizer Patientinnen und Patienten davon betroffen sind.

Wer durch mangelhafte Implantate zu Schaden gekommen ist, ist nahezu wehrlos: Ein Verfahren gegen die Firma oder die Ärzteschaft ist für einzelne Patienten viel zu teuer, zu zeitintensiv und zu riskant – mit unsicherem Ausgang. Gerade im Gesundheitsbereich ist es für Einzelne kaum möglich, Gerichtsverfahren anzustreben und zu ihrem Recht zu kommen.  Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es für gleichartig Geschädigte ist, eine Gruppenklage einreichen zu können. Das Schweizer Gesetz sieht noch immer keine solche Möglichkeit vor und lässt einzelne, private Geschädigte im Regen stehen. Die neusten, skandalösen Vorfälle zeigen eindrücklich, wie notwendig eine solche Verfahrensmöglichkeit ist. Mit der laufenden Revision der Zivilprozessordnung ZPO hat die Politik jedoch die Gelegenheit, hier Gegensteuer zu geben und Konsumentinnen und Patienten ein wirksames Instrument zur Verfügung zu stellen, damit sie zu ihrem Recht kommen können!

 


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